mini|415x415px|Innenhof des Museon Arlaten mit den Überresten des römischen Forums Das Museon Arlaten (provenzalisch für « Museum von Arles») ist ein ethnografisches Museum, das sich der Geschichte und Entwicklung der Gesellschaft der Provence widmet. Es befindet sich im Zentrum von Arles, im früheren Patrizierhaus Laval-Castellane. Die Sammlung besteht aus Exponaten, die die Künste, Bräuche und Geschichte des Pays d’Arles (Umland von Arles) widerspiegeln.
Das Museum wurde am 19. Mai 2021, nach umfassender Renovierung und Umstrukturierung, wieder eröffnet.
Geschichte Das Museum wurde 1896 von Frédéric Mistral gegründet. Mit der Hilfe von Émile Marignan verfasste Mistral einen Leitfaden zur Sammlung der Exponate. Daraufhin kamen viele Spenden aus der Bevölkerung für das Museum zusammen.
Das erste Museum wurde 1899 eröffnet, die Sammlungen wurden dem Département Bouches-du-Rhône übergeben. Das Comité des Museon Arlaten, unter Vorsitz von Frédéric Mistral, verwaltete das Museum.
20. Jahrhundert Mit dem Geld, das er 1904 mit dem Nobelpreis für Literatur erhalten hat, richtete Mistral das Museum im Patrizierhaus Laval-Castellane ein, das als Jesuitenschule genutzt wurde. Das Museum wurde 1909 eingeweiht und eröffnet. Die verschiedenen Gebäudeteile wurden im Laufe der Zeit unter Denkmalschutz gestellt..
Nach dem Tod von Mistral im Jahre 1914 wurde das Museum weiter vom Comité des Museon Arlaten verwaltet. In den 1930er Jahren wurde Fernand Benôit der Kurator des Museums..
Im Jahre 1999, nach hundertjährigen Bestehen, wurde das Museum dem Département Bouches-du-Rhône übertragen.
21. Jahrhundert mini|Ansicht der großen Treppe (Architekt M. Bertreux), dekoriert von Christian Lacroix. Die Renovierung des Museums wurde 2006 beschlossen. Sie begann mit der Erweiterung der museal nutzbaren Räume durch den Erwerb der Jesuitenkapelle für die wechselnden Ausstellungen. Außerdem wurde ein Teil der früheren Eisenbahnwerkstätten, das Atelier des Roues (Atelier der Wagenräder) rehabilitiert, um auf 2000 m² das CERCODas CERCO, Vorstellung auf der Website des Museon Arlaten (fr) (Zentrum für die Forschung, Restaurierung und Konservierung der Exponate) zu beherbergen.
Die Gebäude wurden komplett restauriert. Die gesamte Museografie wurde neu durchdacht: Die permanente Ausstellung wurde in fünf Sequenzen unterteilt, die vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts reichen.
Diese Renovierung wurde vom Architekten Michel Bertreux (Agentur Tetrarc), zusammen mit Pascal Prunet, Architekt der Baudenkmäler, und dem Modeschöpfer Christian Lacroix, durchgeführt.
Sammlungen
Provenzalische Trachten vom 18. bis zum 20. Jhdt. Riten und Legenden Saal der Rhône. Berufe vom Land Dioramas: lebensgroße Darstellungen provenzalischen Lebens im 18. und 19. Jhdt. Claude-André Férigoule: La Veillée Calendale (Weihnachtsabend), La Visite à l’Accouchée (Besuch bei der Wöchnerin), L’Atelier de la Couturière (Nähatelier), L’Arlésienne en prière dite Pregarello (betende Frau) Maler Antoine Raspal: Portrait de dame, Laveuse au pont de l’Observance Léo Lelée: etwa tausend Werke des Künstlers Fotografie Dominique Roman: Fotografien von 1860 bis 1890
Weblinks
Offizielle Seite des Museon Arlaten (fr)
Literatur
Charles Galtier, Jean-Maurice Rouquette, La Provence et Frédéric Mistral au Muséon Arlaten, photographies de Maurice Laroche, Éditions J. Cuenot, Paris, 1977.
Raymond Boyer, « Le fonds hébraïque du « Museon Arlaten » », dans Provence historique, 1953, tome 4, fascicule 12, p. 131-139 Aurélie Samson, Céline Salvetat, « Partage de mémoires gitanes », « Quand le Museon Arlaten se met à l’épreuve du participatif… », Faire Savoirs n°12, décembre 2015, p. 29-35 (ISSN 1629-0771)
Einzelnachweise
Kategorie:Monument historique in Arles Kategorie:Museumsgründung 1899 Kategorie:Historisches Museum in Frankreich