Daniel Biyaoula (* 11. September 1953 in Brazzaville; † 25. Mai 2014 in Paris) war ein kongolesischer Schriftsteller. Er wurde mit seinem Roman L’Impasse (1996) bekannt, der 1997 mit dem Grand Prix littéraire d’Afrique noire ausgezeichnet worden ist. Zu seinen weiteren Romanen zählen Agonies (1998) und La Source de joies (2003). Er starb am 25. Mai 2014 in Paris.
Leben Biyaoula wurde 1953 in der Republik Kongo geboren. Er besuchte die Schule in Linzolo und das Lycée Pierre-Savorgnan-de-Brazza, wo er 1975 das Baccalauréat erwarb. Anschließend ging er für ein Hochschulstudium nach Frankreich und erlangte einen Doktorgrad in Mikrobiologie. Über mehrere Jahrzehnte lebte und arbeitete er in Frankreich.
Wirken In seinem Werk befasst sich Biyaoula mit Themen wie Migration, Rückkehr und Identitätskonflikten zwischen Afrika und Europa, wobei er oftmals den Blickwinkel diasporischer Mobilitätserfahrungen einnimmt. L’Impasse (1996) inszeniert den Blick eines Rückkehrers nach Brazzaville und entfaltet Entwurzelung, Unzugehörigkeit und Ernüchterung. Der Roman wird häufig der Strömung der „Migritude“-Literatur zugeordnet. Für L’Impasse erhielt Biyaoula 1997 den Grand Prix littéraire d’Afrique noire. In Agonies (1998) thematisiert er Exil und prekäre Identität im Umfeld eines Pariser Banlieues. La Source de joies (2003) betont Freundschaft und bilanziert die Irrwege einer Jugendgeneration. Er galt als bedeutender kongolesischer Schriftsteller der 1990er- und 2000er-Jahre.
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Roman, Epik Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Kongolese (Republik Kongo) Kategorie:Geboren 1953 Kategorie:Gestorben 2014 Kategorie:Mann