Das Gebiet Hirschfelsen ist ein mit Verordnung vom 20. Februar 2004 durch die Körperschaftsforstdirektion Freiburg ausgewiesener Bannwald (Schutzgebiet-Nummer 100039) bei Oberried im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, in Baden-Württemberg.
Lage Das Schutzgebiet befindet sich südöstlich von St. Wilhelm (Oberried). Es liegt im Staatswald Kirchzarten auf dem Flurstück 190 Gemarkung St. Wilhelm und umfasst die Abteilung 5 im Distrikt II zum Teil.https://wnsinfo.fva-bw.de/waldschutzgebiete/80239/
Der Bannwald liegt im Naturschutzgebiet Feldberg und er ist Teil des FFH-Gebiets Hochschwarzwald um den Feldberg und Bernauer Hochtal.
Im Schutzgebiet liegen sechs Biotope: BW "Hirschfelsen", NSG "Feldberg" - Altholz mit der Biotopnummer 281133154430, BW "Hirschfelsen", NSG "Feldberg" - Felsen mit der Biotopnummer 281133154431, NSG "Feldberg" - Buchenwald Ibenfelsenweg mit der Biotopnummer 281133154466, BW "Hirschfelsen", NSG "Feldberg" - Blockwald mit der Biotopnummer 281133155640, NSG "Feldberg" - Felsen W u. SW Wittenbach mit der Biotopnummer 281133154436 und NSG "Feldberg"-Blockhalden mit der Biotopnummer 281133155641.
Geologie Der Untergrund besteht aus einem mäßig frischen Block- und Felshang.
Vegetation Im Bannwald kommen laut Waldbiotopkartierung die folgenden Arten vor: Weiß-Tanne, Berg-Ahorn, Ähriges Christophskraut, Wald-Frauenfarn, Felsen-Leimkraut, Hänge-Birke, Wald-Reitgras, Wald-Segge, Gemeine Hasel, Drahtschmiele, Großblütiger Fingerhut, Gewöhnlicher Dornfarn, Berg-Weidenröschen, Rotbuche, Wald-Schwingel, Echter Schaf-Schwingel, Gemeine Esche, Waldmeister, Gewöhnlicher Flügelginster, Ruprechtskraut, Weißliche Hainsimse, Wald-Hainsimse, Wald-Bingelkraut, Mauerlattich, Wald-Sauerklee, Gemeine Fichte, Waldkiefer, Hain-Rispengras, Quirlblättrige Weißwurz, Espe, Hasenlattich, Vogelkirsche, Brombeeren, Roter Holunder, Fuchssches Greiskraut, Echte Mehlbeere, Salbei-Gamander, Bergulme, Heidelbeere, Gewöhnliches Gabelzahnmoos, Etagenmoos, Zypressenschlafmoos, Mnium, Schönes Widertonmoos, Großes Kranzmoos, Braunstieliger Streifenfarn, Besenheide, Roter Fingerhut, Niedriges Habichtskraut, Stieleiche, Kleiner Sauerampfer, Weiße Fetthenne, Gewöhnliche Vogelmiere, Dreiblättriger Baldrian, Andreaea rupestris, Antitrichia curtipendula, Laubmoose, Grimmia ovalis, Hedwigia ciliata, Langblättriges Weißgabelzahnmoos, Bucklandiella heterosticha, Rhytidiadelphus triquetrus, Wanderfalke, Wald-Zwenke, Gelber Fingerhut, Echter Wurmfarn, Wald-Habichtskraut, Vogelbeere, Dicranella heteromalla, Goldenes Frauenhaarmoos, Hügel-Weidenröschen, Tannenbärlapp, Breitblättriger Dornfarn.
Schutzzweck Der Schutzzweck des Bannwalds ist gemäß Schutzgebietsverordnung die unbeeinflusste, spontane Entwicklung des Waldes mit seinen Tier- und Pflanzenarten (Schutz des Sukzessionsablaufs, Prozessschutz) sowie die wissenschaftliche Beobachtung der Entwicklung zu gewährleisten. dies beinhaltet den Schutz der Lebensräume und -gemeinschaften, die sich im Gebiet befinden, sich im Verlauf der eigendynamischen Entwicklung des Waldbestandes innerhalb des Schutzgebietes ändern oder durch die eigendynamische Entwicklung entstehen.
Betreuung Wissenschaftlich betreut wird der Bannwald durch die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (BVA).
Siehe auch Liste der Bannwälder in Baden-Württemberg
Weblinks
mit Verordnung, Datenauswertebogen und Karte https://www.chilli-freiburg.de/specials/freizeit-in-der-region/erkunden-erleben/urwald-der-zukunft-ranger-tour-im-st-wilhelmer-tal/
Einzelnachweise
Kategorie:Waldschutzgebiet im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald Kategorie:Geographie (Oberried, Breisgau) Kategorie:Schutzgebietsgründung 2004