mini|hochkant|Sogenannte Kulles-Marter bei Gifting
Die sogenannte Kulles-Marter ist ein Bildstock bei Gifting, einem Gemeindeteil der im oberfränkischen Landkreis Kronach gelegenen Gemeinde Wilhelmsthal. Das im 18. Jahrhundert errichtete Kleindenkmal ist als Baudenkmal geschützt.
Beschreibung Das aus Sandstein angefertigte Flurdenkmal steht rund 100 Meter nördlich von Gifting auf einer Anhöhe links der Kreisstraße KC 3 nach Posseck. Der konkav-konvex profilierte Sockel trug an der zur Straße gewandten Ostseite einst eine Inschrift, die nicht mehr lesbar ist. Auf dem Sockel steht der von einem Ringwulst unterteilte und mit Bandelwerk verzierte Säulenschaft, der in einem korinthischen Kapitell endet. An der Ostseite des Kapitells ist ein Relief des Heiligen Johannes Nepomuk zu sehen. Der Aufsatz des Flurdenkmals wird von eingezogenen Korbbogen geschlossen, die Eckvorlagen bestehen aus Voluten. Die Westseiten von Sockel, Säule und Aufsatz weisen keinerlei Dekor auf. In Reliefform sind an der Ostseite des Aufsatzes die Krönung Mariens, an der Südseite der heilige Georg als Drachentöter und an der Nordseite die Glosberger Muttergottes dargestellt. Eine Marienstatue in dem nördlich der Kreisstadt Kronach gelegenen Wallfahrtsort Glosberg soll 1727 mehrmals blutige Tränen geweint haben, weshalb dieses Motiv auf zahlreichen Bildstöcken im Frankenwald zu finden ist.
Literatur
Weblinks , Aktennummer D-4-76-189-32
Einzelnachweise
Kategorie:Baudenkmal in Wilhelmsthal Kategorie:Bildstock in Wilhelmsthal Kategorie:Erbaut im 18. Jahrhundert