Trigonopsis ist eine Grabwespengattung aus der Familie Sphecidae. Das Taxon wurde 1833 von dem bayerischen Entomologen Maximilian Perty eingeführt. Typusart ist Trigonopsis abdominalis , 1833 [= Podium rufiventre , 1804]. Trigonopsis gehört zur Tribus Podiini innerhalb der Unterfamilie Sceliphrinae.

Merkmale Die Grabwespen der Gattung Trigonopsis haben einen glänzenden verlängerten Körper. Sie haben eine Körperlänge zwischen 12 und 28 mm. Beine und Petiolus (Stielchenglied) sind lang und schlank. Das Pronotum ist gewöhnlich deutlich halsartig ausgeprägt. Der Körper der Grabwespen ist schwarz oder blauschwarz, es gibt jedoch einige Arten mit einem roten Gaster. Bei wenigen Arten sind die Gliedmaßen teilweise rötlich gefärbt. Die Mandibeln der Weibchen und bei manchen Arten auch bei den Männchen sind rötlich oder gelb gefärbt. Der Clypeus ist üblicherweise teilweise oder vollständig gelb oder cremefarben. Ein blasser schmaler Fleck befindet sich gewöhnlich am Augeninnenrand auf Höhe des unteren Randes der Frons (Stirn). Die Flügel sind hyalin oder gelblich und weisen immer zwei dunkle Bänder auf, eines nahe der Flügelmitte sowie das andere über die Submarginalzellen verlaufend. Auffällige Silber- oder Goldverzierungen sind hauptsächlich auf die untere Frons und verschiedene kleine Bereiche des Thorax beschränkt, besonders auffällig ist jedoch ein breites Band entlang dem Hinterrand der Mesopleuren. Im Gegensatz zu Podium sind Kopf und Thorax im Allgemeinen spärlich, fein punktiert, glänzend und mit wenig aufrecht stehenden Härchen versehen.

Lebensweise Die Weibchen bauen Lehmnester in hohlen Baumstümpfen, auf der Unterseite von Felsvorsprüngen und an anderen geschützten Orten. Die Nester bestehen aus zwischen einer und 129 länglichen Brutzellen, die zusammenzementiert werden. Für die Arten T. intermedia, T. moraballi und T. rufiventris werden als Larvenproviant Schaben gemeldet, für T. grylloctonus dagegen Grillen (Gryllidae).

Verbreitung Die Arten der Gattung Trigonopsis kommen in der Neotropis vor. Das Verbreitungsgebiet reicht vom Süden Mexikos bis nach Bolivien und das südliche Brasilien.

Innere Systematik Die Gattung Trigonopsis umfasst 16 beschriebene Arten: Trigonopsis cameronii (, 1902) – Mexiko bis Peru Trigonopsis cooperi , 1978 – Trinidad, Französisch-Guayana, Ecuador, Peru Trigonopsis cyclocephala , 1873 – Brasilien, Bolivien Trigonopsis grylloctonus , 1937 – Guyana Trigonopsis howesi , 1978 – Guyana Trigonopsis intermedia , 1867 – Brasilien, Surinam, Französisch-Guayana, Guyana Trigonopsis menkei , 1978 – Ecuador, Peru Trigonopsis mocoana , 1978 – Kolumbien Trigonopsis moraballi , 1937 – Guyana Trigonopsis neotropica , 1978 – Peru, Brasilien Trigonopsis richardsi , 1978 – Peru, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Guyana, Venezuela Trigonopsis rufiventris (, 1804) – Peru, Venezuela, Surinam, Französisch-Guayana, Brasilien Trigonopsis schunkei , 1978 – Peru, Brasilien, Kolumbien, Guyana Trigonopsis succinea , 1978 – Ecuador, Bolivien, Kolumbien Trigonopsis vicina (, 1897) – Trinidad, Brasilien, Guyana Trigonopsis violascens (, 1897) – Trinidad, Guyana, Brasilien, Peru

Einzelnachweise

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