Bernhard Adolf Emil Zölffel (* 22. Januar 1853 in Berlin; † 26. Januar 1906 in Friedenau) war ein deutscher Architekt, Regierungsbaumeister und Universitätsarchitekt in Marburg.

Leben Zölffel wurde als Sohn des Bauinspektors Julius Zölffel (1807–1874) in Berlin geboren und wuchs in den schlesischen Kreisstädten Wohlau und Schweidnitz auf.Albrecht Hoffmann: Baukunst in Forschung und Praxis. Marburger Architekten und Ingenieure in althessischer und preußischer Zeit. Marburg 2006, S. 71. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Schweidnitz und des Realgymnasiums in Breslau legte er 1872 das Abitur ab. Er studierte anschließend Architektur an der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg.Hessische Biografie, Eintrag zu Bernhard Adolf Emil Zölffel

Nach Examen und Wehrdienst trat Zölffel in die preußische Staatsbauverwaltung ein und war zunächst in Fulda tätig. Ende 1882 wurde er nach Marburg versetzt, wo er – mit einer Unterbrechung von 1893 bis 1895 in gleicher Funktion in Celle – bis zu seinem Tod im Jahr 1906 als Kreisbauinspektor und Universitätsarchitekt tätig war. 1898 wurde er zum Baurat ernannt.

Zölffel starb 1906 während eines Aufenthalts in Friedenau.

Wirken Als Universitätsarchitekt der Philipps-Universität Marburg leitete Zölffel den Bau und die Erweiterung mehrerer bis heute bedeutender Hochschulgebäude. Dazu gehörten unter anderem:

Institutsgebäude Marbacher Weg 6 Institutsgebäude Deutschhausstraße 1+2 Anatomie Robert-Koch-Straße 8 Anatomie-Zytobiologie Robert-Koch-Straße 6 Institutsgebäude Universitätsstraße 25

Darüber hinaus war er für die Planung und Vollendung weiterer Einrichtungen verantwortlich, darunter die Augenklinik, die Chirurgie sowie die Fertigstellung des AuditoriengebäudesEllen Kemp, Katharina Krause, Ulrich Schütte: Marburg. Architekturführer. Imhof, Petersberg 2002, S. 152, 171, 183, 254. und plante auch Kirchenbauten, darunter die evangelische Kirche in Fulda sowie die evangelische Kirche in Schönstadt.

Sonstige Werke (Auswahl) Marburg, Alte Universität – Gestaltungsentwurf für Wand- und Deckenmalereien, Aufrisse (1890) Marburg, Universitätskirche – Professoren- und Studentenbänke, Aufrisse (1901) Marburg, Gymnasium Philippinum – Turnhalle, Skizzen und Pläne zur geänderten Position, Grundriss und Lageplan (1901) Marburg, Physikalisches Institut – Bestandszeichnungen und Entwürfe zur Erweiterung, Querschnitte und Aufrisse (1903)

Literatur

Weblinks Eintrag in der Hessischen Biografie

Einzelnachweise

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