mini|hochkant|Gräfin Mathilde Stubenberg-Tinti um 1901 mini|hochkant|Mathilde Gräfin zu Stubenberg auf dem Titelblatt von Der Salon, 1898 Mathilde Berger-Stubenberg (geboren als Mathilde Anna Maria Regina Desideria Freiin von Tinti, * 29. Oktober 1863 auf der Schallaburg;Pfarre Loosdorf, Taufbuch 01/06, 1850–1869, S. 194 (data.matricula-online.eu), abgerufen am 4. November 2025. † 24. März 1927 auf Schloss Laubegg bei LeibnitzPfarre St. Georgen an der Stiefing, Sterbebuch 5, 1889–1930, S. 514 (data.matricula-online.eu), abgerufen am 24. Dezember 2025.) war eine österreichische Schriftstellerin und Lyrikerin.

Familie und Ehen Mathilde war die Tochter von Karl Wilhelm von Tinti und Mathilde von Lederer-Trattnern. Insgesamt war sie dreimal verheiratet. Aus ihrer ersten Ehe mit Franz Mayr von Melnhof, die am 7. Juli 1883 auf der Schallaburg geschlossen wurde, gingen zwei Söhne und eine Tochter hervor, darunter Friedrich Mayr von Melnhof (Friedrich I.).Pfarre Loosdorf, Trauungsbuch 02/05 1837–1894, S. 340 (data.matricula-online.eu), abgerufen am 4. November 2025. In zweiter Ehe war sie ab 1895 mit Graf Wolfgang Stubenberg (1857–1896) verheiratet. Am 29. Oktober 1923 heiratete sie in dritter Ehe den um 24 Jahre jüngeren Arzt Anton Berger (1887–1959)Münzgrabenkirche, Taufbuch 14-Teil 1, 1885–1889, S. 107 (data.matricula-online.eu), abgerufen am 24. Dezember 2025. auf Schloss Laubegg.Pfarre St. Georgen an der Stiefing, Trauungsbuch 11, 1923–1938, S. 14 (data.matricula-online.eu), abgerufen am 23. Dezember 2025.Berger-Stubenberg, Mathilde In: Österreichisches Biographisches Lexikon. Band 1, 1. Lieferung, S. 73 (biographien.ac.at), abgerufen am 1. September 2025.

Künstlerisches Wirken Mathilde war unter ihrem eigenen Namen sowie unter dem Pseudonym M. St. Berg literarisch aktiv (von „M. St. Berg“ als Abkürzung für Berger-Stubenberg). Ursprünglich war ihr von ihren Eltern aus "pädagogischen Gründen" das Schreiben untersagt worden. Nach dem Tod von ihrem zweiten Ehemann begann sie Gedichte und epische Gesänge mit religiösen Inhalten zu schreiben. Ihren ersten Gedichtband gab sie 1899 heraus. Sie war Mitglied der DÖSG. Ihre Werkentwicklung zeigt einen deutlich erkennbaren künstlerischen Reifungsprozess. Der Lyrikband An der Sehnsucht ew’gem Wanderstab (1912) etwa zeigt eine „Befreiung vom Konventionellen“ und wurde als entscheidender Fortschritt in ihrer dichterischen Stilistik hervorgehoben. Ihre Arbeiten sind mit zunehmendem Alter immer mehr katholisch-religiös betont.Berger-Stubenberg Mathilde Gräfin, Lyrikerin und Schriftstellerin (biografiA), abgerufen am 1. September 2025.

Werke (Auswahl) Gabriel von Herrenburg. Eine epische Dichtung in 14 Gesängen, 1902 Eisblumen, 1903 Der arme Wenzl, 1904 Das alte Mädchen, 1908 An der Sehnsucht ew’gem Wanderstab, 1912 Eherne Wacht, 1917 Licht, ein stilles Buch für stille Menschen, 1927 Das steinerne Dorf, 1928

Literatur

Weblinks Berger-Stubenberg Mathilde Gräfin, Lyrikerin und Schriftstellerin, biografiA

Einzelnachweise

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