Marlene le Roux (geb. 1967 in Wellington, Westkap) ist eine südafrikanische Bürgerrechtlerin für die Rechte von Menschen mit Behinderungen und für Frauen. Sie ist CEO des Artscape Theatre Centre in Kapstadt. Sie ist Mitgründerin des Women’s Achievement Network for Disability (WAND). Für ihren Einsatz erhielt sie 2012 den Deutschen Afrika-Preis. 2018 wurde sie mit dem britischen Commonwealth Point of Light ausgezeichnet. Ehrendoktorwürden verliehen ihr 2017 die Cape Peninsula University of Technology und 2021 die Universität Stellenbosch.

Leben Le Roux wurde 1967 in Wellington (Westkap) geboren und ist dort aufgewachsen. Im Alter von drei Monaten erkrankte sie an Poliomyelitis, was zu einer bleibenden Beeinträchtigung ihres Beins geführt hat. Nach dem Schulabschluss studierte sie an der University of the Western Cape Musik (B.Mus.) und erwarb 1989 ein Higher Diploma in Education sowie 1991 den B.Ed. Später erhielt sie an der Universität Stellenbosch ein Management-Diplom. Ihre berufliche Laufbahn begann als Musiklehrerin, bevor sie 2001 als Director of Audience Development and Education zum Artscape Theatre wechselte. In der Folge wurde sie CEO des Hauses und war die erste Frau an der Spitze der Institution.

Wirken Gemeinsam mit Karen Smit gründete sie das Women’s Achievement Network for Disability (WAND), das Arbeitskreise zur Stärkung der Teilhabe und Sichtbarkeit für Mädchen und Frauen mit Behinderungen schafft. Die Gründung von WAND erfolgte 2014 mit dem Ziel der Stärkung der Rechte von Frauen mit Behinderung. Unter ihrer Leitung baute Artscape Programme aus und verankerte kulturelle Bildung für Jugendliche aus marginalisierten Gemeinden. Für ihre Beiträge zu darstellender Kunst, Bildung und gesellschaftlichem Wandel erhielt sie 2017 die Ehrendoktorwürde der Cape Peninsula University of Technology. 2012 wurde le Roux gemeinsam mit Pieter-Dirk Uys mit dem Deutschen Afrika-Preis ausgezeichnet, der von der Deutschen Afrika Stiftung verliehen wird. 2018 folgte die internationale Anerkennung durch den Commonwealth Point of Light. Als Herausgeberin des Buchs Look at Me (2008) trug sie zur Sichtbarkeit von Frauen mit Behinderungen bei. Auch zuletzt meldete sie sich öffentlich zu Fragen der Behindertenpolitik zu Wort, etwa 2024 mit einem offenen Brief an Präsident Cyril Ramaphosa.

Einzelnachweise

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