François-Borgia Marie Evembé, auch als Evemba Njoku’a’Vembe bekannt, ist ein kamerunischer Schriftsteller. Bekannt wurde er mit dem 1966 bei Présence africaine erschienenen Debütroman Sur la terre en passant, für den er 1967 den Grand prix littéraire d’Afrique noire erhielt.
Leben und Wirken Evembe wurde 1938 in der Küstenstadt Kribi im Süden Kameruns geboren. Sein Roman Sur la terre en passant (Présence africaine, 1966) verknüpft eine Großstadterfahrung aus Yaoundé mit einer bildstarken, bisweilen halluzinatorischen Prosa. In einer vielzitierten Analyse deutete Richard Bjornson das Buch als „Poetik der Scham“ und als implizite Kritik an Kirche, Staat und Teilen der Négritude-Bewegung. Für Sur la terre en passant wurde Evembe 1967 mit dem Grand prix littéraire d’Afrique noire bedacht. Neben dem Roman legte er weitere literarische Arbeiten vor, darunter den Erzählband Les morts… de demain (Éditions Clé in Co-Edition mit NENA). In den 2010er- und 2020er-Jahren trat Evembe wiederholt in Fernsehgesprächen als gesellschaftspolitischer Kommentator in Erscheinung.
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Roman, Epik Kategorie:Kameruner Kategorie:Geboren 1938 Kategorie:Mann