rechts|40px In der Liste der Kulturdenkmale in Schopfheim sind die Kulturdenkmale der Stadt Schopfheim im Landkreis Lörrach in Baden-Württemberg aufgelistet.

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Schopfheim Die Stadtgründung erfolgte vor 1283 durch die Herren von Rötteln. Im Süden wurde die alte Pfarrkirche St. Michael in die Ummauerung einbezogen, im Nordwesten die Burg der Stadtherren als Teil der Stadtbefestigung angelegt. 1316 ging Schopfheim an die Markgrafen von Hachberg-Sausenberg über. Vor 1380 erhielt die Stadt einen äußeren Befestigungsring mit Mauer und Graben. Im Nordosten, am Mühlbach, stand schon im 14. Jh. die Stadtmühle. Auf den Stadt-brand von 1412 folgte eine Zeit reger Bautätigkeit. Bis 1482 wurde die Stadtkirche erheblich vergrößert. Im Osten begann man, das Gelände zwischen den Gräben zu bebauen (Entegaststraße). Das herrschaftliche Schloss wurde nach Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg aufgegeben, die Stadtbefestigung 1689 zum Teil und 1813–36 vollständig beseitigt. Auf dem neu gewonnenen Gelände entstand im Süden, an der heutigen Hauptstraße, der neue Marktplatz, der die zunehmende Bedeutung der Stadt als Sitz eines Bezirksamts widerspiegelt. Von der Entwicklung der Textil- und Metallindustrie seit Mitte des 18. Jh. blieb der Stadtkern, das „Städtli“, weitgehend unberührt. Die Stadtbefestigung ist zwar verloren gegangen, der annähernd ovale mittelalterliche Kern zeichnet sich aber noch deutlich im Stadtgefüge ab. Vor allem im Westen, Norden und Nordosten ist der Grabenbereich gut ablesbar. Die Häuser entlang der Ringstraße (Wallstraße, Altstadt) schließen das „Städtli“ gegenüber der Stadt des 19. Jh. ab; in ihren Rückwänden sind Reste der inneren Stadtmauer erhalten geblieben. Die breite Torstraße, einst Marktstraße, bildet die Querachse des Stadtgrundrisses. Im Süden, auf dem Kirchplatz, nimmt die Michaelskirche die höchste Stelle im Stadtgebiet ein. Die Wallstraße, die die Altstadt im Westen durchzieht, war Teil des inneren Straßenrings; erst seit dem 19. Jh. führt sie nach Norden zur Wiese, nach Süden zum neuen Marktplatz mit den 1824–26 errichteten klassizistischen Verwaltungsbauten, dem Rathaus, dem ehem. Amtsgericht und dem ehem. Bezirksamt. Die traufständigen steinernen Bürgerhäuser und Adelshöfe des „Städtli“, so z. B. das „Hirtenhaus“ nördlich der Kirche, gehen häufig noch ins 16. Jh. zurück. Prägend sind die Aus- und Umbauphasen des 18. und frühen 19. Jh. Auch die heutige Baugruppe der Stadtmühle entstand im Wesentlichen im 18. Jh. Sowohl der mittelalterliche Stadtkern als auch die klassizistische Anlage des Marktplatzes sind gut überliefert. Sie lassen anschaulich die Entwicklung Schopfheims von der regional bedeutsamen Landstadt zur badischen Amtsstadt erkennen.

Wiechs

Einzelnachweise

Weblinks

! Schopfheim