In der Liste der Kulturdenkmale in Zell am Harmersbach sind die Kulturdenkmale der Stadt Zell am Harmersbach im Ortenaukreis in Baden-Württemberg aufgelistet.

Legende

Kulturdenkmale nach Ortsteilen Oberentersbach

Unterentersbach

Unterharmersbach

Zell Die Stadt liegt am Zusammenfluss zweier Schwarzwaldbäche, des Harmersbachs und der Nordrach, unweit deren Mündung in die Kinzig. Der Name, 1139 belegt, steht wohl im Zusammenhang mit einer ‚Cella’ in Unterharmersbach an der Stelle der späteren Wallfahrtskirche. Die Herrschaft über Zell war mit der Gengenbacher Vogtei verbunden und gelangte 1218 über das Hochstift Bamberg und die Herzöge von Zähringen an die Staufer. 1330 erließ der Kaiser der Stadt die Reichssteuer für Bauarbeiten an der Stadt (bzw. Stadtbefestigung). Als kleinste aller Reichsstädte konnte Zell diese Stellung nur im Bund mit Offenburg und Gengenbach (ab 1575) bewahren. Der große Stadtbrand von 1545 und Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg hemmten die Entwicklung. 1803 kam Zell an Baden. Nach Bränden in den Jahren 1899, 1904 und 1907 wurden qualitätvolle Bauten der Jahrhundertwende errichtet. Die annähernd elliptische Stadtanlage am nördlichen Ufer des Harmersbachs war durch einen doppelten Mauerring mit drei Tortürmen im Westen, Norden und Osten, dem Langen Turm (‚Storchenturm’) im Süden und mehreren Flankentürmen befestigt. Reste der Stadtbefestigung sind deutlich zu erkennen, vor allem im südlichen Abschnitt (Grabenstraße) mit dem Storchenturm (heute Museum), dem Hirschturm, einem wieder aufgebauten Rundturm im Südosten sowie längeren Mauerzügen und Freiflächen im Bereich des einstigen Stadtgrabens. Entlang des nordwestlichen Befestigungsabschnitts wird das Stadtgebiet vom Gewerbekanal durchflossen, an dem auch das alte Waschhaus liegt. Die breite Hauptstraße, der ehem. Straßenmarkt, durchzieht die Altstadt von Osten nach Westen. Fachwerkbauten auf massivem Erdgeschoss, meist giebelständig mit Krüppelwalmdach, wechseln mit Wohn- und Geschäftshäusern in Formen des Historismus und des Jugendstils ab. Die Stadtmitte nimmt das Rathaus von 1875 ein, dahinter die Alte Kanzlei von 1760. Dem Rathaus gegenüber zweigt die Kirchgasse nach Norden ab und führt zum Kirchhof vor dem ehem. nördlichen Stadtzugang mit der Pfarrkirche St. Symphorian, die 1789–1792 in Formen des Frühklassizismus neu errichtet wurde und dem alten Schul- und Mesnerhaus von 1719. An die Altstadt schließt im Osten die Oberstadt an, die nicht befestigt war. Weiter talaufwärts liegt die Wallfahrtskirche ‚Maria zu den Ketten’. 1480 errichtet, wurde sie bis 1911 mehrfach erweitert. Trotz der wiederholten Stadtbrände weist die kleine Reichsstadt ein geschlossenes historisches Stadtbild auf.

Einzelnachweise

Weblinks

! Zell am Harmersbach