alternativtext=Chiesa si San Pancrazio|mini|hochkant|San Pancrazio in Genua mini|hochkant|Innenansicht San Pancrazio ist eine katholische Kirche im historischen Zentrum von Genua in der italienischen Region Ligurien. Sie befindet sich in der gleichnamigen Piazza im Stadtviertel Maddalena, nahe der Via Fossatello und Via di Sottoripa. Seit 1976 wird sie von der Delegazione di Genova e Liguria des Souveränen Malteserordens betreut, der hier regelmäßig seine Gottesdienste feiert.
Geschichte Die erste Erwähnung einer Kirche an dieser Stelle stammt aus dem Jahr 1023, als der Bischof Landolfo II. in einem Dokument die Kirche als Nachbarbau von San Marcellino nennt.G.B. Cevasco: Descrizione di Genova e del Genovesato, Tipografia Ferrando, Genova, 1846. Am 24. März 1593 wurde sie durch ein Breve von Papst Clemens VIII. den genuesischen Familien Calvi und Pallavicini als Pfarrkirche zugewiesen.La chiesa di S. Pancrazio auf www.irolli.it, abgerufen am 3. Februar 2014 (Archivversion).
Auf Veranlassung des genuesischen Adligen Camillo Pallavicini, Oratorianer, wurde am 1. Juli 1645 die Genueser Niederlassung der Kongregation des hl. Philipp Neri in der Kirche gegründet.Storia della chiesa di S. Filippo auf www.oratoriosanfilippo.org. Die Gemeinschaft wurde während der Pest von 1656–1657 dezimiert, 1659 jedoch neu konstituiert und zog bald darauf in die Via Lomellini um, wo ab 1674 eine neue Kirche errichtet wurde.
Die ursprüngliche Kirche wurde 1684 beim Bombardement Genuas durch die Flotte Ludwigs XIV. zerstört. Der heutige barocke Bau entstand im 18. Jahrhundert nach Plänen des Architekten Antonio Maria Ricca.Touring Club Italiano: Guida d’Italia – Liguria, Mailand, 2009.
Während des Zweiten Weltkriegs erlitt die Kirche erneut schwere Schäden durch alliierte Luftangriffe, wurde danach jedoch restauriert. Seit 1976 befinden sich neben der Kirche die Zentrale der Delegation und seit 1993 ein vom Malteserorden betriebenes Ambulatorium, in dem jährlich tausende medizinische Untersuchungen durchgeführt werden.Website der Delegation Ligurien des Malteserordens
Architektur und Ausstattung Die Fassade der Kirche ist halbkreisförmig und wird von vier Pilastern mit pflanzenförmigen Kapitellen gegliedert. Das Kircheninnere besteht aus einem einzigen hohen Raum mit Kuppel.
Zu den wichtigsten Kunstwerken zählen:
die Apsisfresken von Giacomo Antonio Boni, die den hl. Pankratius darstellen, der von Engeln in den Himmel getragen wird,C.G. Ratti: Instruzione di quanto può vedersi di più bello in Genova in pittura, scultura ed architettura, ecc., Genova, 1780. ein Triptychon mit Szenen aus dem Leben des heiligen Pankratius (Anfang 16. Jahrhundert), zugeschrieben Adriaen Isenbrant, das 1691 zerlegt und kürzlich restauriert hinter dem Hochaltar wieder zusammengesetzt wurde, eine Statue des heiligen Pankratius von Filippo Parodi (17. Jahrhundert), eine Statue der Madonna della Misericordia von Francesco Maria Schiaffino (18. Jahrhundert).
Literatur Nadia Pazzini Paglieri, Rinangelo Paglieri: Chiese in Liguria. Genova, Sagep Editrice, 1990, ISBN 88-7058-361-9. Touring Club Italiano: Guida d’Italia – Liguria. Mailand, 2009. G.B. Cevasco: Descrizione di Genova e del Genovesato. Tipografia Ferrando, Genova, 1846. C.G. Ratti: Instruzione di quanto può vedersi di più bello in Genova in pittura, scultura ed architettura, ecc. Genova, 1780.
Weblinks
Website der Ligurischen Delegation des Malteserordens Seite zu San Pancrazio auf irolli.it
Einzelnachweise
Pancrazio Kategorie:Pankratiuskirche Kategorie:Kirchengebäude im Erzbistum Genua Kategorie:Barocke Kirche Kategorie:Barockbauwerk in Ligurien Kategorie:Erbaut im 18. Jahrhundert Kategorie:Kirchengebäude in Europa