mini|Wappen der Provinz Alicante vom 16. Oktober 1998 Das Wappen der Provinz Alicante wurde nach Zustimmung durch die Abgeordnetenversammlung der Provinz durch Regierungsbeschluss am 16. Oktober 1998 angenommen. Dieser Beschluss wurde am 18. Dezember 1998 im Diari Oficial de la Generalitat Valenciana veröffentlicht.

Beschreibung In der Heraldik werden die Bezeichnungen rechts und links grundsätzlich aus der Sicht der Person verwendet, die den Schild vor sich her tragen würde, also entgegengesetzt zur Sicht des Betrachters.

Der Wappenschild ist von Gold über Rot geteilt. Oben stehen in Gold vier rote Pfähle, unten über sechs blau-silbernen Wellenbalken auf einem braunen Felsen ein goldenes, schwarz vermauertes Kastell mit roten Tor- und Fensteröffnungen. Auf dem Schild ruht die offene Königskrone Spaniens.

Historische Herkunft der Wappenbestandteile Der Schild mit den vier roten Pfählen erscheint erstmals auf einem Siegel aus Wachs an einem Dokument, das Raimund Berengar IV., Graf von Barcelona am 2. September 1150 ausstellte. Die Legende, wonach Kaiser Karl der Kahle dem ersten erblichen Grafen von Barcelona, Wilfried dem Haarigen, den Wappenschild 897 an dessen Sterbebett aufgrund seiner Tapferkeit in der Schlacht verliehen haben soll, wurde 1551 vom Historiker Pere Antoni Beuter erdacht. Sie erscheinen hier, da Alicante seit 1308 zum Königreich Aragón gehörte, das dieses Wappenbild von den Grafen von Barcelona übernahm. Der Felsen im unteren Wappenteil stellt den Monte Benacantil im Norden der Stadt Alicante dar, auf dem sich seit dem 13. Jahrhundert das Castillo de Santa Bárbara erhebt. Dieses wurde am Tag der hl. Barbara (4. Dezember) 1246 durch Alfons X. von Kastilien erobert und taucht seit 1252 in dem vom selben König verliehenen Stadtwappen auf. Die offene Königskrone wurde in Spanien bis zum Antritt der Herrschaft durch Karl V. 1516 verwendet.

Vorgängerversion Eine ältere Version des Provinzwappens erschien am 9. März 1962 auf der 3. Briefmarke der Serie Escudos provinciales españoles. Sie zeigte auf silbernem Grund inmitten von blau-silbernen Wellen den Monte Benacantil mit dem goldenen Kastell Santa Bárbara. Darüber schwebte eine goldgeränderte goldene Raute mit vier roten Pfählen, begleitet von den vier goldenen Lettern AL rechts und LA links. Das Wappen stammt in dieser Form aus dem Jahr 1940, begründet durch die Anstrengungen des blinden Historikers Francisco Figueras Pacheco, der nachwies, dass Alicante von der 231 v. Chr. vom Karthager Hamilkar Barkas gegründeten Siedlung Akra Leuké abstammt. Die Lettern stehen seither für Akra Leuké, Lucentum (ibero-römische Bezeichnung der Stadt) und Alacant (katalanischer Stadtname).

Einzelnachweise

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