miniatur|Gustav Heinemann (1969)

Der Gustav-Heinemann-Bürgerpreis ist eine Auszeichnung für Personen, Gruppen oder Organisationen, die sich um Freiheit und Gerechtigkeit in eigenverantwortlicher Haltung verdient gemacht haben. Der Preis wurde im Jahr 1977 im Gedenken an den früheren Bundespräsidenten Gustav Heinemann von der SPD gestiftet. Er wird jährlich, möglichst in zeitlicher Nähe zum 23. Mai, dem Tag der Verkündung des Grundgesetzes, vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Er soll für alle Ermutigung sein, die von Gustav W. Heinemann vorgelebten Bürgertugenden zu verwirklichen.

In der Satzung heißt es:

Die Vorschläge zur Preisverleihung unterbreitet ein Kuratorium, das vom SPD-Parteivorstand eingesetzt wird. Dem Kuratorium gehören unter anderem Christina Rau (Witwe des früheren Bundespräsidenten Johannes Rau und Enkeltochter von Gustav Heinemann), Helga Grebing (Historikerin), Peter Heinemann (Jurist, Sohn Gustav Heinemanns), Manfred Wichelhaus (Theologe, Schwiegersohn Gustav Heinemanns), Niels Annen, Jürgen Schmude, Christel Riemann-Hanewinckel, André Schmitz, Karsten Rudolph, Brigitte Zypries und Dietmar Nietan an. Vorsitzender des Kuratoriums ist Henning Scherf.

Preisträger 1977: Freiburger Hilfsgemeinschaft e. V. für psychisch Kranke, Behinderte und Gefährdete 1977: Deutsche Sektion von Amnesty International 1977: Kurt Scharf, Altbischof 1978: Redaktion von Kennzeichen D 1979: Arbeitskreis für das ausländische Kind e. V. und Sozialkritischer Arbeitskreis Darmstädter Bürger e. V. 1980: Heinrich Albertz, Pastor und Politiker 1981: Deutsche Gesellschaft für Friedens- und Konfliktforschung 1982: Egon Bahr, Politiker 1983: Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste und Josef Felder 1984: Zentralstelle für Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen e. V. und Major Helmuth Prieß 1985: Deutsche Sektion von Greenpeace 1986: Käte Strobel, Bundesministerin a. D. 1987: Gebrüder von Braunmühl 1988: Bundesarbeitsgemeinschaft kritischer Polizistinnen und Polizisten 1989: Flüchtlingsbeirat Berlin 1990: Friedrich Magirius 1991: Marie-Schlei-Verein e. V. 1993: Regine Hildebrandt, Politikerin 1994: Schwester Monika Hesse, für ihr Engagement für Berliner Obdachlose; Monika Hauser, Gynäkologin und Gründerin von medica mondiale 1995: Schüler Helfen Leben, deutsch-polnische Schulpartnerschaft Carl-von-Ossietzky-Oberschule Berlin-Kreuzberg/Liceum Ogolnoksztalcace Now Sol/Lessing-Gymnasium Hoyerswerda 1996: Klaus Staeck, Künstler; Franziska Hundseder 1997: Forum Ziviler Friedensdienst 1998: Friedhelm Hengsbach, Eduard Wörmann 1999: Hans-Joachim Fliedner, Leiter a. D. des Kulturamtes der Stadt Offenburg 2000: Ruth Misselwitz, Ulrike Poppe, Andrea Richter 2001: Michael Hugo, Bürgerrechtler, Chemnitz/Weimar 2002: Erhard Eppler, Bundesminister a. D. 2003: Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz 2004: Lucienne Schmitt und Hans Leyendecker, Journalist 2005: Kein Preis verliehen 2006: Nicole Lüdeking und Jana Böttner 2007: Peter Eigen, Gründer von Transparency International 2008: (nicht vergeben) 2009: Bianca Richter von der Bürgerinitiative „Demokratie anstiften“ in Reinhardtsdorf-Schöna und Richard Schröder 2010: Heinz Buschkowsky 2011: Discover Football 2012: Klaus Mertes 2013: Dritte Generation Ostdeutschland 2014: Patrick Dahlemann, SPD-Pressemitteilung 157/14 vom 6. Mai 2014 2015: Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC) 2016: Aktionsnetzwerk Leipzig nimmt Platz 2017: Can DündarGustav-Heinemann-Preis: SPD zeichnet Erdoğan-Kritiker Can Dündar aus, Artikel des SPD-Parteiorgans Vorwärts, abgerufen am 3. September 2017. 2018: (nicht vergeben) 2019: Pulse of Europe 2020: (nicht vergeben) 2021: Aktion meet2respect 2022: (nicht vergeben) 2023: Belarusische Gemeinschaft „Razam“ 2024: (nicht vergeben) 2025: (nicht vergeben) 2026: Kinder- und Jugendbeirat Torgelow und Kristina Hänel

Weblinks spd.de – Gustav-Heinemann-Bürgerpreis

Einzelnachweise

Kategorie:Auszeichnung (SPD) Kategorie:Gustav Heinemann Kategorie:Erstverleihung 1977