In der Liste der Kulturdenkmale in Beuren (bei Nürtingen) sind die Kulturdenkmale der Gemeinde Beuren im Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg aufgelistet.

Legende

Kulturdenkmale nach Ortsteilen

Balzholz

Beuren Beuren liegt in den Vorbergen der Mittleren Kuppenalb in einer Bucht des Albtraufes zwischen zwei Bergspornen. Der historische Ort erstreckt sich beidseits des als Stirnbach vom Albtrauf kommenden Beurener Baches. Auf dem südwestlichen Sporn befindet sich die Burg Hohenneuffen, die Mangold von Sulmentingen Anfang des 12. Jahrhunderts hatte errichtet lassen. Ursprünglich zur Herrschaft Neuffen gehörig kam Beuren schon mit seiner Erstwähnung 1304 an das Haus Württemberg. Über das nun württembergische Amt Neuffen verwaltet verblieb Beuren für immer bei dieser Landesherrschaft. Die bis heute selbständige Gemeinde Beuren gehörte von 1807 bis 1972 zum Oberamt bzw. Landkreis Nürtingen, danach zum Landkreis Esslingen.

Wie die meisten Inhaber von Burgen am Albtrauf gründeten auch die Edelfreien von Hohenneuffen neue Siedlungen, so mutmaßlich auch Beuren. Da Beuren keine, für die spätere Rodungsperiode typische Planstruktur aufweist, könnte der Ort schon im 12. Jahrhundert entstanden sein. Hierbei nutzte man den Beurener Bach als natürliche Leitlinie aus und legte dazu auf der südwestlichen Seite des mäandrierenden Baches die Hauptstraße an. Spätestens bis zu seiner Blütezeit im 15./16. Jahrhundert hatte sich Beuren zu einer straßendorfartigen Siedlung mit giebelständigen Anwesen entlang der im Zentrum leicht schwenkten Hauptstraße ausgebildet. Die kleinen Siedlungserweiterungen entlang der rechtwinklig von der Hauptachse abzweigenden Seitenstraßen dürften sich v. a. seit dem 18. Jahrhundert gebildet haben. Große Neubaugebiete entstanden in jüngster Zeit südlich und nordwestlich des Altortes.

Durch seine Lage unterhalb des Hohenneuffen hervorragend in die Landschaft eingebettet kennzeichnen steile Satteldächer die Dachlandschaft des in seinem Umfang dadurch gut abgrenzbaren Altortes. Lokal entfaltet sich der Turm der ev. Pfarrkirche St. Nikolaus als städtebauliche Dominante. Im Inneren stehen entlang der beherrschenden Hauptachse in giebelständiger Weise dicht gereiht Fachwerkanwesen mit in Bruchsteinmauerwerk ausgeführten Sockel- und Erdgeschossen. Oft erschließen sandsteingefasste Rundbogentore große Weinkeller im Untergeschoss und verweisen auf die weinbäuerliche Vergangenheit. Besonders bemerkenswert ist das durchschnittlich sehr hohe Alter der Anwesen, die – ebenso wie die Sonderbauten im zentralen Bereich – vielfach noch aus dem 15./16. Jahrhundert stammen. In dieser Dichte und Aussagekraft der Bausubstanz hat der Ort eine überragende Bedeutung für die ländliche Baukultur Baden-Württembergs und besitzt als Ensemble die Wertigkeit einer Gesamtanlage.

Einzelnachweise

Beuren