Trickdiebstahl ist ein Diebstahl, bei dem die Wegnahme durch eine Täuschung verschleiert wird, das heißt die Wegnahme ist für den Betroffenen als solche nicht erkennbar.

Methoden Der Trickdieb wendet verschiedene Methoden an, um das Opfer abzulenken, zu täuschen oder in die Irre zu führen, um den Gewahrsam zu brechen. Dies kann u. a. durch Vortäuschung einer Notlage mit Appell an die Hilfsbereitschaft, von Hilfsbereitschaft, einer Befugnis zum Betreten der Wohnung, einer persönlichen Beziehung oder einer Anlage- und Investmentplattform

erfolgen. der Stadt Berlin. Da häufig Senioren von Trickdiebstählen betroffen sind, versucht die Polizei, verschiedene Präventionsmaßnahmen durch Initiativen und Beratung. In den vergangenen Jahren kommt es – vor allem mit Blick auf Krypto-Investments – zudem häufiger zu Fällen unter jüngeren Menschen, bei denen Betrüger oft erhebliche Beträge von ihren Opfern erbeuten.

Deutschland Formen von Trickdiebstahl Die beim Trickdiebstahl verwendeten Formen sind vielfältig und können nach Region variieren. Dabei schaffen es die Täter meist sehr schnell, sich an aktuelle politische oder gesellschaftliche Entwicklungen anzupassen. Sie greifen häufig gezielt Themen auf, die durch Medienberichterstattung bekannt sind, um ihren Behauptungen Glaubwürdigkeit zu verschaffen: Wenn beispielsweise in der Politik eine erhöhte Besteuerung von Bankeinlagen gefordert wird, erzählen sie ihrem Opfer unter Verweis auf Zeitungs- oder Fernsehberichte („Sie haben doch sicher auch schön gehört...“), „aus sicherer Quelle“ zu wissen, dass dies tatsächlich eingeführt würde. Da sich das Opfer an die entsprechenden Medienberichte erinnert, glaubt es dem Täter und lässt sich von ihm überreden, seine Ersparnisse anderweitig zu deponieren, wobei der Täter sie entwendet. Auch neu erlassene Vorschriften werden von den Tätern auf diese Weise genutzt, indem sie vorgeben, die Einhaltung der neuen Vorschrift kontrollieren zu müssen.

In Deutschland sind vor allem die folgenden Methoden verbreitet:

