Die Tenderlokomotiven Typ Hora wurden von der Lokomotivfabrik Jung in der Zeit von 1917 bis 1937 als Baulokomotiven in 17 Exemplaren gebaut. Von den Lokomotiven ist keine mehr vorhanden.

Geschichte Vorkriegsgeschichte Die Lokomotivtype wurde als Vorratslok für die Leistung von 125 PS und die Spurweite von 900 mm gefertigt und war bei Bestellung innerhalb weniger Tage lieferbar. Einige Lokomotiven kamen nicht über gelegentliche Mieteinsätze für Bauarbeiten hinaus, andere wiederum gelangten an Kunden für dauerhaften Einsatz, wie z. B. die Fabriknummern 2426 und 2427 im Besitz der Grube Elise II im Ammendorfer Revier.Auflistung der von Jung gefertigten Lokomotiven auf www.werkbahn.de (kann als CD kostenpflichtig erworben werden) Die Lokomotive mit der Fabriknummer 3372 wurde 1922 an die Sodafabrik Bernburg geliefert. Die anderen Lokomotiven wurden für Einsätze für Züge auf Sandbahnen oder sonstige Transportaufgaben verwendet. Lokomotiven vom Typ Hora gelangten in die Niederlande,Stefan Lauscher/Gerhard Moll: Jung-Lokomotiven, EK-Verlag, Freiburg 2014, ISBN 978-3-88255-798-5, Seite 55 nach Dänemark, die Philippinen und nach China.

Nachkriegsgeschichte

Nach dem Zweiten Weltkrieg ist lediglich ein Exemplar bekannt, das sich im Tagebau Neukirchen mit der Fabriknummer 2425 befand und die Bezeichnung nach dem DDR Bergbaubezeichnungssystem 512-1-22 trug.Museum Borna, Datenliste Braunkohlengeräte, Geräteskizzen 0055

Eine Lokomotive ist nicht erhalten geblieben, Ausmusterungsdaten sind ebenfalls nicht bekannt.

Technik

Die Lokomotiven hatten ein laufachsloses Fahrwerk zur Erzielung einer hohen Reibungslast. Sie waren mit einem Nassdampftriebwerk mit Flachschieber ausgerüstet.

Die Lokomotiven besaßen einen genieteten Wasserkastenrahmen und zusätzlich seitliche Kästen für Kohlen und Wasser. Der Kessel war einschüssig. Für die Verfeuerung von Braunkohle waren sie mit einer stählernen Feuerbüchse und Funkenfängerschornstein ausgerüstet. Sie besaßen eine Heusinger-Hängeeisensteuerung, die mit einer Hebelsteuerung bedient wurde.

Für den Bauzugeinsatz für schwere Lorenzüge waren die Loks mit einer mittleren Zug- und Stoßeinrichtung mit großer Prallplatte versehen. Für Sondereinsätze wie dem Braunkohlebergbau waren Kupplungssysteme wie die Mittelpuffer-Kupplung vorgesehen.

Literatur

Stefan Lauscher/Gerhard Moll: Jung-Lokomotiven, EK-Verlag, Freiburg 2014, ISBN 978-3-88255-798-5, Seite 202–203 Museum Borna, Datenliste Braunkohlengeräte, versch. Geräteskizzen

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Tenderlokomotive Achsfolge B Kategorie:Schienenfahrzeug (Jung) Kategorie:Tagebaulokomotive