Adolf Rosenberg, auch Adolf Rosen und Adolphe Rosen (* 24. Februar 1901 in Warschau (Polen); † 18. März 1981 in Bad Griesbach), war ein deutscher Filmproduzent und war gelegentlich auch als Regisseur tätig. Er war Inhaber der Univox „Unifera“ GmbH in München, die insbesondere für das Zweites Deutsches Fernsehen produzierte.

Durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland 1933 änderte sich die Filmlandschaft in Deutschland rapide, da sie unter verschärfte staatliche Kontrolle geriet. Am 17. März 1933, sechs Tage nach seiner Gründung, schuf das neue Propagandaministerium unter Joseph Goebbels eine eigene Filmabteilung. Im Juni 1933 wurde die bis dahin gültige Filmkontingentordnung arisiert. Ein Film galt nunmehr als „deutsch“, wenn alle Mitwirkenden „Deutsche“ – nach nationalsozialistischem Terminus also „Arier“ – waren. Personen jüdischer Abstammung wurden automatisch als Ausländer eingestuft und mussten eine Arbeitserlaubnis beantragen.

Viele Filmschaffende, die davon betroffen waren, zog es deshalb zunächst nach Österreich, wodurch dort eine Reihe sogenannter Emigrantenfilme entstand, bis auch das ab 1935 nicht mehr möglich war. Adolf Rosenberg war 1935 an der Produktion des Films Tagebuch der Geliebten beteiligt, welcher heute als letzter dieser Emigrantenfilme aus Österreich gilt.

In Deutschland wurde der Film wegen der starken jüdischen Beteiligung; neben Produzent Rosenberg der Regisseur Hermann Kosterlitz, sein Drehbuchautor Felix Joachimson, der Komponist Paul Abraham und sein Librettist Fritz Rotter, die Kameraleute Willy Goldberger und Zoltan Vidor, dessen Bruder, der Filmeditor Ladislaus Vidor, die Darsteller Lili Darvas, Hans Jaray, Szöke Szakall, Adolf Edgar Licho, Sigurd Lohde, Fritz Spira, Jack Mylong-Münz, der Kostümbildner Ladislaus Czettel und der Regieassistent und Aufnahmeleiter Arthur Gottlein; mit einem Aufführungsverbot belegt.

Filmografie 1967: ... geborene Lipowski; Produktionsleiter 1966: Geld kennt keine Grenzen; Produktionsleiter 1965: Geld Geld Geld – Zwei Milliarden gegen die Bank von England; Produktionsleiter 1965: Paris muß brennen! – Die Rettung der französischen Hauptstadt durch den General von Choltitz; Produktionsleiter, Regie: Rudolf Jugert 1964: Anklage gegen Unbekannt; Regie: Otto Meyer 1964: Tod um die Ecke; Produktionsleiter 1964: Die Dame mit dem Spitzentuch; Produktionsleiter 1963: Herz ist Trumpf; Produktionsleiter 1963: Ich war Cicero; Produktionsleiter 1963: Der Trick mit dem Schlüssel; Produktionsleiter 1962: Wilde Wasser 1962: Verrückt und zugenäht; Produktionsleiter 1961: Drei weiße Birken 1961: Toller Hecht auf krummer Tour; Produktionsleiter 1959: Ein Engel auf Erden 1959: Laß mich am Sonntag nicht allein 1958: Ein Lied geht um die Welt; Film über Joseph Schmidt 1958: Worüber man nicht spricht 1957: Wetterleuchten um Maria; Produktionsmanager 1957: Die Prinzessin von St. Wolfgang 1957: Flucht in die Tropennacht; Produktionsmanager 1956: Die Fischerin vom Bodensee 1955: Trois de la Canebière; Produktionsmanager als A. (Adolphe) Rosen 1951: Les mémoires de la vache Yolande; Produktionsmanager als A. (Adolphe) Rosen 1949: Rote Signale (Le signal rouge); Produktionsmanager als A. (Adolphe) Rosen 1935: Tagebuch der Geliebten; gilt als letzter sogenannter Emigrantenfilm in Österreich 1935: Bretter, die die Welt bedeuten 1933: Gardez le sourire (französische Version von Sonnenstrahl); Produktionsleiter 1933: Sonnenstrahl; Produktionsleiter 1933: Die Tochter des Regiments; nach der Opéra-comique: La fille du régiment 1933: Un peu d'amour (französische Version von Scampolo, ein Kind der Straße); Produktions-Assistenz 1932: Scampolo, ein Kind der Straße; Produktions-Assistenz, Regie Hans Steinhoff 1932: Der Hexer; Produktionsleitung 1932: Der angenehme Patient; Regie 1932: Der Dienstmann; Regie 1932: Die grausame Freundin; Produktions-Assistenz 1932: Eine Nacht im Paradies; Produktions-Assistenz, Regie Carl Lamač 1931: Die Försterchristl, Spielfilm von Friedrich Zelnik 1931: Hurrah – ein Junge 1931: Der Weg nach Rio 1930: Va Banque 1930: Nur am Rhein... 1929: Schwarzwaldmädel, Stummfilm von Victor Janson 1929: Das grüne Monokel 1929: Zwei Brüder (Rivalen der Liebe) 1929: Sensation im Wintergarten 1929: Giftsgas 1928: Fünf bange Tage; Aufnahmeleitung 1928: Das Karussell des Todes 1927: Da hält die Welt den Atem an; Aufnahmeleitung 1927: Die Stadt der tausend Freuden 1926: Der fesche Erzherzog; Aufnahmeleitung und Regie

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