mini|Ruf des Pavuasittichs mini|Verbreitungsgebiet des Pavuasittich

Der Pavuasittich (Psittacara leucophthalmus), Syn. Psittacus leucophthalmus; Aratinga leucophthalma, ist eine Papageienart aus der Familie der Eigentlichen Papageien (Psittacidae) aus der Gattung Psittacara.avibase.bsc-eoc.org, in Avibase – Die Weltvogel-Datenbank. Abgerufen am .P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF

Der Vogel kommt nahezu in ganz Südamerika einschließlich der Insel Trinidad, aber nicht in Chile vor.N. Collar, P. F. D. Boesman und C. J. Sharpe: White-eyed Parakeet (Psittacara leucophthalmus), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World, 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Psittacara leucophthalmus

Die Art wurde früher in die Gattung Aratinga gestellt, aufgrund molekulargenetischer Studien ab dem Jahre 2013 der Gattung Psittacara zugeordnet.

Der Lebensraum umfasst das Amazonasbecken bis 1700 m in den Anden, Gebirgsausläufer und Tiefland meist entlang von Flüssen, Waldränder, Savanne, buschbestandenes, sumpfiges Gelände, auch Mangroven. Auf Terra Firme wird die Art meist nur überfliegend beobachtet. Sie fliegt im Schwarm etwas höher als der Weddellsittich (Aratinga weddellii).Thomas Scott Schulenberg, Douglas Forrester Stotz, Daniel Franklin Lane, John Patton O’Neill, Theodore Albert Parker III: Birds of Peru. Princeton University Press, 2007, ISBN 978-0-691-04915-1M. McMullan: Field Guide to the Birds of Colombia Rey Naranjo Editores, 2018, ISBN 978-958-8969-77-0

Merkmale Die Art ist 32–35 cm groß und wiegt zwischen 100 und 218 g, ein weitgehend grüner Sittich mit blasserer Unterseite und weißlichem Augenring. Im Gegensatz zu anderen Vertretern der Gattung Psittacara ist die Rotfärbung am Kopf an einzelne eingestreute rote Flecken an den Kopfseiten und am Nacken beschränkt. Schulterfedern, Flügelbug und Flügelrand sind rot, ebenso die äußersten kleinen Flügelunterdecken. Die Unterseite der Flugfedern und der Schwanz sind olivfarben, die großen Flügelunterdecken sind hell gelb. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht. Die Iris ist rot, der Schnabel und die Beine sind hornfarben. Jungvögel sind meist durchgehend grün, mit nur wenig roter und gelber Fiederung.

Geografische Variation Es werden folgende Unterarten anerkannt:IOC 15.1 Parrots, cockatoosAviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025 P. l. callogenys (, 1891), – Südostkolumbien bis Ostecuador, Nordwestperu und äußerster Nordwesten Brasiliens, größer und dunkler mit dickerem Schnabel P. l. leucophthalmus (, 1776), Nominatform, – Venezuela bis Guyanas, Brasilien, Bolivien, Paraguay und Nordargentinien P. l. nicefori (, 1946), – nur ein Präparat aus Guaicaramo in Kolumbien, rotes Band über der Stirn. Diese Unterart wird mitunter synonymisiert mit P. l. callogenysT. Juniper und M. Parr: Parrots. A Guide to the Parrots of the World, 1998., als mögliche abweichende Form derselben oder als Hybrid mit dem Kolumbiensittich (Psittacara wagleri) betrachtet.J. M. Forshaw: Parrots of the World. 3. Auflage, 1989, ISBN 978-0-7018-0024-6

Die vorgeschlagene Unterart Conurus propinquus (, 1862) wird lediglich als Synonym zur Nominatform betrachtet.

Stimme Die Lautäußerungen werden als scharfes Quietschen und als laute raue Rufe „scree-ah“ oder „curee’ee’ee“ beschrieben, laut und schrill, insbesondere im Fliegen.

Lebensweise Die Art tritt meist in kleinen Gruppen, gelegentlich paarweise auf, ist auch an Lehmlecken zu finden. Riesige Schwärme wurden in Französisch-Guayana zwischen Juni und August beobachtet, wenn die Palmen Früchte tragen.

Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Früchten, aber auch aus Blüten, Pflanzensamen und gelegentlich Gliederfüßern. Bevorzugte Gewächse sind unter anderem Goupia glabra, Tetragastris altissima, Allanotoma lineata, Norantea guianensis.

Die Brutzeit liegt in Guyanas im Februar, in Peru wohl zwischen Juli und August, in Südwestbrasilien zwischen Januar und März, in Argentinien um den November herum. Das Nest wird in einer Baumhöhle angelegt. Das Gelege besteht aus 3 bis 4 Eiern, die über etwa 4 Wochen ausgebrütet werden.

Etymologie und Forschungsgeschichte links|mini|Perruche, de la Guiane bei Buffon Die Erstbeschreibung des Pavuasittichs erfolgte 1776 durch Philipp Ludwig Statius Müller unter dem wissenschaftlichen Namen Psittacus leucophthalmus. Als Verbreitungsgebiet gab er Guyana an und bezog sich auf Perruche, de la Guiane von Georges-Louis Leclerc, Comte de Buffon.Georges-Louis Leclerc, Comte de Buffon (1765–1783), Tafel 407. 1825 führte Nicholas Aylward Vigors die neue Gattung Psittacara für den Pavuasittich (Syn.: Psittacus gujanensis (, 1788)) ein.Nicholas Aylward Vigors (1825), S. 388–389. Psittacara ist ein Kofferwort aus Psittacula , 1800 und Ara , 1799.Psittacara The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Der Artname leucophthalmus ist ein Wortgebilde aus und .leucophthalmus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Callogenys bildet sich aus und .callogenys The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Nicefori ist Antoine Rouhaire (1888–1980) gewidmet, der als Bruder Nicéforo María bekannt war. Propinquus leitet sich von ab.propinquus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay acht Bälge, gesammelt von Eugen Josef Robert Schuhmacher (1906–1973), Hans Krieg (1888–1970) und Michael Mathias Kiefer (1902–1980) aus Zanja Moroti im Bergland des Río Apa, aus San Luis de la Sierra im Departamento Concepción, aus Nueva Germania und aus Independencia zur Verfügung. Außerdem standen ihm drei Exponate von Georg Wieninger (1859–1925) aus Bernalcue bei Asunción zur Verfügung. In der Literatur sah er in Lambaré durch Hans Hermann Carl Ludwig von BerlepschHans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch (1887), S. 25., in Sapucai durch Charles ChubbCharles Chubb (1910), S. 263, in Colonia Risso durch Tommaso SalvadoriTommaso Salvadori (1895), S. 18 sowie im Departamento Alto ParanáArnaldo de Winkelried Bertoni (1914), S. 45. und am Río ConfusoArnaldo de Winkelried Bertoni (1930), S. 247. durch Arnaldo de Winkelried Bertoni als Nachweis für das Land. Außerdem erwähnte er Maracaná del maracaná verdeFélix de Azara (1805), S. 415–418. von Félix de Azara.Alfred Laubmann (1939), S. 177–178.

Gefährdungssituation Der Bestand gilt als „nicht gefährdet“ (Least Concern).

Literatur

Weblinks

Macaulay Library Multimedia Peruaves Pavuasittich auf Briefmarken

Einzelnachweise

Kategorie:Neuweltpapageien