Alexander Hässner (* 1943 in Chemnitz geboren; † 2012 in Güstrow) war ein deutscher Künstler.
Leben Alexander Hässner wuchs in einer Familie mit künstlerischem Gepräge auf. Die Großmutter malte, seine Mutter sang bei Hauskonzerten und der Vater spielte Cello. Von 1960 bis 1964 studierte er Musik im Konservatorium Zwickau und Schwerin sowie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Von 1964 bis 1966 studierte er am Lehrerbildungsinstitut Kyritz und war in Folge bis 1973 als Lehrer tätig. Von 1973 bis 1978 war er Student der Malerei und Grafik an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei Walter Womacka, Arno Mohr und Heinrich Tessmer.Hässner, Alexander. In: Dietmar Eisold: Lexikon Künstler in der DDR. Ein Projekt der Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde e. V. Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, Teil 1: A - Kot.Alexander Häßner. In: Bildatlas Kunst in der DDR. Abgerufen am 9. September 2025 Im selben Jahr wurde bei ihm Multiple Sklerose festgestellt. Nach dem Studium arbeitete Hässner freischaffend als Maler und Grafiker in GüstrowBerichte der Fraktionen der Stadtvertretung. In: Güstrower Stadtanzeiger, Jahrgang 28, Nr. 4, Ausgabe Juni/Juli 2018, S. 7. Abgerufen am 9. September 2025Hässner, Alexander. In: Kunstverleih Lichtenberg. Abgerufen am 9. September 2025 in einem Atelier im Turm von Schloss GüstrowAlexander Hässner. In: Güstrower Stadtanzeiger, Jahrgang 20, Nr. 4, Ausgabe April 2010, S. 2. Abgerufen am 9. September 2025 und später im Atelier seines Hauses zwischen Feld, Wald und Fluss in der Nähe Güstrows. Er gehörte dem Verband Bildender Künstler der DDR an.
mini|hochkant|Mesalliance, Güstrow Alexander Hässner ließ sich besonders inspirieren von Picasso, Matisse, durch die Musik von Bach, Beethoven, Chopin und den literarischen Werken der französischen Romanciers sowie Dostojewski, Lew Tolstoi und Thomas Mann. Seit der Multiple-Sklerose-Diagnose stellte er immer mehr die Bezogenheit zu Cervantes’ Don Quijote in seinen Werken her. Das besondere Augenmerk galt dem Porträt, der mecklenburgischen Landschaft und der Darstellung zwischenmenschlicher Beziehungen. Sein Werk umfasst Handzeichnungen, Collagen, Radierungen und Gemälde in Öl und Tempera.
In seinem Œuvre sind aber auch Edelstahlplastiken, hergestellt im Edelstahlzentrum Peter Harloff, als Kunst im öffentlichen Raum zu sehen, u.a „Mesalliance“, „Die Dreifaltigkeit“ (beide ein Geschenk an die Stadt Güstrow) und in Grevesmühlen die Edelstahlplastik „Greves Mühlen“, mit einer goldenen Krähe auf der Spitze von mehreren sinnbildlichen Mühlenrädern.Kunstwanderweg. In: grevesmuehlen.m-vp.de. Abgerufen am 9. September 2025
In der Sammlung des Kunstarchivs Beeskow befinden sich vier seiner Werke, darunter „Stadtansicht Güstrow“Stadtlandschaft Güstrow. In: Bildatlas Kunst in der DDR. Abgerufen am 9. September 2025 und „Hommage à Einstein - Bildfolge zum Thema Aggression“, das in der Bezirkskunstausstellung Schwerin ausgestellt war.Hommage à Einstein - Bildfolge zum Thema Aggression. In: Bildatlas Kunst in der DDR. Abgerufen am 9. September 2025
Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen von Alexander Hässners Werken wurden 1979 in Güstrow, 1981 in Schwerin, 1983 in Boitzenburg, Rostock und Güstrow, 1984 in Güstrow, 1986 in Gotha, Gadebuch, Jena und Teterow sowie 1987 in Güstrow gezeigt, darunter im Museum der Stadt Güstrow, der Uwe Johnson-Bibliothek und der Ernst-Barlach-Gedenkstätte Güstrow am Heidberg. Daneben beteiligte er sich an den Bezirkskunstausstellungen in Schwerin und Neubrandenburg. 2025: „Etwas bleibt!“, Malerei und Grafik von Alexander Hässner. 24. Güstrower Kunstnacht, Galerie Kunst am Dom, Güstrow24. Güstrower Kunstnacht. In: Güstrower Kunstnacht. Abgerufen am 9. September 2025 2014: Hierzulande. Malerei aus dem Norden der DDR. Gemälde aus dem Bestand des Staatlichen Museums Schwerin und der Sammlung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Wirtschaftsgebäude Schloss GüstrowHierzulande. In: Künstlerbund Mecklenburg und Vorpommern. Abgerufen am 9. September 2025 2010: Retrospektive 50 Jahre Malerei und Grafik Alexander Hässner. Städtische Galerie Wollhalle, Güstrow 2010: „Bis zum Tod ist alles Leben“ (Miguel de Cervantes). Städtische Galerie Wollhalle, Güstrow Neuwied Kreismuseum Gryfice Stadtmuseum Stadtbibliothek Rostock Galerie der Schiller–Universität Jena
Schriften
Weblinks Alexander Hässner, Bildatlas: Kunst in der DDR
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1943 Kategorie:Gestorben 2012 Kategorie:Mann