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In der Liste der Kulturdenkmale in Haslach im Kinzigtal sind die Kulturdenkmale der Stadt Haslach im Kinzigtal im Ortenaukreis in Baden-Württemberg aufgelistet.
Legende
Kulturdenkmale nach Ortsteilen
Bollenbach
Haslach Der Ort ist wohl noch im 12. Jh. von den Herzögen von Zähringen als Hauptort des mittleren Kinzigtals, eines bedeutenden Bergbaureviers für Silbererz, gegründet worden. 1241 wird es als staufischer Reichssteuerort genannt. 1283 übertrug König Rudolf von Habsburg die 1278 privilegierte Stadt als Reichslehen den Grafen von Fürstenberg. Ab 1286 war Haslach Residenz der jüngeren fürstenbergischen Linie. Nach deren Aussterben 1386 kam es in Besitz der Hauptlinie. Residenz war es nur noch vorübergehend. Graf Heinrich VI. (1432–90) ließ das Schloss umfassend instand setzen, die Kirche und wohl auch das Rathaus neu errichten. 1505 wurde die Straße durch das Kinzigtal in die Stadt verlegt. Die Stadtbefestigung erhielt einen zweiten Ring mit Mauer und Graben. Schon im Dreißigjährigen Krieg in Mitleidenschaft gezogen, wurden Stadt und Schloss 1704 im Spanischen Erbfolgekrieg durch die Franzosen niedergebrannt. Der Wiederaufbau der Stadt erfolgte unter Beibehaltung des alten Grundrisses; die Schlossruine wurde 1747 abgebrochen. 1806 kam Haslach an Baden. Die Stadtanlage mit ihrem runden, zum Teil noch durch die äußere Stadtmauer begrenzten Umriss wird von der umgelenkten Kinzigtalstraße durchzogen und gegliedert. Diese tritt im Westen in die Altstadt ein und führt zum Marktplatz in der Stadtmitte. Im Osten bildet das alte Pfarrhaus von 1706 den räumlichen Abschluss dieser Achse. Südlich des Marktplatzes, im abgegrenzten Bereich des ehem. Kirchhofs, erhebt sich die Kath. Pfarrkirche St. Arbogast. Vom spätgotischen Bau ist der Westturm erhalten (datiert 1481). Das Langhaus von 1781–83 wurde 1907–09 nach Osten verlängert, im Norden kam ein höherer Turm hinzu. An den Westturm schließt der ‚Kasten’, das fürstenbergische Zehntgebäude von 1550 an. Jenseits des Burggässchens, im Südwesten der Stadt, stand das Schloss der Stadtherren. Am Rathaus an der Nordseite des Marktplatzes, 1732 über der Bogenhalle des Vorgängerbaus errichtet, knickt die Hauptstraße nach Norden ab. Begleitet von Parallelstraßen führt sie durch den bürgerlichen Stadtteil hindurch und verlässt die Altstadt, wieder rechtwinklig abbiegend, im Nordosten, an der Stelle des ehem. Oberen Tores. Der doppelte Befestigungsring ist noch am Verlauf der Straßen (Innerer Graben, Engelstraße) ablesbar. Die bürgerliche Bebauung besteht zum großen Teil aus giebelständigen Häusern, häufig mit Fachwerk über gemauertem Erdgeschoss. Südwestlich der Altstadt liegt das ehem. Kapuzinerkloster (1630–33 errichtet, heute Heimatmuseum) mit der Grablege der Fürstenberger in der Klosterkirche. Trotz Verlust des Schlosses lässt die gut erhaltene historische Bebauung die Bedeutung des einstigen Herrschaftssitzes erkennen.
Weblinks
Quellen
Haslach im Kinzigtal