Léopold Lelée, genannt Léo Lelée (* 13. Dezember 1872 in Chemazé (Mayenne)Geburtsurkunde (Archiv des Département Mayenne) : Acte de naissance N° 84 page 249/252; † 26. Juni 1947 in Arles) war ein französischer Maler und Illustrator. alternativtext=Hellgelbe Hausfassade mit zwei Stockwerken, die Fenster haben blaue Fensterläden. Oben links befindet sich eine Gedenktafel, um an Léo Lelée zu erinnern.|links|mini|386x386px|Wohnhaus von Léo Lelée mit Gedenktafel in Arles

Biographie Léopold Lelée besuchte das Gymnasium von Laval, wo er 1890 das Abitur ablegte und Erster beim Zeichenwettbewerb der Gesellschaft für Künste von Laval wurde. Gefördert wurde er durch ein Stipendium des Départements Mayenne.

Nach Abschluss der schulischen Ausbildung studierte er an der École nationale supérieure des arts décoratifs (Hochschule für angewandte Kunst) und an der Staatlichen Hochschule der Schönen Künste in Paris.

Er lehrte in Saint-Quentin und in Roubaix, aber das dortige KlimaJules Belleudy, Léo Lelée : imagier provençal, Nîmes, Revue du Midi, 1913 (OCLC 249682629, online lesen [Archiv]), p. 348-365.(fr) machte ihm zu schaffen, so dass er wieder nach Paris zurückkehrte, wo er die Stilrichtung des Art nouveau (Jugendstil) für sich entdeckte und sich unter Verwendung von Arabesken in seinen Plakaten, Postkarten, Zeichnungen und Dekorationen zu eigen machte. Er gestaltete mehr als 3000 Postkarten und arbeitete als Aquarellist, Illustrator von Schulbüchern und Gestalter von Plakaten.

Arles alternativtext=Frau Jeanne de Flandreysy steht zwischen den Sarkophagen der Nekropole Alyscamps in Arles. Sie ist in der Tracht der Frauen von Arles gekleidet, das heißt sie hat hochgesteckte Haare, trägt einen langen Rock und ein Schultertuch. Im Hintergrund ist der Turm der Kapelle Saint-Honorat zu sehen.|mini|Léo Lelée, Porträt von Madame Jeanne de Flandreysy in der Tracht der Arlésienne - Jules Charles-Roux : Le costume en Provence, Band II, Seite 208. Auf Anregung eines Freundes, der ihm von der Provence erzählte, verlegte er im Alter von dreißig Jahren seinen Lebensmittelpunkt dorthin. Von dem Licht angezogen, das schon Vincent van Gogh inspirierte, ließ er sich im Pays d'Arles nieder und machte die Frauen von Arles und ihre typische Tracht zu seinem Lebensthema. Der Erfolg stellte sich allerdings nicht sofort ein, so dass er Schwierigkeiten hatte, seine Familie über die Runden zu bringen.

In einem kleinen Laden am Fuß des Amphitheaters von Arles bot er Postkarten, Briefpapier und Keramik an, die mit Motiven der Arlésiennes geschmückt waren. Dieser Laden wurde bald darauf zu einem künstlerischen Treffpunkt und Lelée bekam den ersten richtigen Auftrag. 1902 fertigte er seine ersten Drucke zu verschiedenen Themen (Stiere, Prozession in Les Baux, Feste...) und zahlreiche Aquarelle an. Frédéric Mistral wurde auf ihn aufmerksam.

Die Illustrationen, die er für das Werk von Jules Charles-Roux, Le Costume en Provence, anfertigte, trugen zu seiner Bekanntheit bei. Die Zeichnungen sind wichtige Dokumente, um die Entwicklung der Trachten zu verstehen. Gleichzeitig sind sie regelrechte Anleitungen, wie zum Beispiel die Haare hochgesteckt werden.

Er arbeitete mit vielen verschiedenen Autoren zusammen und illustrierte Kunstbände. Er hat außerdem das Bühnenbild für die Aufführung der Arlésienne von Georges Bizet im Théâtre de l'Odéon 1931 gestaltet.

Schon 1935 hat Lelée einen Großteil seiner Werke dem Musée-école de la Perrine in Laval und dem Museon Arlaten in Arles vermacht.

Er starb 1947 in seinem Haus in Arles an den Folgen einer langen Krankheit.

Bücher mit Illustrationen von Léo Lelée La Vénus d'Arles, lithographie, 1903.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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