mini|Wappen derer von Krosigk Johanna Dorothea von Krosigk, auch Kroseck (* 20. Mai 1698; † 27. Januar 1761 in KöthenDaten nach Eduard Emil Koch: Geschichte des Kirchenlieds und Kirchengesangs. Band I/4, 3. Auflage, Stuttgart: Belser 1868, S. 442.) war eine deutsche evangelisch-lutherische Stiftsdame und Kirchenlieddichterin.

Leben Johanna Dorothea von Krosigk entstammte dem Adelsgeschlecht von Krosigk. Sie war die dritte Tochter des anhaltischen Landrats Aribert Siegfried von Krosigk (1665–1707) auf Beesedau, Hohnsdorf und Sandersleben und dessen erster Frau Susanna Catharina, geb. von Bodenhausen aus dem Hause Görzig.Johann Seifert: Genealogie hoch-adelicher Eltern und Kinder. Regensburg 1724, S. 298.Rudolph von Krosigk: Nachrichten zur Geschichte des Dynasten- und Freiherren-Geschlechtes von Krosigk. Berlin 1856, S. 117, Nr. 168. Georg Aribert von Krosigk und Bodo von Bodenhausen waren ihre Großväter; der preußische Generalmajor Christian Siegfried von Krosigk (1700–1757) war ihr jüngerer Bruder. mini|Gisela-Agnes-Stift

Ihr Kirchenlied Lob, Lob sey Jesu unserm Lamm (nach ) findet sich in der dritten Auflage der Cöthnischen Lieder von 1740 von Johann Ludwig Konrad Allendorf Die ehedeß eintzeln gedruckte Cöthnische Lieder Zum Lobe des Dreyeinigen Gottes und zur gewünschten reichen Erbauung vieler Menschen, mit einem Dreyfachen Register nach den Biblischen Sprüchen Inhalt, und Anfang der Lieder, zusammen herausgegeben. Köthen 1740, S. 115 Nr. 46., späteren AuflagenZ. B. Esslingen 1760, S. 109 Nr. 46. und zahlreichen zeitgenössischen Sammlungen.So schon 1745 in Johan Thommen: Erbaulicher Musicalischer Christen-Schatz, Bestehend aus Fünfhundert Geistlichen Liedern … Basel 1745, S. 604 Nr. 461.

Ein Eintrag von ihr aus den 1740er Jahren ist im Album amicorum der Pietistin Eleonora Benigna Lindner überliefert.Eintrag in der Datenbank Repertorium alborum amicorum, abgerufen am 6. September 2025.

Am 20. Januar 1749 kam sie als Fünfzigjährige in das von der Regentin Gisela Agnes 1711 gegründete Damenstift Gisela-Agnes-Stift in Köthen, wo sie auch zwölf Jahre später verstarb.Stiftsbuch des Gisela-Agnes-Stifts 1731–1877, StA Köthen 10/112/H55.

Mit dem Abflauen des klassischen Pietismus und dem Einzug der Aufklärungstheologie und dann des Neuluthertums in die Gesangbücher geriet Johanna Dorothea von Krosigk weitgehend in Vergessenheit. So musste Johann Karl Schauer 1855 in seiner Studie zur Hymnologie Anhalts feststellen, sie sei „bis jetzt von den Hymnologen nicht erwähnt.“J. K. Schauer: Hymnologie der Herzoglich Anhalt’schen Lande. In: Allgemeine Kirchenzeitung 34 (1855), Sp. 674–680, hier Sp. 677. Eduard Emil Koch nahm sie dann allerdings wenig später in seine Geschichte des Kirchenlieds und Kirchengesangs auf.Eduard Emil Koch: Geschichte des Kirchenlieds und Kirchengesangs. Band I/4, 3. Auflage, Stuttgart: Belser 1868, S. 442.

Literatur Johann Karl Schauer: Hymnologie der Herzoglich Anhalt’schen Lande. In: Allgemeine Kirchenzeitung 34 (1855), Sp. 674–680, hier Sp. 677 Rudolf von Krosigk: Nachrichten zur Geschichte des Dynasten- und Freiherren-Geschlechtes von Krosigk. Berlin 1856, S. 117 Eduard Emil Koch: Geschichte des Kirchenlieds und Kirchengesangs. Band I/4, 3. Auflage, Stuttgart: Belser 1868, S. 442

Einzelnachweise

Kategorie:Kirchenlieddichter Kategorie:Person des Christentums (Anhalt) Kategorie:Person (Köthen (Anhalt)) Johanna Dorothea Kategorie:Pietist Kategorie:Geboren 1698 Kategorie:Gestorben 1761 Kategorie:Frau