Teschendorf ist ein Ortsteil von Gremersdorf im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein mit etwa 40 Einwohnern.
Geografie Teschendorf liegt etwa sechs Kilometer nordöstlich von Oldenburg in Holstein an der Kreisstraße 41 von Oldenburg in Holstein nach Heiligenhafen. Die Ostsee mit dem Strand in Blankeck, Neuteschendorf liegt etwa drei Kilometer in nördlicher Richtung.
Geschichte Die Etymologie des Namens ist unklar, vermutlich ist er altpolabischen Ursprunges und ein Mischname aus dem altpolabischen Vornamen Těšigněv und dem deutschen Grundglied Dorf. Erstmals schriftlich erwähnt wird Teschendorf als Thessengenwendorp am 16. Mai 1286, als es von Graf Gerhard von Holstein an das Lübecker Domkapitel zur Finanzierung gewisser Vikarien verkauft wird. Es blieb bis zur Säkularisation im Reichsdeputationshauptschluss 1803 als Vikariendorf im Besitz des Lübecker Domkapitels und war das nördlichste der Kapitelsdörfer.
Am 24. Februar 1318 wird Teschendorf (Thessengnewendorp) erwähnt, als der Bischof Heinrich II. Bochholt einigen Vikaren erlaubt, fünf Hufen und eine Viertelhufe zur Wiederherstellung einer Windmühle an die Bauernschaft zu verkaufen. Am 11. Januar 1321 wird Teschendorf erneut erwähnt, als Johann III. der Milde eine Windmühle an das Domkapitel verkauft. Im Lübecker Zehntregister von 1433 ist Teschendorf als Teskendorpe vermerkt.
Auf der Ducatus Holsatiae Nova Tabula von Henricus Hondius wird Teschendorf 1630 bzw. 1645 als Tichendorp dargestellt. mini|Ducatus Holsatiae Nova Tabula 1645
Mit dem Übergang aller Besitzungen des Lübecker Domkapitels an das aus dem Hochstift Lübeck neu gebildete Fürstentum Lübeck gehörte Teschendorf von 1803 bis 1825 zum Amt Großvogtei im Fürstentum Lübeck, ab 1825 zum Amt Kollegiatstift. Beim Gebietsaustausch zwischen dem Fürstentum Lübeck und Holstein zur Bereinigung der verstreuten Besitzungen im Plöner Vertrag 1843 kam Teschendorf an Holstein und wurde in das Amt Cismar eingegliedert.
Seit 1. April 1937 ist Teschendorf Teil der Gemeinde Gremersdorf.
Die Bushaltestelle Teschendorf wird an Schultagen von zwei Linien der Autokraft angefahren.
Einwohnerentwicklung Einwohnerentwicklung Jahr Haushalte / Hufen Einwohner 1286 12 Hufen 1433 12 Mansi (Hufen) 1845Johann Friedrich Kratzsch: Neuestes und gründliches alphabetisches Lexicon der sämmtlichen Ortschaften der Deutschen Bundesstaaten Band 2, Teil 1, Kiel 1845, Seite 788 73 1925 69 1987 9 Haushalte 31
Flurnamen
Namen umliegender Schläge Name Lage Piperkamp Schetelbergskamp Schlichtenlied Haffkamp Klafanerberg
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Kreis Ostholstein Kategorie:Gremersdorf Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Kreis Ostholstein) Kategorie:Gemeindeauflösung 1937 Kategorie:Kapitelsdorf (Lübecker Dom)