Wilhelm Wegescheid (* 1849 in Himmerkusen (Oberbergischer Kreis); † 20. August 1928 in Oerlinghausen) war ein deutscher Kaufmann und gehörte als Mitglied der Freisinnigen Volkspartei und später als Vertreter der Deutschen Demokratischen Partei dem Landtag Lippe an.
Leben Nach seiner Schul- und Berufsausbildung im Bergischen Land kam Wilhelm Wegescheid als Kaufmann nach OerlinghausenUniversitäts- und Landesbibliothek Bonn; Lippische Landeszeitung vom 22. August 1928 Digitalisat und war von 1886 bis 1906 als Prokurist bei der Firma Carl Weber & Co. beschäftigt. Er schloss sich dort der freisinnigen Bewegung an, deren Vorsitzender er wurdeJürgen Hartmann:Gegensätze – Spannungen - Konflikte, Oerlinghausen im Kaiserreich 1890–1918, in Rosenland, Zeitschrift für lippische Geschichte 29/2024 Digitalisat. Diese Bewegung gehörte zur Deutschen Freisinnigen Partei, spaltete sich 1893 nach Richtungskämpfen und schloss sich erst 1910 als Freisinnige Partei mit der Deutschen Volkspartei zusammen und wurde zur Fortschrittlichen Volkspartei. An der Parteiversammlung nahm Wegescheid teil. Er wurde Nachfolger seines Freundes Wilhelm Bruns im 7. Wahlkreis (Ämter Schötmar und Oerlinghausen), wo er sich gegen den Kandidaten der SPD durchsetzte. 1913 gewann er die Stichwahl in Oerlinghausen und hatte bis zur Revolution 1918 einen Sitz im lippischen Landtag. 1919 trat er ohne Erfolg für die Deutsche Demokratische Partei an, die 1918 aus der Fortschrittlichen Volkspartei hervorgegangen war.
Wegescheid verstarb 1928 in Oerlinghausen.Lippische Chronik; Lippischer Kalender 1929 S. 77Digitalisat
Weblinks Eintrag für Wilhelm Wegescheid bei LippeLex
Einzelnachweise
Kategorie:Landtagsabgeordneter (Fürstentum Lippe) Kategorie:Mitglied der Freisinnigen Volkspartei Kategorie:Mitglied der Fortschrittlichen Volkspartei Kategorie:DDP-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1849 Kategorie:Gestorben 1928 Kategorie:Mann