In der Liste der Kulturdenkmale in Kenzingen sind die Kulturdenkmale der Stadt Kenzingen im Landkreis Emmendingen in Baden-Württemberg aufgelistet.
Legende
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Kenzingen mini|Kenzingen Die mittelalterliche Stadt wurde in der Elzniederung am Übergang der Vorbergzone des Schwarzwalds in die Rheinaue errichtet. Die 773 genannte dörfliche Siedlung lag weiter östlich; dort verlief die alte Landstraße von Basel nach Frankfurt. Die Stadtgründung erfolgte 1249 durch Rudolf II. von Üsenberg. Nach der Teilung der Herrschaft Üsenberg 1291/92 war Kenzingen Mittelpunkt der „Niederen Herrschaft“. Diese kam 1343 an die Habsburger und 1805 an Baden. Durch einen von der Elz abzweigenden Kanal, die Kleine Elz, wurde das Stadtgebiet umgrenzt und entwässert. Die querovale Stadtanlage, durch ein Straßenkreuz in vier Viertel unterteilt, war von einer Ringmauer umgeben. Zwei Tore schlossen die breite Marktstraße, die Querachse der Anlage, im Südwesten und Nordosten ab (1838 abgebrochen). Erst 1495 wurde die Landstraße durch die Stadt geführt. Die ebenfalls breite Längsachse hatte nur im Südosten eine Pforte (‚Schwabentor’), die die Stadt mit der der alten Landstraße verband. Erst um 1845 erfolgte die Verlängerung nach Nordwesten über die Stadtbefestigung hinaus zum Bahnhof. Die einzelnen Stadtviertel sind durch weitere Längsstraßen und kurze verbindende Quergassen erschlossen. Im nordöstlichen Viertel bestimmt der Kirchplatz mit der Stadtpfarrkirche (1275 erwähnt; mehrfach umgebaut) die Baustruktur, im Nordwesten der Komplex des ehem. Franziskanerklosters (Kirche 1662 geweiht). Geschlossene Zeilen traufständiger Bürgerhäuser prägen das Bild der Wohn und Geschäftsstraßen. Die zugehörigen Wirtschaftsgebäude auf der Rückseite der tiefen Parzellen sind von den Nebenstraßen aus erschlossen. Die Bebauung ist heute noch weitgehend durch den Wiederaufbau des späten 17. und frühen 18. Jh., nach der Zerstörung der Stadt im Dreißigjährigen Krieg, geprägt. Die Hauptstraße zeichnet sich durch ihren breiten Straßenraum mit drei Brunnen, höhere Bebauung, Verwaltungsgebäude und stattliche Gasthöfe aus. Der Erker des Gasthofs „Zur Krone“ betont die nordwestliche Ecke der Hauptkreuzung; schräg gegenüber, zwischen Hauptstraße und Kirchplatz, liegt das Rathaus. Beide Gebäude des 16. Jh. wurden 1670/71 wiederaufgebaut. Der Flusslauf der Elz im Westen und das Alte Grün, eine weite Wiesenfläche entlang des Flusses im Süden, bilden eine markante Zäsur zwischen der Stadt und ihrem Umland. Die ringförmige Bebauung, die den Stadtkern umgibt – seit dem 14. Jh. wurde stadtseitig an die Ringmauer angebaut, seit dem 16. Jh. der Bereich des ehem. Grabens bzw. Zwingers (Oberer und Unterer Zirkel) bebaut – lässt deutlich den früheren Verlauf der Stadtbefestigung erkennen. Mit seiner gut erhaltenen Stadtumgrenzung und dem dichten historischen Baubestand hat Kenzingen wesentliche Merkmaler einer mittelalterlichen bzw. frühneuzeitlichen Landstadt bewahrt.
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