Ceslaus Maria Schneider (Taufname: Richard Florian Alexander) (* 5. Mai 1840 in Brzeg; † 18. März 1908 in Floisdorf) war ein deutscher römisch-katholischer Theologe.
Leben Nach dem Abitur in Brieg studierte er Theologie in Breslau. An der Pontificia Università Gregoriana promovierte er 1864 zum Dr. phil. Im Jahre 1865 trat er in das Noviziat des Dominikanerordens in Santa Sabina all’Aventino ein und erhielt den Ordensnamen Ceslaus. Er wurde 1868 in Köln zum Priester geweiht. In Löwen promovierte er 1870 zum Dr. theol. 1870 wurde er als Lektor der Philosophie und der Theologie approbiert. Nach seinem Ausscheiden aus dem Orden war er als Priester des Erzbistums Köln Vikar in Malmedy. Von 1889 bis 1908 war er Pfarrer von St. Pankratius in Floisdorf. Als er vom Kölner Generalvikar von der Versetzung erfuhr, antwortete er: „Ich verehre in der Verfügung meiner kirchlichen Oberen Gottes Stimme.“Andreas Riester: Thomas als Lehrer der Immaculata Conceptio? Über Versuche einer Relecture des Thomas von Aquin in der Frage der Unbefleckten Empfängnis infolge des Dogmas von 1854. EOS-Verlag, Sankt Ottilien 2022, ISBN 978-3-8306-8115-1, S. 166, Fußnote 630.
Schriften (Auswahl) Die Katholische Wahrheit, 12 Bde., Regensburg 1886–1892. Das Wissen Gottes nach der Lehre des hl. Thomas von Aquin, 4 Abteilungen, Regensburg 1884–1886 Das Apostolische Jahrhundert, 2 Bde., Regensburg 1888–1890.
Literatur Paul Heusgen: Geschichte des Dorfes und der Pfarre Floisdorf, in: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein, insbesondere das alte Erzbistum Köln 160 (Köln 1958), 62 f. Friedrich Feldhaus: Ceslaus Schneider, ein schlesischer Thomasinterpret, in: Archiv für schlesische Kirchengeschichte 22 (Hildesheim 1964) 288–292. LThK ²IX, 440.
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Fußnoten
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