Okwiri Oduor (* 1989 in Nairobi) ist eine kenianische Schriftstellerin. Sie erhielt 2014 für die Kurzgeschichte My Father’s Head den Caine Prize for African Writing. Im selben Jahr wurde sie für das Hay-Festival-Projekt Africa39 ausgewählt. Ihr Debütroman Things They Lost erschien 2022.
Leben und Wirken Oduor wurde 1989 in Nairobi geboren. Sie erwarb einen Masterabschluss am Iowa Writers’ Workshop. Sie war Fellow u. a. bei MacDowell und Art Omi und Visiting Writer am Lannan Center der Georgetown University. Im Jahr 2013 leitete sie das erste Writivism Literary Festival in Kampala, Uganda. Oduor lebt in Deutschland.
Ihre frühe Novelle The Dream Chasers wurde 2012 beim Commonwealth Book Prize ausgezeichnet. Mit My Father’s Head gewann sie 2014 den Caine Prize; die Juryvorsitzende Jackie Kay lobte die Geschichte als „von joyceschem Anspruch“ und als „eine erhebende Geschichte über Trauer“. Die Preisverleihung fand in der Bodleian Library in Oxford statt. Die preisgekrönte Erzählung stammt aus der Anthologie Feast, Famine and Potluck (Short Story Day Africa, 2013). Ebenfalls 2014 wurde Oduor in die Auswahl der Africa39-Autorinnen und -Autoren aufgenommen.
Ihr Debütroman Things They Lost (2022) erzählt von der 13-jährigen Ayosa Brown in einer ostafrikanischen Kleinstadt und kann als Adoleszenzroman mit Elementen des magischen Realismus verstanden werden. Oduor nennt Einsamkeit, Trauer und die Mutter-Tochter-Beziehung als zentrale Themen des Romans. Kirkus Reviews urteilte über den Roman: „Eine Freude zu lesen.“ Oduors Erzählungen erschienen u. a. in Granta.
Einzelnachweise
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