Leichtathletik-Länderkämpfemit deutscher Beteiligung 1997 zentriert|100px 1. Länderkampf 1997, Werfer(U23-Männer/U23-Frauen/Junioren/Juniorinnen): – – 2. März 1997 1. 2. 3. 120 P87 P57 P 2. Länderkampf 1997, Geher (Männer): – – – – Naumburg25. Mai 1997 1. 2. 3. 4. 5. 83 P53 P37 P30 P25 P 3. Länderkampf 1997, Geher (Frauen): – – – – Naumburg25. Mai 1997 1. 2. 3. 4. 5. 39 P35 P26 P12 P9 P 4. Länderkampf 1997, U23 (Männer/Frauen): – – 14. Juni 1997 1. 2. 3. 264 P242 P208 P Teilwertung U23-Männer 1. 2. 3. 135 P120 P114 P Teilwertung U23-Frauen 1. 2. 3. 144 P109 P94 P 5. Länderkampf 1997, Zehnkampf (Männer): „Zehnkampf-Team“ – „VISA-Team“ 26./27. Juli 1997 1. 2. 39.299 P39.141 P 6. Länderkampf 1997, Siebenkampf (Frauen): – 26./27. Juli 1997 1. 2. 17.409 P13.665 P 7. Länderkampf 1997, Mehrkampf (U23-Männer/U23-Frauen/Junioren/Juniorinnen): – 9./10. August 1997 1. 2. 51.422 P48.350 P Teilwertung U23-Männer 1. 2. 15.256 P14.175 P Teilwertung U23-Frauen 1. 2. 11.194 P10.800 P Teilwertung Junioren 1. 2. 14.276 P13.645 P Teilwertung Juniorinnen 1. 2. 10.696 P9.730 P 8. Länderkampf 1997, Straßenlauf (U23-Männer): – – Greifensee20. September 1997 1. 2. 3. 3:16:59 h3:21:08 h3:25:55 h 9. Länderkampf 1997, Straßenlauf (U23-Frauen): – – Greifensee20. September 1997 1. 2. 3. 3:51:10 h4:01:59 h4:04:16 h Chronik ← Länderkämpfe 1996 Länderkämpfe 1998 →

Im Jahr 1997 wurden neun Leichtathletikländerkämpfe mit deutscher Beteiligung in neun Veranstaltungen ausgetragen. Das waren zwei Vergleiche mehr als im Vorjahr. Allerdings sind die Zahlen nicht wirklich eins zu eins vergleichbar. Begründet ist das in unterschiedlichen Verfahren zur Wertung der Länderkämpfe. Es gab Vergleiche mit gemeinsamer Wertung für Männer und Frauen, die in dieser Form als jeweils ein Länderkampf gezählt werden. Begegnungen mit getrennter Wertung für die Geschlechter stellen dagegen jeweils zwei Länderkämpfe dar. Nach in der Vergangenheit üblicher Zählung mit stets getrennter Wertung wären 1997 zwölf Vergleiche zustande gekommen, 1996 wären es elf gewesen.

Die Zahl der Begegnungen pro Jahr hielt sich wieder sehr im Rahmen auf einem niedrigen Niveau. Die größte Anzahl von 27 Begegnungen hatte es 1974 gegeben.

Nicht berücksichtigt sind Veranstaltungen wie der sogenannte „Lugano-Cup“, ein Weltcup der Geher unter dem Dach des Weltleichtathletikverbands (früher: IAAF)World Athletics Race-Walking Team Championship, Past Editions, worldathletics.org (englisch), abgerufen am 28. August 2025, der ab 1965 unter Regie des Europäischen Leichtathletikverbands durchgeführte Leichtathletik-EuropacupEUROPEAN CUP A FINAL AND SUPER LEAGUE (MEN), gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 28. August 2025EUROPEAN CUP A FINAL AND SUPER LEAGUE (WOMEN), gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 28. August 2025 sowie ähnliche Events. Hier handelt es sich um Veranstaltungen, die als eigene Wettbewerbe ähnlich wie auch der Leichtathletik-Continentalcup (ab 1997)IAAF WORLD CUP IN ATHLETICS, gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 28. August 2025 und der Geher-Europacup (ab 1997) außerhalb der üblichen Länderkämpfe durchgeführt wurden.

Entwicklung des Länderkampfwesens Die Bedeutung der Ländervergleiche blieb weiter auf einem Niveau, das nicht vergleichbar war mit der Zeit bis in die 1960er und Anfang 1970er Jahre. Fast alle Begegnungen wurden nur noch für Nachwuchsathleten reserviert, in diesem Jahr gab es nur zwei Vergleiche ohne Altersbeschränkung. Außerdem bestand das Angebot überwiegend aus eingeschränkten Teilbereichen des Leichtathletikprogramms. Vor allem die Konkurrenz durch andere Events wie Welt- und Europameisterschaften, Olympische Spiele, Golden bzw. Diamond League hatte zu diesen Veränderungen und dieser Entwicklung geführt.

