Klervi, auch Klerwi, Creirvia, Creiwy, Clervie der Bretagne, und auch Chreirbia, (* um 475 in Aremorica; † im 6. Jahrhundert ebenda) war die Tochter von Fragan und Gwenn. In der römisch-katholischen Kirche wird sie als Heilige verehrt. Ihr Gedenktag ist der 3. Oktober,nominis.cef.fr (französisch) „Sainte Klervi - Fille de Saint Fragan (Ve siècle)“ gelegentlich wird auch der 21. Dezember genannt.
Familie Ihr Vater war der heilige Fragan, ihre Mutter die heilige Gwenn Teirbron (auch Guen, Gwen, Alba, Blanche, Candida, Gwenna, Gwennaig). Fragan soll der Prinz von Albany (Schottland) gewesen sein. Andere Quellen sagen, dass er ein naher Verwandter von Cathoun, einem König oder Prinzen von Wales, gewesen sei.Eintrag auf zeno.org zu „Fraganus“Alban Butler: The Lives of the fathers, Martyrs, and other principal Saints. Henry & Company (Hrsg.), London 1857, Band 1, Seite 275, Eintrag „St. Winwaloe.“ (englisch) (online).
Gwenn war die Tochter von Emyr Llydaw und Enkelin von Aldor, einem frühen Häuptling von Armorica, der seinen Sitz hatte, wo heute Châtelaudren ist. Gwenn war in erster Ehe mit Eneas Lydewig verheiratet. Ihr gemeinsamer Sohn ist der heilige Cadfan. Als Witwe heiratete sie Fragan.S. Cadfan In: Sabine Baring-Gould, John Fisher: The Lives of the British Saints: The Saints of Wales and Cornwall and Such Irish Saints as Have Dedications in Britain Volume 2, London 1908, S. 1 bis 9 (online) Der Einfall der Angelsachsen in Großbritannien veranlasste Fragan in der Mitte des 5. Jahrhunderts, mit seiner Familie in die heutige Bretagne zu fliehen. Er ließ sich in Aremorica (auch Armorica) nieder und evangelisierte die Gegend. Die Eheleute Fragan und Gwenn hatten vier gemeinsame Kinder: die heiligen Zwillinge Guetenocus (auch Gwethenoc) und Jacut (auch Jakutus, Jagu, Jacut von Landoac, Jacut von der Bretagne, James)Eintrag auf zeno.org zu „Guetenocus, S.“ und Klervi. Ihr viertes Kind Guengalaenus (auch Gwethenoc, Guénolé, Guignolé, Winwaloe, Winwaloäus, Winwaloke, Gwenolau oder auch Winwallus) wurde in der Bretagne geboren. Einige Quellen sagen auch, dass er in Britannien geboren sein könnte.The Every-Day Book and Table Book, Band 2, Seite 282 London 1837, Eintrag: March 3. St. Winwaloe (online).
Legende mini|hochkant|Der Brunnen „Saint-Guénolé“ in Saint-Frégant In Saint-Frégant steht ein im 16. Jahrhundert entstandener Brunnen aus Kersantit. In der Nische seines Aufbaus sind der heilige Guénolé (Guengalaenus) und seine jüngere Schwester Klervi dargestellt. An seinen rechten Arm ist ein (abgebrochener) Stab angelehnt, in der Hand hält er ein Auge seiner Schwester und in der linken eine Gans. Die Legende besagt, eine Gans habe Klervi ein Auge (in anderen Versionen auch beide Augen) herausgerissen und verschluckt. Ihr Bruder, der in seinem Kloster betete, wurde von einem Engel darüber informiert. Er packte die Gans, schnitt sie auf und holte das Auge heraus und setzte es seiner Schwester wieder ein, die ihr Augenlicht vollständig wiederbekam.(französisch) „Saint-Frégant : Histoire, Patrimoine, Noblesse (commune du canton de Lesneven)“
Verehrung Im Tal der Heiligen (frz. Vallée des Saints) steht seit 2016 eine Klervi-Statue.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
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