Zutritt zur Wohnung/Diebstahl Zetteltrick: Der Täter bittet um einen Zettel, um etwas aufschreiben zu können. Variante 1: eine Nachricht für den Nachbarn, Variante 2: Einkäufe für die Nachbarin. Das Opfer schreibt, ist abgelenkt. Ein Komplize schleicht in die Wohnung und stiehlt Schmuckstücke.Geneviève Wood: Trickbetrug: Polizei warnt Rentner. In: Hamburger Abendblatt, 28. November 2002.Ganovenpärchen. In: Hamburger Wochenblatt, 13. April 2016, S. 2. Autorenkürzel (th). Wasserglastrick: Der Täter bittet um ein Glas Wasser. Variante 1: Das Opfer holt ein Glas Wasser. Ein Komplize schleicht in die Wohnung und stiehlt. Variante 2: eine angeblich Schwangere bittet um ein Glas Wasser. Beim Eintreten in die Wohnung lässt sie die Tür angelehnt. Eine Komplizin stiehlt. Tüchertrick: Der Täter präsentiert Seidentücher und lenkt ab. Ein Komplize schleicht in die Wohnung und stiehlt. Deponiertrick: Ein Deponierer arbeitet ohne Mittäter. Er will Geld- und Schmuckverstecke ausfindig machen. Er beobachtet, wo ältere Menschen hingehen oder am Fenster einer Wohnung stehen. Eingangsfragen sind: „Wie geht es Dir?“ „Rate mal, wer ich bin?“ Wegen Urlaubs will der Täter vermeintlich Geldbeträge bei seinem Opfer deponieren. Dabei stiehlt er stattdessen das dort deponierte Geld oder den Schmuck.André Zand-Vakili: Die neuen miesen Enkeltricks. In: Hamburger Abendblatt, 26. Oktober 2015, S. 9. Heizungsablesertrick: Der angebliche Heizungsableser gibt den Opfern Anweisungen an mehreren Thermostaten der Heizkörper zu drehen. Variante 1: Der Täter durchwühlt die Schränke, weil er vermeintlich etwas Spitzes braucht. Variante 2: Er wandert durch die Räume und stiehlt.Seniorin bestohlen. In: Hamburger Wochenblatt, 27. Januar 2016, S. 2. Autorenkürzel (th). Wasserwerke-/Rohrbruchtrick: Der Täter behauptet, es habe einen Rohrbruch im Haus bzw. in der Straße gegeben. Variante 1: Er schickt sein Opfer ins Badezimmer und bittet, das Wasser zehn Minuten lang fließen zu lassen und zu beobachten. Variante 2: Er bittet darum, das Wasser mit Hilfe eines Pointers, mit dem das Opfer auf das Wasserrohr zielen muss, keimfrei zu machen.Kriminalreport Südwest in SWR/SR-Fernsehen am 1. April 2019, 20:15-21:00 Uhr. In dieser Zeit stiehlt er Wertgegenstände aus der Wohnung. Rauchmelderprüfer-Trick: Ein vermeintlicher Kontrolleur verschafft sich Zutritt zur Wohnung und stiehlt beim Rundgang.Marianne Höhn: So schützen Sie Ihr Geld. In: TV Hören und Sehen, 22/2017, S. 32–35. Pflegedienstleister-Trick: Eine vermeintliche Mitarbeiterin eines Pflegedienstleisters verschafft sich Zutritt zur Wohnung. Variante 1: Sie lenkt durch die Frage, ob das Opfer Geld wechseln könne, ab. Variante 2: Sie behauptet es gebe Unstimmigkeiten in der Krankenakte. Variante 3: Täter gibt sich als Vertreter der gewohnten Pflegekraft aus und bittet die Pflegebedürftige, sich aufs Bett zu legen.Kriminalreport Südwest in SWR/SR-Fernsehen am 1. April 2019, 20:15-21:00 Uhr. Ein Komplize betritt die Wohnung unbemerkt und stiehlt Schmuck.Trickdiebe unterwegs. In: Hamburger Wochenblatt, 29. Dezember 2015, S. 2. Autorenkürzel (th).Trickdiebe geben sich als Mitarbeiter von Pflegedienst aus. In: Hamburger Abendblatt, 10. September 2016, S. 14, Autorenkürzel (zv). Störungsbeseitigungstrick: Vermeintliche Telefontechniker, Bankmitarbeiter, Steuerfahnder, Gasableser, Prüfer für den Kabelanschluss wollen erfundene Störungen in der Wohnung/Pannen bei Girokarten oder Konten beheben/Nachzahlungen einkassieren. Geforderte Geldzahlungen oder Wertgegenstände aus der Wohnung sind verloren. Einbrechertrick: Täter fangen ältere Menschen vor der Wohnungstür ab und behaupten, es sei eingebrochen worden. Sie müssten dies prüfen. Wenn die Täter in die Wohnung eingelassen werden, durchsuchen sie diese und lassen Geld und Schmuck mitgehen.Trickbetrüger fangen Senioren vor ihrer Wohnungstür ab. In: Hamburger Abendblatt, 30. Januar 2016, S. 17. Autorenkürzel (ant). Polizisten-/Zivilfahndertrick: Die Täter behaupten Polizisten zu sein, sind es aber nicht. Sie täuschen ihre Opfer durch „Ausweis“ und „Polizeimütze“ und Forschheit über ihren Betrug hinweg. Variante 1: Sie dringen in die Wohnung ein, um die Räume zu durchsuchen. Dabei stehlen sie.Falsche Beamten schweigen vor Gericht. In: „Hamburger Abendblatt“, 24. August 2017, S. 15. Variante 2: Zwei vermeintliche Polizisten unterhalten sich in der Wohnung mit dem Opfer. Einer davon bittet, die Toilette benutzen zu dürfen, und durchsucht dann die WohnungVier alte Menschen bestohlen – Polizei warnt vor Trickdieben. In: Hamburger Abendblatt, 21. Januar 2016, S. 11. Autorenkürzel (ant). Variante 3: Sie wollen sich in der Wohnung vermeintlich nach Falschgeld umschauen. Diese Trickdiebe lassen sich entlarven, indem ihr Dienstausweis geprüft und gegebenenfalls unter Tel. 110 ihre Identität geklärt wird.Falsche Polizisten versuchen Senioren zu bestehlen. In: Hamburger Abendblatt, 20. Juli 2016, S. 11. Bankmitarbeitertrick: Variante 1: Ein vermeintlicher Bankmitarbeiter gibt vor, wegen technischer Probleme die EC-Karte überprüfen zu müssen. Er lässt Kontonummer und PIN in ein mitgebrachtes Tablet eintippen. Danach wird das Konto leergeräumt. Variante 2: Vermeintlich ausgezahltes Falschgeld wird „sichergestellt“. Handtaschentrick: Ein Täter entwendet die Handtasche. Sein Komplize gibt sich als Polizist aus, der den Handtaschendiebstahl dokumentieren und klären soll. Der vermeintliche Polizist stiehlt Wertsachen aus der Wohnung. Taschenträgertrick: Diesem Trick fallen meist ältere Menschen zum Opfer, die nicht mehr gut tragen können. Der Täter bietet Hilfe beim Tragen von Taschen oder Gehwagen an. Variante 1: Dabei stiehlt er Wertsachen, die sich darin befinden. Variante 2: Täter geht mit in die Wohnung, Opfer wird in der Wohnung abgelenkt, Komplize stiehlt Wertgegenstände. Spendensammlertrick: Spendensammler für Phantasieorganisationen sammeln Geld und behalten es. Wohnungsschlüsseltrick: Unmittelbar beim Verlassen der Wohnung werden die Opfer vom Täter durch ein Gespräch abgelenkt. Währenddessen wird der Wohnungstürschlüssel unbemerkt entwendet. Danach wird die Wohnung durchsucht.Taschendiebe stehlen Türschlüssel älterer Damen. In: Hamburger Abendblatt, 27. Februar 2016, S. 11. Quelle: (dpa). Falsche Wunderheilerin: Durch ein Ritual mit Geld soll ein Fluch gelöst werden, der vermeintlich auf dem Opfer liege. Das Geld wird während der Zeremonie geschickt entwendet.Angebliche Heilerin erbeutet mehrere tausend Euro. In: vorsicht-trickbetrug.de Schreckensbotschafter: Dem Opfer wird von einem vermeintlichen Rettungsdienstmitarbeiter oder Krankenpfleger mitgeteilt, der Partner (oder Freund, Verwandter, Nachbar…) sei verunglückt und schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die entstehende Verwirrung und Aufregung wird zum Diebstahl genutzt. Barerstattungstrick: Die Täter kündigen die Rückzahlung aus Strom-, Wasser-, Gasrechnungen in bar an. Diese soll in der Wohnung übergeben werden. Den Aufenthalt in der Wohnung nützen sie zum Diebstahl von Wertgegenständen.

