Mahamoudou Ouédraogo (* 7. März 1956 in Ouagadougou) ist ein burkinischer Journalist, Schriftsteller und Kulturpolitiker.
Er war ab 1996 erstmals Minister (Kommunikation und Kultur) und leitete von 2002 bis Anfang 2006 das Ministerium für Kultur, Künste und Tourismus. Er gilt als Initiator des burkinischen Journalismuspreises „Prix Galian“ (1997) und als Mitbegründer der Universités africaines de la communication de Ouagadougou (UACO).
Leben Ouédraogo wurde in Ouagadougou geboren und erhielt seine journalistische Ausbildung am Centre d’études des sciences et techniques de l’information (CESTI) in Dakar. 1981 begann er bei der staatlichen Télévision nationale du Burkina (RTB/TNB), wo er sich als Nachrichtensprecher profilierte und zum Redaktionsleiter aufstieg. Im September 1992 wurde er Leiter von TNB. Im Oktober 1994 übernahm er als Leiter für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit Aufgaben im Präsidialamt (Rang: Conseiller). Im Jahr 1996 wurde er zum Minister für Kommunikation und Kultur berufen. Am 10. Juni 2002 übernahm er das Ressort Kultur, Künste und Tourismus; Anfang 2006 folgte ihm Aline Koala als Ressortchefin nach. 2009 schloss Ouédraogo an der Université Bordeaux III (Michel de Montaigne) eine Dissertation in den Informations- und Kommunikationswissenschaften mit dem Titel Économie des médias : le cas burkinabè (2000-2006) ab.
Wirken Als Fernsehjournalist prägte er RTB/TNB in leitenden Funktionen und trug zur Professionalisierung der audiovisuellen Berichterstattung in Burkina Faso bei. Als Minister initiierte er 1997 zur Schaffung von Leistungsanreizen und Vorbildern den „Prix Galian“ als nationale Auszeichnung für Journalisten und Kommunikatoren. 1997 ließ er zur strategischen Ausrichtung der Filmpolitik zudem „États généraux du cinéma burkinabè“ erarbeiten. Er gilt als einer der „Géniteurs“ der Universités africaines de la communication de Ouagadougou (UACO) und plädierte dort 2011 für eine aktive Anpassung der Medien an die digitalen Umbrüche. Ouédraogo veröffentlichte Fach- und literarische Werke, darunter Culture et développement en Afrique (2000), Internet au Burkina Faso : réalités et utopies (2002) und den Roman Roogo (2003). Seine Dissertation aus dem Jahr 2009 analysiert die ökonomischen Rahmenbedingungen der burkinischen Medien in den Jahren 2000 bis 2006 und wurde in französischen und burkinischen Medien rezipiert.
Einzelnachweise
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