In den Vergleichen 1997 gab es wieder nur einen Länderkampf mit dem allgemeinen leichtathletischen Programm, wie schon in den letzten Jahren angeboten für den Altersbereich U23. Außerdem standen die Wettbewerbsbereiche Mehrkampf (3 Vergleiche), Straßenlauf (2), Werfen (1), und Gehen (1) auf dem Programm. Alle anderen Kategorien wie spezielle Angebote für Springer oder Bahnläufer wurden nicht ausgetragen. Damit waren die Länderkampfveranstaltungen mit ein paar Abweichungen in den Austragungsorten sowie den beteiligten Ländern fast ein Spiegel der Events des Vorjahres. Den für viele Jahrzehnte dominierenden klassischen Länderkampf zwischen zwei Nationen mit je zwei Teamvertretern gab es nun schon seit mehreren Jahren nicht mehr und durch die drastische Verringerung der Länderkampfanzahlen hatte auch die Vielfalt – hier beschrieben im Abschnitt „Verschiedene Formen von Länderkämpfen“ – deutlich abgenommen.

Saisonhöhepunkt Seit der Einführung eines Zwei-Jahres-Rhythmus für die Austragung der Leichtathletik-Weltmeisterschaften gab es in jeder Saison mit den Olympischen Spielen, den Europameisterschaften oder den Weltmeisterschaften einen besonderen Saisonhöhepunkt. In diesem Jahr standen die Weltmeisterschaften von Athen, ausgetragen vom 1. bis 10. August, im Mittelpunkt. Das deutsche Team kam dort auf fünf WM-Titel, das waren drei mehr als zwei Jahre zuvor. Darüber hinaus eroberte Deutschland eine Silbermedaille und vier Bronzene. Damit belegte die Mannschaft im Medaillenspiegel einen starken zweiten Platz hinter den USA, die mit sechs Titelgewinnen vorne lagen, aber deutlich mehr Silber- und Bronzemedaillen gewannen als alle anderen Nationen.

Außerdem gab es 1997 auch wieder einen Europacup, der für Frauen und Männer gemeinsam am 21. und 22. Juni in München ausgetragen wurde. Dieses Event hatte jedoch längst nicht mehr den Stellenwert früherer Jahre. Sowohl das deutsche Männer- als auch das Frauenteam belegten nach den Siegen von 1995 diesmal zweite Plätze, die Männer hinter Russland, die Frauen hinter Großbritannien.

Jahresbilanz In der Saison 1997 gab es für die deutschen Leichtathleten in ihren neun Länderkämpfen sechs Siege und drei Niederlagen, womit die Bilanz nach drei Jahren mit mehr Niederlagen als Siegen wieder positiv war.

Die gemeinsamen Teams von Männer und Frauen gewannen alle drei ihrer Länderkämpfe in dieser Saison: Werfer-Vergleich der U23-Männer, U23-Frauen, Junioren und Juniorinnen gegen Frankreich und Italien am 2. März in Nizza Ländervergleich der Männer und Frauen gegen Großbritannien und Frankreich am 14. Juni im britischen Hexham Mehrkampfvergleich der U23-Männer, U23-Frauen, Junioren und Juniorinnen gegen Frankreich am 9./10. August in Kreuztal Die deutschen Männer mussten in ihren drei Länderkämpfen zwei Niederlagen hinnehmen: Gehervergleich gegen Belarus, Frankreich, Italien und Russland am 25. Mai in Naumburg an der Saale (Platz vier hinter Russland, Belarus und Frankreich) Zehnkampf-Vergleich des deutschen „Zehnkampf-Teams“ gegen das „USA-VISA-Team“ am 26./27. Juli in Kreuztal Ihren dritten Ländervergleich gewannen die deutschen Männer: U23-Straßenlaufvergleich gegen die Schweiz und Frankreich am 20. September in Greifensee Die deutschen Leichtathletinnen bestritten als eigenes Team drei Länderkämpfe, in denen es eine Niederlage gab: Gehervergleich gegen Belarus, Frankreich, Italien und Russland am 25. Mai in Naumburg an der Saale (Platz vier hinter Russland, Italien und Belarus) Ihre beiden anderen Ländervergleiche gestalteten die deutschen Frauen siegreich: Siebenkampfvergleich gegen die Niederlande am 26./27. Juli in Kreuztal U23-Straßenlaufvergleich gegen die Schweiz und Frankreich am 20. September in Greifensee Die Saisonbilanzen lauteten drei zu null für die Länderkämpfe mit gemeinsamen Wertungen für Männer und Frauen, eins zu zwei für Begegnungen mit alleiniger Wertung für Männer und zwei zu eins mit alleiniger Wertung für Frauen. Die Bilanz aller Vergleiche im Jahr 1997 war mit sechs zu drei positiv.

