Der Golden Sahara II war ein Konzeptfahrzeug auf Basis des „Golden Sahara“ von Designer George Barris, basierend auf dessen eigenem verunfallten Lincoln Capri aus dem Baujahr 1953.

Dieses Fahrzeug „fiel“ schließlich Jim „Street“ Skonzakes in die Hände, der schon am Golden Sahara mitarbeitete und der Meinung war, dass das Fahrzeug noch technische Erweiterungen benötige. In der Folge nahmen er und sein Team umfassende Änderungen technischer Art und an der Innen-Ausstattung vor. Barris arbeitete weiter mit. Dieser entwarf z. B. die Farbe, in die Fischschuppen gemischt wurden, um einen Glitzereffekt zu erzielen.

Dieser Artikel beschreibt die zweite Version, die mit dem automatischen Bremssystem einen ersten Ausblick auf autonomes Fahren im Jahr 1956 zeigt.Hagerty Abgerufen am 29. August 2025 (englisch).Motorius Abgerufen am 29. August 2025 (englisch).

Design und Einbauten Das Fahrzeug war deutlich vom „Jet Zeitalter im Automobildesign“ inspiriert und nahm für seine Zeit technische Entwicklungen vorweg. Die gesamten Umbaukosten bezifferte Jim Street in einer Fernsehsendung mit 75.000 USD, was einem heutigen Gegenwert von etwa 700.000–750.000 USD entspricht.

Verbaut wurden ein Fernseher (Antenne auf dem Heck), zwei Radios (verschiedene Bandbreiten), ein Tonbandgerät und eine automatische Heckklappe, sowie ein nicht funktionierendes Telefon als Vision. Eine gekühlte Cocktailbar befand sich mittig zwischen den zwei hinteren Sitzen. In den vorderen Sitzen gab es eine Massagefunktion. Die Fußmatten waren beleuchtet. Das Cockpit des Unfallwagens wurde farblich vergoldet und war schon in Version I verbaut. Überhaupt wurde viel mit Goldfarbe gearbeitet, daher schon der Name der ersten Version.

Technische Änderungen Das Fahrzeug konnte in der Version II dann ferngesteuert werden, der Empfänger befand sich im Kofferraum, der kleine Sender mit ausziehbarer Antenne konnte in der Hand gehalten werden. Der „Fahrer“ war in der Lage, von außen aus geringer Entfernung den Motor zu starten oder abzuschalten, langsam vorwärts zu fahren und zu lenken. Auch die Türen öffneten sich elektrisch und ferngesteuert, mussten aber händisch geschlossen werden. mini|Radar-Sensor rechts Ein automatisches Bremssystem, das mit Radar-SensorenZwischengas Abgerufen am 30. August 2025 nicht sehr zuverlässig in der Umgebung Objekte erfasste und die Bremse betätigte, könnte der erste Bremsassistent der Welt gewesen sein. Die futuristische Gestaltung der Sensoren verhinderte eine bessere Funktionalität.

Die von innen beleuchteten Reifen zeigten eine Fahrtrichtungsänderung und/oder Bremsen an, dafür wurde durchscheinendes synthetisches Gummi namens Neothane von Goodyear verwendet. Zusätzlich waren Blinker in den Felgen eingebaut.

Es gab kein übliches Lenkrad. Die Lenkung wurde einer Flugzeugsteuerung nachempfunden, konnte mitsamt der Lenkstange entfernt werden und fand im Kofferraum seinen Platz. Die Steuerung erfolgte dann über eine Art großen Joystick aus der Mitte des Fahrzeugs, so dass auch eine mitfahrende Person vom Beifahrersitz aus lenken, beschleunigen und bremsen konnte. Aber auch auf dem Cockpit befanden sich links und rechts Schalter, die eine beidseitige Lenkung ermöglichten.Motorious Abgerufen am 29. August 2025 (englisch).

Mit einer Sprachsteuerung konnten Fernseher und Radio eingeschaltet werden.Secretclassic

Rettung des Fahrzeugs Als Jim Street 1964 feststellte, dass Goodyear die Reifen nicht mehr produzierte, zog er handelsübliche Reifen auf und stellte das Automobil in seine Garage. Für die Öffentlichkeit war es 54 Jahre verschwunden. Nach Streets Ableben erschien das Concept Car 2018 in der Auktion, in der seine Sammlung versteigert wurde.Customcarchronicle über Speakeasy Customs Abgerufen am 29. August 2025 (englisch). Der US-Auto-Enthusiast Larry Klairmont ersteigerte für 385.000 USD das in erbärmlichemFotos des nicht restaurierten Fahrzeugs auf Customcarchronicles Abgerufen am 29. August 2025 (englisch). Zustand befindliche Fahrzeug für seine Klairmont Kollection (sic) in Chicago. Die Farbe hat zu gelblich braun gewechselt, es fehlten Teile der Karosserie, die Plexiglasscheiben waren teils blind. Die Arbeiten übernahm Speakeasy Customs in Chicago.

Goodyear bekam den Kauf mit und bot an, bei der Restauration zu helfen. Eine originalgetreue Wiederherstellung wäre ohne die lichtdurchlässigen Reifen nicht möglich gewesen. Verwendet wurden dann allerdings Vollgummi- statt Luftreifen und für die Beleuchtung wurde auf LED gesetzt. Die Vollgummireifen können nur langsam gefahren werden.

Das restaurierte Einzelstück wurde 2019 auf dem Genfer Autosalon von Goodyear als „erstes autonomes Fahrzeug der Welt“ präsentiert. Auch auf der Chicago Autoshow war es zu sehen (siehe Galerie oben).

In Film und Fernsehen mini|Jerry Lewis in Cinderfella 1961 Jim Street und seine Frau Sally stellten das Automobil in verschiedenen Fernsehsendungen als Technologieträger vor, er nannte es „Labor auf Rädern“.

1961 Aschenblödel, Film mit Jerry Lewis, englischer Titel CinderfellaIMCDB - Datenbank Autos in Filmen Abgerufen am 29. August 2025 (englisch). 1962 in der US-Show I've got a secret – Ausschnitte auf YoutubeAusschnitte aus US Show auf YouTube Abgerufen am 29. August 2025 (englisch).

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Konzeptfahrzeug