Mavis Owusu-Gyamfi ist eine in Ghana geborene Politökonomin, die seit Mai 2024 Präsidentin und Geschäftsführerin (President and CEO) des African Center for Economic Transformation (ACET) ist. Bekannt wurde sie durch ihre Arbeit zu wirtschaftlicher Transformation in Afrika, darunter für eine stärkere Berücksichtigung von Geschlechtergerechtigkeit und für Reformen der globalen Finanzarchitektur. 2024 wurde sie vom Magazin New African zu den „100 Most Influential Africans“ gezählt.

Leben Owusu-Gyamfi wurde in Ghana geboren und ist Politökonomin von Ausbildung. Sie erwarb ein MPhil am Institute of Development Studies der University of Sussex. Beruflich war sie viele Jahre im britischen Entwicklungsministerium (DFID) als Expertin für Privatsektorentwicklung tätig, zuletzt als stellvertretende Direktorin und fachliche Leiterin für Private Sector Development. Später leitete sie bei Save the Children UK den Bereich Program Policy and Quality und war anschließend Director of Investments bei The Power of Nutrition.

Wirken Im Juni 2020 wechselte Owusu-Gyamfi zu ACET und übernahm die neu geschaffene Position der Executive Vice President, in der sie organisationale Strategie, Partnerschaften und Programmarbeit ausbaute. Im Mai 2024 wurde sie zur Präsidentin und CEO von ACET berufen, um die Strategie 2025–2030 mit stärkerer Politikwirkung und schnelleren Umsetzungszyklen zu verantworten. Inhaltlich setzt sie sich für „Growth with DEPTH“ – Diversifizierung, Exportwettbewerbsfähigkeit, Produktivität, Technologie und Human Well-being – als Leitidee einer inklusiven Transformation ein. Zudem plädiert sie für eine geschlechtergerechte Ausrichtung von Wirtschafts- und Wiederaufbaupolitik und kritisiert ein reines „Mainstreaming“ ohne Machtperspektive als unzureichend für echte Fortschritte. In Reden und Interviews betont sie die Notwendigkeit einer grünen Umstrukturierung afrikanischer Volkswirtschaften sowie eines flexibleren Umgangs mit Staatsschulden, um fiskalischen Spielraum für soziale Prioritäten zu schaffen. Für ihre Rolle als Impulsgeberin und Koalitionsbildnerin in panafrikanischen Politikdebatten wurde sie 2024 in die Liste der „100 Most Influential Africans“ aufgenommen.

Schriften (Auswahl) Binding Constraints to Growth in Nigeria, Oxford University Press, 2008. Growth and Competitiveness (Mitautorin), Weltbank, 2007.

Einzelnachweise

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