Zur Gesamtbilanz finden sich detaillierte Angaben im Abschnitt „Statistik“ unten.

Verschiedene Formen von Länderkämpfen Die folgende Auflistung umfasst alle unterschiedlichen Arten von Länderkämpfen aus der Vergangenheit und Gegenwart bis 1997. In dieser Breite wurden Vergleiche aufgrund der abnehmenden Bedeutung von Länderbegegnungen in den letzten Jahren jedoch nicht mehr praktiziert. Vergleiche mit einer Mischung von Disziplinen aus dem allgemeinen leichtathletischen ProgrammDas war die klassische Form von Ländervergleichen. Jede Nation war in der Regel mit zwei Athleten je Disziplin vertreten. Bei den Männern waren hier zwanzig Wettbewerbe je Länderkampf zum Standard geworden. Allerdings wurden die beiden Langstrecken über 5000 und 10.000 Meter später in der Regel verkürzt als Rennen über 3000 und 5000 Meter durchgeführt oder auch durch einen einzigen Langstreckenwettbewerb ersetzt. Aus dem olympischen Wettbewerbskatalog fehlten demnach in der Regel nur der 10.000-Meter-Lauf, der Marathonlauf, die beiden Gehwettbewerbe und der Zehnkampf.Der Länderkampfdisziplinkatalog bei den Frauen hatte bis 1968 standardmäßig aus elf Disziplinen bestanden und war mit den damals bei Olympischen Spielen angebotenen Frauenwettbewerben identisch. Von 1969 an gab es hier Veränderungen: Mit dem 1500-Meter-Lauf sowie der 4-mal-400-Meter-Staffel wurden zwei neue Wettbewerbe, die bei den Europameisterschaften 1969 in das Programm aufgenommen worden waren, mit in den Katalog der Frauenländerkämpfe integriert. Neu hinzu kamen nun auch Rennen über 3000 Meter und 400 Meter Hürden, zwei Laufdiszipziplinen, die im 1984 olympisch geworden waren. 1993 wurde in einem Länderkampf auch schon der 3000-Meter-Hindernislauf – olympisch ab 2008 – für Frauen mit einbezogen. Hinzu kamen für die Frauen ebenfalls der Stabhochsprung (olympisch ab 2000), Dreisprung (olympisch ab 1996) und Hammerwurf (olympisch ab 2000). In Angleichung an das Männerprogramm wurde der 3000-Meter-Lauf 1996 durch den 5000-Meter-Lauf abgelöst. Damit waren es insgesamt neunzehn WettbewerbeIn seltenen Fällen gab es in Länderkämpfen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern Abweichungen vom Standard in Form von Hinzunahme oder Weglassen einzelner Disziplinen. Diese Länderkampfform, die für eine lange Zeit Kern von Leichtathletikländerkämpfen war, wurde immer weniger praktiziert und wurde mehr und mehr fast zur Ausnahme. Sie besaß angesichts der Konkurrenz bedeutender anderer Events nicht mehr die Attraktivität früherer Jahre. Bei den wenigen Austragungen solcher Vergleiche waren in aller Regel nun auch mehr als zwei Länder beteiligt und fast immer gab es Altersbeschränkungen. Vergleiche in Teildisziplinen der Leichtathletik: Vergleiche im Mehrkampf – bei den Frauen im Siebenkampf (bis 1980: Fünfkampf), bei den Männern im ZehnkampfDie Zahl der Vertreter je Land war dabei nicht standardisiert. In der Regel wurden von den gestarteten Teilnehmern nicht alle gewertet. Bei vier Vertretern je Disziplin beispielsweise wurden oft die drei Besten gewertet. Vergleiche der GeherDiese Begegnungen fanden bei den Männern meist in Form von Straßengehen statt. Bei den Männern kamen zwei Disziplinen zur Austragung, ein Wettkampf über 20 Kilometer und ein Wettkampf über eine längere Distanz, die manchmal über 35 und manchmal über 50 Kilometer führte. Der Trend ging hier jedoch eindeutig zur Distanz von 35 Kilometern.1976 kam das Gehen auch für die Frauen ins Länderkampfprogramm. Ausgetragen wurde dabei anfangs ein Wettbewerb über 5000 Meter, 1976 auf der Straße, später wechselweise auf der Bahn oder auf der Straße. Es gab dann vorwiegend Wettbewerbe über eine Streckenlänge von zehn Kilometern. Das Gehen für Frauen hatte inzwischen Fuß gefasst in der Leichtathletik. Bei Olympischen Spielen gab es 1992 in Barcelona zum ersten Mal einen Geher-Frauenwettbewerb, bei Europameisterschaften war das schon in 1986 in Stuttgart zum ersten Mal der Fall gewesen.Bezüglich der Teilnehmerzahl je Land und Wettbewerb wurde verfahren wie in den Mehrkämpfen.