mini|Andrea Tarrodi bei den schwedischen Grammy Awards 2018
Johanna Andrea Tarrodi, geborene Lindberg (* 9. Oktober 1981 in Stockholm) ist eine schwedische Komponistin.
Leben Tarrodi besuchte das Musikgymnasium von Stockholm. Sie studierte Arrangement und Komposition an der Musikhochschule in Piteå von 2000 bis 2002 bei Jan Sandström und von 2003 bis 2009 an der Königlichen Musikhochschule Stockholm unter anderem bei Pär Lindgren, Jesper Nordin und Marie Samuelsson.
Ihre Musik wurde unter anderem in der Royal Albert Hall im Rahmen der BBC Proms, im Barbican Centre, im Wiener Musikverein und in der Berliner Philharmonie von Orchestern wie dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem BBC Philharmonic, dem Symphonieorchester des Schwedischen Rundfunks, dem Königlichen Philharmonischen Orchester, dem Cape Philharmonic Orchestra, dem Spartanburg Philharmonic, dem Malmö Sinfonieorchester, Swedish Chamber Orchestra, Västerås Sinfonietta, den akademischen Frauenchor Linnea, dem Rundfunkchor Stockholm und den Eric Ericson Kammerchor aufgeführt.
Im Jahr 2018 wurde sie für die CD Tarrodi String Quartets mit dem Dahlkvistquartett mit einem Grammis in der Kategorie „Klassik des Jahres“ ausgezeichnet.
Im Jahr 2020 war Tarrodi die erste schwedische Komponistin, deren Werk bei der Last Night of the Proms uraufgeführt wurde. Das neu komponierte Stück Solus wurde zwei Monate nach Kompositionsauftrag durch die BBC uraufgeführt. Weiterhin komponierte sie für das Orkester Omnitonal (Orkester Omnitonal på Musikaliska Kvarteret).
Ihre Oper Homo Oeconomicus ist ein Auftragswerk der Staatsoper Hannover, das im April 2026 im Ballhof uraufgeführt wurde.
Andrea Tarrodi ist Mitglied der Vereinigung schwedischer Komponistinnen (KVAST) und wurde 2009 in die Vereinigung schwedischer Komponisten aufgenommen. Tarrodi erhielt außerdem Stipendien von der Königlich Schwedischen Musikakademie und dem Kulturrat der Republik Schweden.
Privatleben Tarrodi ist die Tochter des Posaunisten, Komponisten und Dirigenten Christian Lindberg und der Fagottistin und Musikverlegerin Julianna Tarrodi Lindberg. Sie ist außerdem die Nichte des Lautenspielers Jakob Lindberg.
Preise und Auszeichnungen
2010: Erster Preis beim Komponistenwettbewerb in Uppsala mit Zephyros 2011–2013: Artist in Residence bei Sveriges Radio P2 2012: Preis der Musikverleger. Kunstmusikpreis des Jahres – Kammermusik/kleines Ensemble für Empíreo 2012: Komponist des Frühlings in der Berwaldhalle 2013–2014: Composer in Residence bei der Västerås Sinfonietta 2016: Carin Malmlöf-Forsslings Preis 2018: Grammis Klassik des Jahres 2018: Musikverlegerpreis. Kunstmusikpreis des Jahres – Großes Ensemble/Oper für Stellar Clouds – Klavierkonzert 2020: Stipendium für Chorkomponisten der Musikvereinigung Stockholm 2022: Christ Johnson-Preis (kleiner Preis)
Werke
Orchesterwerke
Kammermusik
Vokalmusik
Elektroakustische Musik
Kalfatra für Elektronik und Solotänzer in einer Choreografie von Alexander Gottfarb (2003) Larmes (2004) Erdö, Videoarbeit für zwei Tänzer und Elektronik, choreografiert von Alexander Gottfarb und Anna Nowak (2005) Den ensamme (”The Lonesome”) (2006) Fågeldamen (”Bird Lady”) (2007) Odetta (2009) Till minne av de bortglömda (”In Memory of the Forgotten”), Videoarbeit für zwei Schauspieler und Elektronik (2009) ”The Lonesome” ”Bird Lady”
Sonstige Musik
Nya visor (unter dem Pseudonymen Jolo Andersson) (2007) Någon annan (”Someone Else”), Filmmusik für Chor zum Kurzfilm (2009) Nova Suite für Orchester und Schulklasse, gemeinsam mit Schulkindern geschrieben (2009–2010) ”... som en fågel i stormen” (wie ein Vogel im Sturm) ”Viskande vindar” (Flüsternde Winde) ”Sense of Space” ”Vinterregn” (Winterregen)
Diskografie
2009: NåLå auf der CD Sounding Images mit ENM (Ensemble for New Music) 2011: Akacia auf der CD Future Classics mit KMW Pianotrio 2013: Zephyros auf der CD Future Classics II mit Västerås Sinfonietta unter Johannes Gustavsson 2015: Highlands mit Jakob Koranyi, Cello, und Västerås Sinfonietta 2017: String Quartets (die drei Streichquartette) mit dem Dahlkvistquartett 2019: Twelve Pieces For Piano und Crystallites mit Ann-Sofi Klingberg und Mats Widlund am Klavier 2022: Stellar Clouds – Klavierkonzert Nr. 1 mit Peter Friis Johansson, Klavier und dem Göteborger Symphoniker unter Ryan Bancroft
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Komponist (Schweden) Kategorie:Musiker (Stockholm) Kategorie:Schwede Kategorie:Geboren 1981 Kategorie:Frau