Die Schlacht am Salsu fand am 28. Juli 612 statt und stellt die größte Schlacht im zweiten Krieg zwischen dem koreanischen Goguryeo-Reich und dem Kaiserreich China unter der Sui-Dynastie dar. Goguryeo errang einen entscheidenden Sieg gegen das zahlenmäßig überlegene Sui-Heer.
Vorgeschichte Kaiser Yang von Sui befahl einen Angriff auf das Goguryeo-Reich und versammelte eine riesige Armee in der Komturei Zhuo. Seine Truppen griffen mehrere Grenzstädte im Gebiet von Goguryeo an, der Hauptstoß zielte jedoch auf die wichtige Stadt Liaodong (Liaoyang) und später direkt auf Goguryeos Hauptstadt Pjöngjang. Entgegen dem Willen der Generäle ordnete Kaiser Yang an, dass alle taktischen Entscheidungen vor ihrer Ausführung zunächst ihm vorgelegt und von ihm genehmigt werden müssten. Wegen der umständlichen Operationsführung konnten alle Festungen und Städte von Goguryeo den Streitkräften der Sui standhalten und es gelang den Sui-Truppen keine Erfolge. Kaiser Yang ordnete darauf an, die Festungen von Goguryeo in Schach zu halten, und schickte seine Hauptarmee mit 305.000 Mann sowie die Marine zur Belagerung der Hauptstadt von Goguryeo ab. Die chinesische Marine traf zuerst ein und griff mit einem hastigen Befehl die Hauptstadt an, wurde jedoch in einem Hinterhalt besiegt. Anschließend wartete die Marine auf das Eintreffen der Landarmee. Auch die Nahrungsmittelversorgung war stark verzögert und viele Sui-Soldaten verhungerten.
Der Führer der Goguryeo-Truppen, General Eulji Meundeok bedrängte die Sui-Chinesen fortwährend mit Hinterhalten und vorgetäuschten Rückzügen. Die chinesische Hauptmacht, die zwischen 305.000 und 350.000 Mann zählte, marschierte unter der Führung von Yu Zhongwen und Yu Wenshul auf die Hauptstadt Koguryo. Um die Sui-Armee zu ermüden, erzwang Eulji Mundeok ständige Gefechte und täuschte eine Niederlage vor, um sie am Rückzug zu hindern, und zog sie so tiefer in nach Korea hinein. Mit anderen Worten: Die Goguryeo-Armee konzentrierte sich ausschließlich auf den Guerillakrieg und zehrte so an der Ausdauer der Sui-Armee. Nach beharrlichen Täuschungsmanövern gelang es Eulji Mundeok schließlich, die Sui-Armee bis auf 30 Li an die Burg Pjöngjang heranzulocken.
Die Schlacht Um ihr Ziel zu erreichen, mussten die Chinesen den Fluss Salsu (der heutige Chongchon im Nordwesten Nordkoreas) überqueren. Die Befestigungen von Koguryo war jedoch so gewaltig, dass die völlig erschöpfte Sui-Armee nicht einmal daran denken konnte, sie einzunehmen. Die Marine unter Nae Hoa, die zur Reaktion auf den Angriff auf dem Seeweg landen wollte, war von Prinz Gao Jianwu bereits vernichtend geschlagen worden. Die Sui-Armee erreichte schließlich den Salsu-Fluss. Gemäß dem koreanischen Historiker Sin Chaeho lauerten Eulji und die koreanischen Truppen im Hinterhalt. Am Salsu-Fluss wurde ein Damm errichtet, um den Fluss flach erscheinen zu lassen. Als die Sui-Armee in der Mitte des Flusses war, wurde der Damm geöffnet und viele Sui-Soldaten ertranken. Keine zeitgenössische Quelle bestätigt diesen Ablauf.
Während dieser Flucht starben viele Soldaten an Hunger und Krankheiten, da bei der Katastrophe alle Lebensmittelvorräte verloren gegangen waren. Letztendlich sollten nur 2.700 Mann der ursprünglich 305.000 Soldaten ihre Heimat wieder gesehen haben.
Nachspiel Kaiser Yang von Sui marschierte danach ein drittes und viertes Mal in Goguryeo ein, konnte es jedoch nicht unterwerfen. Aufgrund dieser rücksichtslosen Feldzüge war die grenzenlose nationale Macht der Sui-Dynastie bald erschöpft, und das gesamte Reich verfiel in Elend, was zu wiederholten groß angelegten Aufständen führte.
Quelle Shin Chae-ho: 제1장 임유관(臨愉關) 전쟁 („Der erste Krieg der Immersion“) In: ko.wikisource.org, koreanisch
Einzelnachweise
Kategorie:Schlacht (7. Jahrhundert) Kategorie:612 Kategorie:Drei Reiche von Korea Kategorie:Liaoyang Kategorie:Chinesisch-koreanische Beziehungen