Martin Hans Schmitt (* 1968 in Neuenburg am Rhein) ist ein deutscher Dokumentarfilmer und Stereograph, der in München lebt und arbeitet.
Leben
Schmitt stammt aus einer Arbeiterfamilie und wuchs in Müllheim/Baden auf. Von 1986 bis 1992 war er als Zollbeamter im Grenzaufsichtsdienst an der deutsch-schweizerischen und deutsch-französischen Grenze tätig. Nach dem Erwerb der Fachhochschulreife auf dem zweiten Bildungsweg und seinem Grundwehrdienst begann er eine Ausbildung zum Diplom-Verwaltungswirt (FH), die er jedoch zugunsten eines Studiums an der Hochschule für Fernsehen und Film München (Abteilung IV – Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik) abbrach. Das Studium an der Filmhochschule München schloss er 2002 erfolgreich ab.
Im Jahr 2000 gründete er zusammen mit dem Stereographen Alaric Hamacher die Firma Virtual Experience GbR für 3D-Filmproduktionen. Zu den ersten Werken zählt der Kurzfilm Cyberheidi 3D (Premiere 2002 im Münchner IMAX-Kino).
Schmitt arbeitet seit 2003 für die Ludwig-Maximilians-Universität München als angestellter Filmschaffender. Zudem war er als Drehbuchlektor (u. a. für den Bayerischen Rundfunk, Highlight Film, Columbia TriStar) und als Fachautor für die Zeitschrift ComputerVideo tätig.
Seit 2001 produziert er als unabhängiger Filmemacher Dokumentar- und 3D-Filme. Zu Schmitts Repertoire zählt auch die Konvertierung von 2D in stereoskopische 3D-Filme.
Auszeichnungen und Festivalteilnahmen
Mit dem Dokumentarfilm Pornotalk – Von Pfandflaschen und Traumfrauen gewann Schmitt 2005 auf dem Internationalen Dokumentarfilmfestival München den Avid-Preis. Internationalen Erfolg erlangte er mit dem nonverbalen Dokumentarfilm Highway World – living, changing, growing (2007), der auf verschiedenen renommierten Festivals gezeigt wurde (TFF Torino 2008, Cameraplus IFF 2008, Jihlava 2008, Mar del Plata IFF 2011, BAFICI 2011 u. a.). Drei Jahre später setzte der Filmemacher mit dem nonverbalen Dokumentarfilm Robot World – A Meeting with Your Alternate Double die Dilogie fort.
2018 wurde Schmitt mit der Wissenschaftsdoku Big Eyes on the Skies (Verleihtitel: The World’s Most Powerful Telescopes) zum Pyongyang International Film Festival in Nordkorea eingeladen. Über diese Erfahrung berichtet er in der stereoskopischen Animated Documentary How I Survived the Pyongyang Film Festival 3D (2022). Auf dem Courant 3D Festival 2025 in Angoulême/Frankreich gewann der Film „How I Survived the Pyongyang Film Festival 3D“ den „3D-Relief-Grand Prix“.
Mitgliedschaften
Schmitt ist Mitglied bei der Deutschen Gesellschaft für Stereoskopie (DGS) und dem Science Fiction Club Baden-Württemberg.
Filmografie (Auswahl) 1997: Mormonen – Wir sind Gottes Kinder (Regie, Drehbuch) 1998: Deutschland zur Nacht (Regie, Drehbuch) 2001: Cyberheidi 3D (Produktion und Schnitt) 2005: Pornotalk – Von Pfandflaschen und Traumfrauen (Produktion, Regie, Kamera, Schnitt, Ton) 2007: Highway World – living, changing, growing (Produktion, Regie, Schnitt, Ton) 2010: Robot World – A Meeting with Your Alternate Double (Produktion, Regie, Schnitt, Ton) 2012: Bet on it! Horse Racing 3D/Galopp Passion Riem 3D (Produktion, Regie, Kamera, Schnitt) 2013: Mars Views 3D (Produktion, Regie, Schnitt) 2015: Moon Shots (Produktion, Regie, Schnitt) 2018: Big Eyes on the Skies (Verleihtitel: The World's Most Powerful Telescopes) (Produktion, Regie, Schnitt) 2022: How I Survived the Pyongyang Film Festival 3D (Produktion, Kamera, Regie, Schnitt, Ton) 2025: Death of a Lonely Atheist (Produktion, Regie, Schnitt, Ton)
Weblinks
Martin Hans Schmitt Offizielle Website ComputerVideo
Einzelnachweise
Kategorie:Dokumentarfilmer Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1968 Kategorie:Mann