Issy Wood (* 1993 in Durham, North Carolina, USA) ist eine britische Malerin und Musikerin, die in London lebt und arbeitet.

Leben Wood wurde 1993 in Durham, North Carolina, geboren, studierte Bildende Kunst (B.A., 2015) am Goldsmiths College und erwarb 2018 den M.A. an den Royal Academy Schools; sie lebt und arbeitet in London. Wood hat wiederholt über ihre psychischen Probleme, wie Depressionen und eine Körperdysmorphie gesprochen. Im Kunst- und Musikbetrieb betonte sie früh ihre Unabhängigkeit; Angebote des Galeristen Larry Gagosian wies sie zurück, ihren Vertrag beim Sony-Imprint Zelig (Mark Ronson) beendete sie 2021 und veröffentlichte danach eigenständig. Wood wird von Carlos/Ishikawa (London) und der Michael Werner Gallery vertreten.

Wirken Ihre altmeisterlich anmutenden Nahaufnahmen – oft auf Leinwand, auf Musikinstrumenten oder auf mit Samt bezogenem Mobiliar – verbinden Realismus und Surrealismus. Der Kritiker Barry Schwabsky charakterisierte Woods Bildsprache als „perversen Realismus“. Woods Bildwelt speist sich häufig aus iPhone-Bildschirmfotos von alltäglichen Gebrauchsgegenständen unserer Zeit. Woods diaristische Schreibpraxis begleitet ihr malerisches Werk. Texte aus ihrem langjährigen Blog flossen in Publikationen und Liedtexte ein, zuletzt in das zur Ausstellung Study for No erschienene Katalog- und Begleitmaterial.

Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen' 2019: All The Rage, Goldsmiths CCA, London. 2022: Time Sensitive, Michael Werner Gallery, New York. 2023/2024: Study For No, Lafayette Anticipations, Paris 2023: Furni, Carlos/Ishikawa, London. 2023/2024: A Lover’s Discourse, Aspen Art Museum, Aspen (Dialog u. a. mit einem Werk von Fernando Botero). 2024/2025: What I Eat In A Day, TANK Shanghai, Shanghai. 2025/2026: Magic Bullet, Schinkel Pavillon, Berlin.

Gruppenausstellungen (Auswahl) 2023/2024: Beteiligungen und Präsentationen im Umfeld von Study For No in Paris (u. a. Konzert/Performance im Ausstellungsrahmen).

Musik Wood verfolgt parallel eine Popmusik-Karriere. Nach zwei EPs beim Label Zelig Records (Sony) veröffentlichte sie 2022 und 2024 ihre beiden ersten Alben.

Diskografie (Auswahl) Alben My Body Your Choice (2022, Eigenveröffentlichung). Accidental American (2024).

EPs (Auswahl) Cries Real Tears! (2020, Zelig Records). If It’s Any Constellation (2021, Zelig Records).

Rezeption Kritik und Feuilleton betonen Woods präzisen Bildausschnitt und Materialwahl ihrer Arbeiten. Studio International hob 2019 die Rolle von Konsum- und Oberflächenästhetik in ihrer Londoner Ausstellung hervor,siehe All The Rage: .

Literatur Issy Wood: Study For No. Ausstellungskatalog. Mit Beiträgen von Barry Schwabsky, Kaitlin Phillips, Rebecca Lamarche-Vadel und Issy Wood. Paris: Lafayette Anticipations, 2023.

Einzelnachweise

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