Yuliya Kosyakova (* 28. Mai 1982 in Mykolajiw, Ukrainische SSR) ist eine deutsche Soziologin. Sie ist Professorin für Migrationsforschung an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und – gemeinsam mit Herbert Brücker – Leiterin des Forschungsbereichs „Migration, Integration und internationale Arbeitsmarktforschung“ am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg.Yuliya Kosyakova. In: eui.eu.Yuliya Kosyakova. In: uni-bamberg.de.Yuliya Kosyakova. In: iab.de.

Leben Kosyakova wurde 1982 in Mykolajiw in der Ukrainischen SSR geboren. Sie begann ihr Studium in Kiew (International Solomon University sowie Kiewer nationale Universität für Kultur und Kunst) und setzte es später in Deutschland fort. An der Otto-Friedrich-Universität Bamberg absolvierte sie ein Masterstudium in European Economic Studies.Yuliya Kosyakova. In: iab-forum.de. Ihre Promotion in Soziologie schloss sie 2016 am Europäischen Hochschulinstitut (EUI) in Florenz ab.

Zwischen 2011 und 2016 war sie Mitglied des ERC-geförderten Forschungsprojekts „Education as a Lifelong Process – Comparing Educational Trajectories in Modern Societies (eduLIFE)“ am EUI. Von 2016 bis 2022 war Kosyakova als Senior Researcher am IAB tätig und lehrte u. a. an den Universitäten Mannheim und Bamberg. Seit Januar 2023 ist sie Professorin für Migrationsforschung in Bamberg und – zusammen mit Herbert Brücker – Leiterin des IAB-Forschungsbereichs „Migration, Integration und internationale Arbeitsmarktforschung“.

Wirken Kosyakovas Forschungsschwerpunkte liegen in der Migrations- und Flüchtlings­forschung, der Integration in Bildung und Arbeitsmarkt sowie in der sozialen Ungleichheit im Lebensverlauf. Sie war maßgeblich an der Konzeption und Auswertung des IAB-BAMF-SOEP-Panels mit Geflüchteten beteiligt, das seit 2016 zentrale Datengrundlagen zur Integration Geflüchteter in Deutschland liefert.Interview mit Yuliya Kosyakova. In: iab-forum.de.Yuliya Kosyakova. In: ffvt.net.

Gemeinsam mit Herbert Brücker veröffentlichte sie 2024 eine Simulationsstudie zur Arbeitsmarktintegration Geflüchteter aus der Ukraine (IAB-Forschungsbericht 9/2024).IAB-Forschungsbericht 9/2024. (PDF; 2,2 MB) In: iab.de. 2025 folgte ein Forschungsbericht zu Rekrutierungs­chancen von Migrantinnen und Migranten auf dem deutschen Arbeitsmarkt auf Basis großangelegter Vignettenexperimente (IAB-Forschungsbericht 6/2025). In früheren Arbeiten untersuchte sie u. a. den Einfluss der Dauer von Asylverfahren und des Rechtsstatus auf Sprachkursteilnahmen und den Übergang in die Erwerbstätigkeit.

Kosyakova ist (Mit-)Antragstellerin des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Längsschnittprojekts „SUARE – Longitudinal study of Ukrainian Refugees in Germany“.SUARE. In: dfg.de (englisch). Forschungsergebnisse ihrer Arbeitsgruppe finden deutschlandweit Beachtung; Medienberichte beziehen sich regelmäßig auf ihre Studien zu Erwerbsverläufen und Integrationshürden.Integration der Ukraine-Flüchtlinge in Arbeitsmarkt braucht Jahre. In: welt.de, 29. Mai 2024. Zusätzlich bringt sie ihre Expertise in Interviews und Debattenbeiträgen ein, etwa zur Wirkung politischer Maßnahmen auf die Arbeitsmarktintegration.Christina Neuhaus: Forscherin: Politik baut Integrationshürden wieder auf. In: migazin.de, 25. August 2025.

Für ihre Forschungsleistungen erhielt sie 2023 den „Raymond Boudon Award for Early Achievement“ der European Academy of Sociology.Yuliya Kosyakova erhält den „Raymond Boudon Award“. In: iab.de. Die European Academy of Sociology würdigte damit ihre Arbeiten zu Migration, Integration und sozialer Ungleichheit.

Einzelnachweise

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