Fragan, auch Frakan, Fracan, Fracant, Freganig, Fregant und auch Frégan, († im 5. Jahrhundert) stammte aus Britannien und flüchtete vor den Angelsachsen nach Gallien. In der römisch-katholischen Kirche wird er als Heiliger verehrt. Sein Gedenktag ist der 5. Juli, in der Bretagne wird sein Fest am 3. Oktober gefeiert.
Leben Fragan soll aus dem antiken Walisien stammen und ein Verwandter von Cathoun, einem König oder Fürsten von Wales, gewesen sein.Eintrag auf zeno.org zu „Fraganus“Alban Butler: The Lives of the fathers, Martyrs, and other principal Saints. Henry & Company (Hrsg.), London 1857, Band 1, Seite 275, Eintrag „St. Winwaloe.“ (englisch) (online). Andere Quellen verlegen seine Herkunft nach Schottland.
Der Einfall der Angelsachsen in Britannien veranlasste ihn in der Mitte des 5. Jahrhunderts, mit seiner Familie in die heutige Bretagne zu fliehen. Er ließ sich in Aremorica (auch Armorica) nieder und evangelisierte die Gegend.
Fragan gründete die Burg von Lesguen in der heutigen Gemeinde Plouguin.„Saint-Frégant : Histoire, Patrimoine, Noblesse (commune du canton de Lesneven)“
Es wird berichtet, dass „Barbaren“ (Plünderer, Piraten, Vorläufer der Wikinger) mit einer sehr großen Flotte vor der Küste von Léon ankamen. Fragan stellte ein kleines Heer zusammen, griff sie an und schlug sie in die Flucht. Diese Schlacht soll im Jahr 401 stattgefunden haben. Die Beute der besiegten Piraten wurde für den Bau des Klosters Lochrist-an-Izelvet verwandt.
Familie Fragan war mit der heiligen Gwenn Teirbron (auch Guen, Gwen, Alba, Blanche, Candida, Gwenna, Gwennaig) verheiratet.nominis.cef.fr (französisch) „Saints Fragan et Gwen (Blanche) Parents de saints bretons (Ve siècle)“ Sie ist die Tochter von Emyr Llydaw und Enkelin von Aldor, einem frühen Häuptling von Armorica, der seinen Sitz hatte, wo heute Châtelaudren ist. Gwenn war in erster Ehe mit Eneas Lydewig verheiratet. Ihr gemeinsamer Sohn ist der heilige Cadfan. Als Witwe heiratete sie Fragan.S. Cadfan In: Sabine Baring-Gould, John Fisher: The Lives of the British Saints: The Saints of Wales and Cornwall and Such Irish Saints as Have Dedications in Britain Volume 2, London 1908, S. 1 bis 9 (online)
Fragan und seine Frau Gwenn hatten vier gemeinsame Kinder: die heiligen Zwillinge Guetenocus (auch Gwethenoc) und Jacut (auch Jakutus, Jagu, Jacut von Landoac, Jacut von der Bretagne, James)Eintrag auf zeno.org zu „Guetenocus, S.“ und die heilige Klervi (auch Klerwi, Creirvia, Creiwy, Clervie der Bretagne, Chreirbia). Ihr viertes Kind Guengalaenus (auch Gwethenoc, Guénolé, Guignolé, Winwaloe, Winwaloäus, Winwaloke oder auch Winwallus) wurde Mönch und Wundertäter. Die meisten Viten berichten, die Kinder seien in der Bretagne geboren; einige sagen aber, dass sie auch bereits in Britannien geboren sein könnten.The Every-Day Book and Table Book, Band 2, Seite 282 London 1837, Eintrag: March 3. St. Winwaloe (online).
Verehrung In der Bretagne sind Kirchen unter das Patrozinium von Fragan und auch seinen heiligen Angehörigen gestellt.Compiled by the Benedictine Monks of St Augustin’s Abbey: The Book of Saints. 5. Auflage, Thomas Y. Crowell Company, New York 1966, Seite 282, Eintrag „FRAGAN and GWEN (BLANCHE) (SS).“ (englisch) (online).
Im Tal der Heiligen (frz. Vallée des Saints) steht seit 2022 eine Fragan-Statue.
Literatur Fraganus, S. In: Johann Evangelist Stadler (Hrsg.): Vollständiges Heiligen-Lexikon. Band 2, Augsburg 1861, S. 245 (online). S. Fracan In: Sabine Baring-Gould, John Fisher: The Lives of the British Saints: The Saints of Wales and Cornwall and Such Irish Saints as Have Dedications in Britain Volume 3, London 1911, S. 37 bis 42 (online).
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Einzelnachweise
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