Karl Fischer-Walden (zuerst Karl Fischer; * 19. März 1884 in Leipzig; † nach 1962) war ein deutscher Schauspieler, Schriftsteller und Filmemacher in Leipzig und Berlin.
Leben Karl Fischer stammte aus armen Verhältnissen. Er wurde Schauspieler und spielte zwanzig Jahre am Schauspielhaus in Leipzig. 1912 veröffentlichte er erste Erzählungen aus dem Soldatenleben, danach einige weitere belletristische Werke. 1921 gründete er das Amateurtheater Proletarische Bühne in Leipzig. Seit 1933 lebte er in Berlin.
1945 war Karl Fischer-Walden Pressevertreter des Magistrats von Berlin und durfte an Magistratssitzungen teilnehmen.Dieter Hanauske (Hrsg.): Die Sitzungsprotokolle des Magistrats der Stadt Berlin 1945/46. 1945, Spitz, Berlin 1995, S. 387–388 (kurze Auszüge); Beschluss, Dokument Nr. 12 In diesem Jahr lebte er in Berlin-Köpenick in der Semliner Straße 62.Amtliches Fernsprechbuch, Berlin 1945, S. 153, vgl. auch die vorherigen Adressbücher in Berlin Im April 1946 war er Mitglied der deutschen Prüfungskommission, die den bekannten Schauspieler Gustaf Gründgens von einer möglichen Mittäterschaft in der NS-Zeit freisprach.Thomas Blubacher, Gustaf Gründgens. Biographie, Henschel, Leipzig 2013, S. 161 In diesem Jahr machte er zahlreiche Wahlwerbefilme für die SED für die Kommunalwahlen. 1949 wurde er Mitglied der neu gegründeten Sozialdemokratischen Aktion (SDA), einer SED-freundlichen Gruppe in der SPD.Werner Schuder (Hrsg.): Kürschners Deutscher Literatur-Kalender, 54, 1963, S. 162, auch in vorherigen Jahrgängen erwähnt 1962 lebte er noch in Köpenick.
Schriftstellerische Werke Karl Fischer-Walden verfasste Erzählungen, Bühnenstücke und einen Roman. Soldaten sein schön! Bilder aus Kaserne und Lazarett, Leipzig 1912, 4 AuflagenBörsenblatt für den deutschen Buchhandel, vom 7. Mai 1912, S. 5246, zur 3. Auflage Bilder von der Schmiere, Novellen, 1913 Das Erbe, Drama, 1919 Der Besessene, 1920 Maruschka. Ein Stück aus dem Jahr 1943 in zwei Akten, Aufbau Berlin 1946 Pack zu! Roman, Sachsenverlag Dresden 1950
Filmografie Fischer-Walden drehte mindestens 16 Wahlwerbefilme für die SED zu den Gemeindewahlen im Oktober 1946 bei der DEFA.Doris Hackbarth, Günter Schulz (Red.), DEFA 1946–1964. Studio für populärwissenschaftliche Filme (und Vorläufer). Filmografie, Henschel, Berlin 1997, S. 4, 491f., 541
Das geht auch Dich an! (Aufbau; Brachland; Druckmaschine; Flügeltransportarbeiter; Gesundheitswesen; Kriegsversehrte; Volksgaststätten; Volkshochschulen: Wissenschaften; Wohnungswesen), zehn Folgen, mit Answald Krüger Familie Haase; Haase hamstert; Haase hat Brachland; Haase sieht der Arbeit zu; Herr Haase wählt; Sein Name ist Haase, er ...
Literatur Konrad Feilchenfeldt (Hrsg.): Deutsches Literatur-Lexikon. Das 20. Jahrhundert. Band 9. K. G. Saur, München 2009. S. 13
Weblinks Filme von Fischer-Walden Dokumentarfilmgeschichte
Filme von Fischer-Walden Filmportal
Handschriften von und an Karl Fischer-Walden Kalliope
Einzelnachweise
Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1884 Kategorie:Gestorben im 20. Jahrhundert Kategorie:Mann