Stefan Rüesch (* 6. November 1963 in Luzern) ist ein Schweizer Maler. Er lebt und arbeitet in Chur (Kanton Graubünden). Bekannt wurde Rüesch durch geometrisch konstruierte Landschaftsbilder, die aus streng horizontalen und vertikalen Linien sowie stark reduzierten Farbflächen aufgebaut sind.
Leben Rüesch wurde 1963 in Luzern geboren und lebt seit den 1980er-Jahren in Graubünden, gegenwärtig in Chur. Laut der kantonalen Förderdokumentation bildete er sich Mitte der 1990er-Jahre an der damaligen Kunstgewerbeschule Zürich weiter und vertiefte seine Praxis in Los Angeles und Santa Monica; seit Mitte der 1990er-Jahre arbeitet er autodidaktisch in Malerei und Plastik.
Weitere Einträge zu Rüesch finden sich in überregional anerkannten Künstlerverzeichnissen. So führt das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft (SIKART) ihn mit einer ausführlichen Werkliste und biografischen Angaben.
Werk Rüeschs Bilder reduzieren Naturmotive konsequent auf Konstruktionen aus Vertikalen und Horizontalen; Proportion und Gleichgewicht werden in der Rezeption betont. Für das Projekt Digital Landscapes erhielt er 2014 einen Werkbeitrag des Kantons Graubünden (grosse Projekte).
Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen 2008: landscapes, K12 Galerie für Gegenwartskunst, Bregenz (AT). 2010: Schein-Welten, Galerie Müller, Luzern (rezensiert). 2024: Flawless, Galerie Sechzig, Feldkirch (AT).
Gruppenausstellungen (Auswahl) 2023: Jahresausstellung 2023, Bündner Kunstmuseum Chur (Teilnahme). 2024/25: Jahresausstellung 2024, Bündner Kunstmuseum Chur (Teilnahme). 2014: Kunst der Mainstation, Chur (Ausstellungsbericht).
Auszeichnungen 2014: Werkbeitrag (grosse Projekte), Kanton Graubünden (Digital Landscapes). 2018: Werkbeitrag (kleine Projekte), Kanton Graubünden (Gemalte Landschaften).
Rezeption Über Rüesch erschienen mehrere unabhängige Presseberichte und Rezensionen, u. a. in der Südostschweiz (2010, 2017, 2024), der Luzerner Zeitung (2020) und der Neuen Vorarlberger Tageszeitung (2024). In regionalen Medien wurde zudem ein öffentliches Kunstprojekt mit neu gestalteten Wanderweg-Markierungen thematisiert. Weitere Resonanz fand Rüeschs Werk in der Fachzeitschrift Kunstbulletin. Anlässlich der Gruppenausstellung Alpine Materie (2025) wurde seine geometrisch konstruierte Malerei als „hypnotische Rasterlandschaft, die sich aus der Nähe in Pixel auflöst und aus der Distanz zu einem klaren Alpenpanorama verdichtet“ beschrieben. Bereits 2013 hatte das Kunstbulletin eine Einzelausstellung in Luzern rezensiert und Rüeschs „konsequente Reduktion der Landschaft auf rechte Winkel“ hervorgehoben. Auch in internationalen Kontexten wurde Rüeschs Werk rezipiert. In der englischsprachigen Publikation Elusive Magazine (2015) wurde seine geometrische Landschaftsmalerei als „minimal, rasterartig und zugleich poetisch“ charakterisiert. Zudem erschien 2025 im Kunstbulletin eine Besprechung seiner Teilnahme an der Ausstellung Alpine Materie, in der seine Arbeiten als „hypnotische Rasterlandschaften, die sich aus der Nähe in Pixel auflösen und aus der Distanz zu klaren Alpenpanoramen verdichten“ beschrieben wurden.
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Einzelnachweise
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