mini|hochkant|Zamarra-Mantel Eine Zamarra ist ein Schaffellmantel, der von baskischen Hirten getragen wurde. In den 1830er Jahren empfahl der Literaturwissenschaftler Edward Bell Stephens Besuchern des spanischen Baskenlandes überschwänglich, sich eine Zamarra zu kaufen. Er beschrieb sie als locker und weit geschnitten, aus schwarzem andalusischem Astrachanfell von einjährigen Tieren gefertigt und mit weißem Schaffell gefüttert. Sie wurde von ihm als ideale Reisejacke empfohlen, die sowohl bei Hitze als auch bei Kälte einsetzbar und sehr wasserabweisend sei. Der Name Zamarra ist gleich dem kleinen Ort Zamarra in der Salamanca im Westen Spaniens.
Die im Namen ähnliche Zimarra ist ein akademisches Kleidungsstück, das auch von anglikanischen Bischöfen als Messgewand getragen wurde. Auch historisch ist sie eng mit der Zamarra verwandt, aus der sie sich im Mittelalter entwickelte.
Ein ebenfalls Im Namen und Aussehen ähnlicher Mantel, Samarra genannt, wird im Alentejo im Süden Portugals getragen. Er besteht aus Wolle, hat eventuell einen Pelzkragen und ist üblicherweise in den Farben Braun, Dunkelblau oder Schwarz erhältlich.
Einzelnachweise
Kategorie:Männerkleidung Kategorie:Kultur (Baskenland) Kategorie:Pelz Kategorie:Schulteraufliegendes Kleidungsstück Kategorie:Schafprodukt