Pulgas Vestidas (dt. Bekleidete Flöhe) ist eine Volkskunst, bei der Flöhe verkleidet werden um Szenen oder Ereignisse nachzustellen.
Geschichte Die Entstehung dieser Kunstform ist umstritten. Es wird vermutet, dass ihre Anfänge im 19. Jahrhundert in mexikanischen Klöstern des Bundesstaats Guanajuato liegen. Im 20. Jahrhundert wurde sie zu einem Handwerk, das von einfachen Leuten ausgeübt wurde. Schließlich wurden sie zu einem Verkaufsartikel für Touristen. Im Jahr 1926 wurde die Produktion aus unbekannten Gründen eingestellt. Die beliebtesten Szenen waren Braut- und Bräutigam- oder Bauer- und Bäuerin-Sets. Octavio Paz bezeichnete die Kunst in den 1920er Jahren als „schwierige Kunst, exquisit und nutzlos“. Er fügte hinzu: „Ich werde niemals jemand sein, der diese erstaunliche Fähigkeit herabwürdigt, denn wenn es um geistige Gesundheit geht, sind der Bau eines Wolkenkratzers und die Verzierung eines Flohs gleichermaßen monströs.“
Heute haben folgende Museen Pulgas Vestidas in ihren Sammlungen:
Carnegie Museum of Natural History, Natural History Museum, Museo Universitario del Chopo, University of Mississippi Museum
Einzelnachweise
Kategorie:Tiere in der Kultur Kategorie:Volkskunst Kategorie:Kunst (Mexiko)