Die haitianisch-nigerianischen Beziehungen beschreiben das bilaterale Verhältnis zwischen der Republik Haiti einerseits und der Bundesrepublik Nigeria andererseits.

Die im Jahr 1804 von Frankreich unabhängig gewordene Republik Haiti und die 1960 vom Vereinigten Königreich in die Unabhängigkeit entlassene Bundesrepublik Nigeria nahmen am 28. Januar 1978 diplomatische Beziehungen auf.

Es wurden keine diplomatischen oder konsularischen Vertretungen im jeweils anderen Land eingerichtet. Nigerias Hochkommissar in Jamaika ist in Haiti nebenakkreditiert.

Nach der Abspaltung der überwiegend von Igbo besiedelten Region Biafra von Nigeria und dem daraus resultierenden Krieg (1967 bis 1970) war Haiti einer der wenigen Staaten, der die Republik Biafra anerkannt haten und ihr Hilfe leisteten.

Nigeria beteiligte sich mit einer Polizeieinheit an der Stabilisierungmission der Vereinten Nationen für Haiti (MINUSTAH; 2004 bis 2017).

Am 23. August 2023 eröffnete die Hochkommissarin Maureen Tamuno und der haitianische Bildungsminister Nesmy Manigat eine Schule in Saut-d’eau im Arrondissement Mirebalais. Dabei handelte es sich um eine Hilfe Nigerias, die nach dem Erdbeben von 2010 zugesagt, deren Realisierung jedoch immer wieder verschoben wurde. Anlässlich der Zeremonie betonten Vertreter beider Länder die durch die Nachkommen der Igbo-Gemeinschaft aus Nigeria begründeten historischen Beziehungen beider Länder.

Seit der Formalisierung der bilateralen Beziehungen waren weder im politischen noch im wirtschaftlichen Bereich besondere Aktivitäten zu beobachten, die über Absichtserklärungen hinausgingen.

Weblinks

Einzelnachweise