Ablenkung auf der Straße/Diebstahl Anrempeltrick: Täter rempelt an, lenkt ab und bestiehlt das Opfer. Antanztrick, auch Ronaldo-Trick: Hüpfen oder Tanzen während der für den Diebstahl nötigen Annäherung, zumeist in Gruppen von zwei oder drei Tätern und bei alkoholisiertem Opfer in Vergnügungsvierteln, im Umfeld von Diskotheken oder auf Straßenfesten etc.Düsseldorfer Polizei warnt vor jungen Dieben und ihrem „Antanztrick“. In: nrz.de, 14. Januar 2014.Was sich hinter dem "Antanztrick" verbirgt. In: stern.de Auch während der sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht 2015/16 in Köln, wo es auch zu Eigentumsdelikten kam, soll dieser Trick massenhaft angewandt worden sein. Beschmutzertrick: Der Täter beschmutzt scheinbar versehentlich die Kleidung des Opfers. Während er anschließend versucht, den Dreck abzuwischen, stiehlt er unbemerkt Gegenstände aus der Jacke des Opfers. Blumentrick: Ein Fremder oder mehrere Fremde begrüßen das Opfer scheinbar freundschaftlich, umarmen es, stecken ihm womöglich eine Blume ans Revers. Durch die Ablenkung und die freudige Überraschung merkt das Opfer nicht, dass ihm die Brieftasche entwendet wird. Heiler-Trick: Variante 1: Der Täter spricht das behinderte Opfer an, gestikuliert mit seinen „heilenden Händen“ und stiehlt unbemerkt. Variante 2: Die falschen Heilerinnen wollen das Opfer von einem Fluch befreien. Als Beweis für den Fluch lassen sie das Opfer ein frisch gekauftes Ei zerbrechen. Aus dem zerbrochenen Ei kommt eine schwarze Flüssigkeit heraus. Das Opfer sollen Bargeld an die Heilerinnen übergeben. Das Geld wird von den falschen Heilerinnen in ein Tuch eingewickelt. Das Opfer werden aufgefordert das Tuch, das durch Trick nur noch Papierschnipsel enthält, längere Zeit am Körper zu tragen. Das Geld ist verloren.Die Polizei warnt. Betrug durch falsche Heilerinnen. In: Hamburger Wochenblatt, 11. September 2019, Autorenkürzel (wb). Geldwechseltrick: Variante 1: Der Täter bittet um das Wechseln von Münzen. Während das Opfer im Kleingeldfach seiner Geldbörse kramt, stiehlt der Täter unbemerkt Scheine aus dem Portemonnaie.Peter Kröger: So schützen sie sich vor Betrügern. In: TV Hören und Sehen, 30/2015, S. 27–28. Variante 2: Der Täter bittet um das Wechseln eines Geldscheines. Er hält den Geldschein über das Geldscheinfach und entwendet aus dem Geldscheinfach des Opfers Scheine. Geld-verloren-Trick: Im Visier sind Menschen, die gerade Geld bei der Bank abgehoben haben. Der Täter wirft unbemerkt Münzen auf die Straße. Unter dem Hinweis, „Sie haben Geld verloren“, hilft der Täter beim Aufsammeln und bestiehlt sein Opfer währenddessen aus Jacken- oder Handtasche.