Michal S. Friedlander (* 1965)Autoren. In: Cilly Kugelmann (Hrsg.): Weihnukka: Geschichten von Weihnachten und Chanukka. Nicolai, Berlin 2005, ISBN 3-89479-286-8, S. 132. ist eine Kulturhistorikerin und Kuratorin. Seit 2001 ist sie Kuratorin für Judaica und Angewandte Kunst am Jüdischen Museum Berlin (JMB).‘It’s much more personal’: Inside the Jewish Museum’s biggest-ever project. In: The Berliner, 22. August 2020 (Hinweis auf Friedlanders Funktion seit 2001).Jüdisches Museum Berlin – Teamübersicht. In: Clio-Online. („Kuratorin für Judaica und Angewandte Kunst: Michal Friedlander“)
Leben Friedlander war von 1996 bis 2001 Judaica Curator am Judah L. Magnes Museum in Berkeley (heute: The Magnes Collection of Jewish Art and Life).Michal Friedlander – Judaica Curator (Judah L. Magnes Museum, 1996–2001). In: Magnes Collection. Vor ihrem Wechsel nach Berlin arbeitete sie in Museen in New York, Los Angeles und Berkeley; ihre Arbeitsschwerpunkte liegen an der Schnittstelle von jüdischer Sachkultur und Identitätsfragen.Michal Friedlander: Consuming Light. A Short History of Ritual Light Consumption. In: JMB Journal 18 (2018), (jmberlin.de, englisch)
Sie ist eine Tochter des Rabbiners Albert H. Friedlander und arbeitet in Berlin an der Vermittlung deutsch-jüdischer Geschichte.Lionel Blue: Rabbi Albert Friedlander – Obituary. In: The Independent, 10. Juli 2004 (Erwähnung von Michal Friedlander am Jüdischen Museum Berlin).
Wirken Friedlander kuratiert, erforscht und veröffentlicht zu Judaica, angewandter Kunst und insbesondere zur Provenienzforschung von während der Zeit des Nationalsozialismus entzogenen jüdischen Kulturgütern.Stolen Judaica – Provenance Research in Israel and Germany. (Fachsymposium, 18. Juni 2018) mit Keynote von Michal S. Friedlander. In: Jüdisches Museum Berlin.Projektseite Systematic investigation of the Judaica collection… In: Deutsches Zentrum Kulturgutverluste (Jüdisches Museum Berlin; Kontakt: Michal S. Friedlander)
Sie gehörte 2013 zum kuratorischen Team der Ausstellung „The Whole Truth – Everything you always wanted to know about Jews“, in deren Umfeld sie öffentlich Position bezog; die Schau wurde international diskutiert.Kate Connolly: Jewish Museum asks questions about living history. In: The Guardian, 27. März 2013 (mit Zitat und Nennung Friedlanders als Kuratorin).Michal Friedlander: Trials of a Truth Seeker. Countdown before the Opening of the Exhibition ‘The Whole Truth’ In: JMB-Blog, 2013.
Mit „Tonalities. Jewish Women Ceramicists from Germany after 1933“ stellte sie 2013 Forschungsergebnisse zu Emigration und Werk deutsch-jüdischer Keramikerinnen nach 1933 vor.Tonalities – Past exhibition. In: Jüdisches Museum Berlin. („Michal Friedlander, Curator of Judaica and Applied Art, presents…“)Tonalities. Jewish Women Ceramicists from Germany after 1933. JMB-Pressemitteilung, 10. Oktober 2013. Zur Ausstellung „Weihnukka. Geschichten von Weihnachten und Chanukka“ (2005/2006) trug sie Konzeption und wissenschaftliche Arbeit mit bei; zudem verfasste sie Beiträge für den begleitenden Katalog.Weihnukka – Credits/Impressum. In: JMB („Concept development: … Michal S. Friedlander“)Weihnukka. Geschichten von Weihnachten und Chanukka. In: JMB (Beiträge u. a. von Michal S. Friedlander). Für „Koscher & Co. – Über Essen und Religion“ (2009/2010) war sie einer der Herausgeber des Ausstellungskatalogs des JMB.Angebots- und Bibliographieeinträge mit Herausgeberangabe „hrsg. von Michal Friedlander und Cilly Kugelmann“, z. B. <Booklooker>
2020 wirkte sie an der Neukonzeption der JMB-Dauerausstellung „Jüdisches Leben in Deutschland: Vergangenheit und Gegenwart“ mit. Als Kuratorin verantwortet sie 2025 die Ausstellung „Widerstände. Jüdische Designerinnen der Moderne“ (11. Juli bis 23. November 2025, JMB), die Leben und Werk von mehr als 60 Gestalterinnen vorstellt.Widerstände. Jüdische Designerinnen der Moderne. In: JMB (Ausstellungsseite mit Laufzeit und Überblick) Begleitend gab sie den Katalog „Widerstände. Jüdische Designerinnen der Moderne“ (Hirmer 2025) heraus und steuerte einen Essay bei; Presse und Fachwelt würdigten die editorische Arbeit.Katalogseite „Widerstände“ mit Angabe „Hg. Michal Friedlander“ und Essay, ISBN 978-3-7774-4623-3. In: Hirmer Verlag Die Ausstellung verbindet Friedlanders jahrelange Recherchen zu bislang marginalisierten jüdischen Designerinnen mit einer Präsentation von über 400 Objekten in zehn thematischen Kapiteln.Sonja Eismann: Unbeachtete Heldinnen der Moderne: Jüdische Designerinnen und ihr Widerstand. In: der Freitag, 17. August 2025 (Angaben zu 400 Objekten, zehn Kapiteln und Friedlanders langjähriger Forschung)
Fachlich veröffentlichte sie u. a. den Beitrag „From Object to Subject – Representing Jews and Jewishness at the Jewish Museum Berlin“ (2020)Michal Friedlander: From Object to Subject. In: The Future of the German-Jewish Past (2020), DOI:10.2307/j.ctv15pjxvw.8 und beteiligte sich am „Handbook on Judaica Provenance Research“ (2019).
Schriften Widerstände. Jüdische Designerinnen der Moderne. Hirmer, München 2025. ISBN 978-3-7774-4623-3
Einzelnachweise
Kategorie:Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Jüdischen Museums Berlin Kategorie:Historiker Kategorie:Geboren 1965 Kategorie:Frau