DAG-1 ist die Bezeichnung eines tragbaren Funkpeilgeräts (). Es war das US‑amerikanische Pendant zum britischen Huff‑Duff. Während und nach dem Zweiten Weltkrieg diente es zur Ortung fremder Funkstellen.

Geschichte Es wurde ab 1942 von der Firma Airplane & Marine Instruments mit Sitz in Clearfield (Pennsylvania) für die U.S. Navy hergestellt und zum Aufspüren und Lokalisieren feindlicher beziehungsweise geheimer () Sender verwendet, beispielsweise im Rahmen der U‑Boot-Jagd.

Aufbau Der Peilempfänger nutzt zwei unterschiedliche Antennen zum Empfang des zu peilenden Signals. Zum einen die Messantenne (sense antenna), die zum Aufspüren und als Referenz dient, zum anderen eine drehbare Rahmenantenne (loop antenna) zur Peilung (bearing). Beide Antennen sind steckbar und können zum Transport auch abgenommen werden.

Das Empfangsteil besteht im Wesentlichen aus einem Überlagerungsempfänger () mit einer ZF von 465 kHz. Das Antennensignal durchläuft einen HF‑Vorverstärker und wird mithilfe eines Lokaloszillators (variable frequency oscillator VFO) in einem Mischer auf die feste ZF umgesetzt. Das ZF‑Signal wird in zwei aufeinanderfolgenden Stufen schmalbandig verstärkt und anschließend gleichgerichtet. Das detektierte NF‑Signal wird verstärkt und mithilfe eines Lautsprechers und über einen Kopfhörer akustisch ausgegeben. Der Empfänger verfügt über einen zuschaltbaren Schwebungssummer (beat frequency oscillator BFO), um auch empfangene CW hörbar zu machen.

Peilung mini|Prinzip der Funkortung mithilfe von Triangulation hier mit drei Funkpeilern Die Ortung eines fremden Senders erfolgt durch Triangulation. Wenn möglich, werden dazu mehrere Funkpeiler verwendet, es kann jedoch auch ein Gerät nacheinander an verschiedenen Stellen benutzt werden. Mithilfe der von Hand drehbaren Rahmenantenne wird von mindestens zwei (besser drei oder mehr) Positionen aus die Richtung der Funkquelle bestimmt und in eine Karte eingetragen (Bild). Der Schnittpunkt der Richtungsmarkierungen identifiziert den Ort der Quelle.

Daten DAG-1 Spezifikationen Frequenzbereich 1,6 MHz…18,2 MHz (3 Bänder) Band 1 1,6 MHz…3,6 MHz Band 2 3,6 MHz…8,1 MHz Band 3 8,1 MHz…18,2 MHz Zwischenfrequenz (ZF) 465 kHz Demodulationen AM und CW Anzeige Audio (6 mW) Abmessungen (L×B×H) 185 mm × 420 mm × 345 mm Gewicht 15 kg

Literatur

Weblinks

Foto der Frontplatte. Blockschaltbild.

Einzelnachweise

Kategorie:Funkpeilung Kategorie:Historischer Funkempfänger Kategorie:Hochfrequenzmessgerät Kategorie:Militärtechnik (Zweiter Weltkrieg) Kategorie:Seekrieg im Zweiten Weltkrieg Kategorie:U-Jagd Kategorie:Wissenschaft und Technologie im Zweiten Weltkrieg