Brenner ist eine Siedlung der Gemeinde Kals am Großglockner in der Ortschaft Unterpeischlach. Die Ortschaft im Iseltal hatte 1991 20 Einwohner, ist jedoch danach stark gewachsen.
Geographie Brenner liegt am linken Ufer des Iseltals, nordöstlich der Felbertauern Straße zwischen dem Kraftwerk Kalserbach der TIWAG im Norden und der Ortschaft Oblaßberg (Gemeinde St. Johann im Walde), wobei die Gemeindegrenze zu St. Johann direkt an der Ortschaft verläuft. Am gegenüberliegenden Ufer der Isel liegt Kienburg (Gemeinde Matrei in Osttirol). Brenner ist umgeben von den Wiesen im Iseltal sowie den bewaldeten Abhängen des Zirmsteins sowie des Kegelsteins. Hier entspringt auch der Brennerbach, der im Nordosten an der Ortschaft vorbeifließt.
Geschichte und Bevölkerung Auf dem Gebiet der heutigen Siedlung Brenner existierte lange Zeit nur der gleichnamige Bauernhof Brenner. Dieser war Mitte des 19. Jahrhunderts hauptsächlich von Wald umgeben.vgl. Franziszeischer Kataster Die Bedeutung des Hofnamens bedeutet etwa der durch Brand gerodet hat oder Kohlenbrenner.Gemeinde Kals, Sprachschichten & Namen A-Z
Auch im Jahr 1923 dürfte Brenner lediglich aus einem Gebäude bestanden haben, da die Statistik für die in Streulage gelegenen Teile von Unterpeischlach Greil und Brenner lediglich zwei Gebäude auswies.Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Wien 1930, S. Tir. 5 Im Jahr 1951 wies die Statistik Austria den Ortsteil als Weiler Peischlach Aue erstmals mit drei Gebäuden und 35 Einwohnern separat aus.Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Juni 1951. Wien 1953, S. 202 Tir. Im Jahr 1961 führt sie hingegen nur eine namenlose Häusergruppe mit 47 Einwohnern und drei Gebäuden an.Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961 nach dem Gebietsstand vom 1. Januar 1964. Wien 1965, S. T. 299 1971 wird Brenner erstmals mit diesem Namen im Ortsverzeichnis der Statistik Austria als Streusiedlung ausgewiesen, wobei die Siedlung seither als Teil der Ortschaft Unterpeischlach gilt.Zuvor hatte Brenner zur nun aufgelösten Ortschaft Peischlach gehört. Im Jahr 1971 lebten in Brenner 17 Menschen in drei Häusern,Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis 1971. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 12. Mai 1971. Tirol Wien 1974, S. 67 1981 waren es 20 Menschen in vier Gebäuden,Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis 1981. Tirol. Wien 1984, S. 113 1991 21 Menschen in vier Gebäuden.Österreichisches Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Ortsverzeichnis 1991. Tirol. Wien 1993, S. 220 Seitdem Brenner im Jahr 1991 in der Statistik letztmalig ausgewiesen worden war, hat sich die Anzahl der Gebäude auf 18 Adressen (Stand: 2025) mehr als vervierfacht.vgl. Tiroler Rauminformationssystem
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Bezirk Lienz Kategorie:Geographie (Kals am Großglockner) Kategorie:Granatspitzgruppe