Fully Automated Luxury Communism: A Manifesto ist ein Buch von Aaron Bastani, das 2019 bei Verso Books erschienen ist. Es entwirft eine Vision einer postkapitalistischen Gesellschaft mit Überflusswirtschaft, die durch technologische Entwicklungen wie Automatisierung, künstliche Intelligenz und synthetische Biologie geprägt ist.

Ausgehend von Entwicklungen in den Bereichen Energie, Arbeit und Produktion argumentiert Bastani, dass diese Technologien Knappheit überwinden und eine Zukunft ermöglichen könnten, die von Überfluss, reduzierten Arbeitszeiten und allgemeinem Zugang zu Luxusgütern geprägt ist, die bislang nur den Wohlhabenden vorbehalten waren. Das Buch ist in der Tradition des Marxismus verortet und versucht, sozialistische Politik für das 21. Jahrhundert neu zu rahmen. Es schlägt eine radikale Umgestaltung der Gesellschaft auf Grundlage egalitärer Prinzipien und technologischen Fortschritts vor.

Inhalt Das Buch teilt die Menschheitsgeschichte in drei große Epochen ein, die jeweils durch fundamentale technologische Umbrüche geprägt seien: von der Urgeschichte bis zum Beginn der Agrikultur, von der Agrikultur bis zur industriellen Revolution und die Gegenwart, die durch die explosive Ausbreitung der Informationstechnik bestimmt werde.

Bastani argumentiert, dass der durch Technologie ermöglichte Wohlstand nicht mit den bestehenden Strukturen des Kapitalismus vereinbar sei. Während Kapitalismus auf dem Prinzip der Knappheit beruhe, zeichne sich die von ihm prognostizierte Entwicklung durch die Abwesenheit von Knappheit aus.

Rezeption Fully Automated Luxury Communism wurde sowohl für seine ambitionierte Vision einer durch technologische Entwicklungen geprägten Post-Knappheitsgesellschaft gelobt als auch kritisiert. Befürworter hoben Bastanis optimistischen Ansatz hervor, der aufzeigte, wie Automatisierung und erneuerbare Energien zu einer Welt des Überflusses und geringerer Arbeitsbelastung führen könnten. Kritiker bemängelten hingegen die fehlende Konkretisierung der Umsetzung sowie ökologische Risiken durch weiteren technologischen Ausbau. Zudem wurde Bastanis Darstellung als zu linear und vereinfachend kritisiert.

Andy Beckett beschrieb das Buch im Guardian als „kurzes, schwindelerregend selbstbewusstes Werk“, das die Leser entweder „begeistert und voller Energie“ zurücklasse oder „völlig ratlos“.

Ville Kellokumpu kritisierte in Society & Space, dass das Werk die Auswirkungen des Klimawandels und die anhaltende Abhängigkeit der Industrie von fossilen Brennstoffen nicht ausreichend berücksichtige. Jason Barker schrieb in der Los Angeles Review of Books, dass technologische Umbrüche in der Vergangenheit stets mit ökologischer Zerstörung einhergegangen seien und daher auch die Zukunft diesem Muster folgen könnte.

Mark Featherstone hob in Theory, Culture & Society die „utopische Ambition“ des Buches hervor, kritisierte jedoch das Fehlen einer fundierten Theorie sozialer Veränderung, von Klassenkampf und Machtfragen.

In openDemocracy betonte Oli Mould, das Buch sei „voller Hoffnung“ und sein „grenzenloser Utopismus“ sei „ansteckend“. Er lobte Bastanis detaillierte Darstellungen technologischer Entwicklungen, wies jedoch darauf hin, dass die Vision einen „kleinen Glaubenssprung des Lesers“ erfordere.

Annie Lowrey schrieb in The Atlantic, Bastanis Vision sei „überzeugend“ und der Begriff „nützlich“, kritisierte jedoch sein „verkehrtes Verständnis der jüngeren Geschichte und der zeitgenössischen Wirtschaft“. Sie bemängelte, dass Bastani den Beitrag des Kapitalismus zur Armutsreduzierung ignoriere und Fragen von Rassismus und ethnischen Ungleichheiten vernachlässige.

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