alt=|mini|Miriam Mercedes und Mercedes Miriam Vargas Iribar bei der Nestroy-Gala 2024 (Volkstheater Wien)

Die Vargas Twins, die eineiigen Zwillinge Mercedes Miriam Vargas Iribar und Miriam Mercedes Vargas Iribar, sind österreichische Tänzerinnen, Choreografinnen und Schauspielerinnen kubanischer Herkunft. Beide sind Mitglieder des Serapions Ensembles und haben sich in den Bereichen Tanz, Theater und Kampfkunst einen Namen gemacht.

Leben Die Zwillinge wurden 1971 in Guantánamo, Kuba, geboren. Beide absolvierten ihre Ausbildung an der Escuela Nacional de Arte (ENA) in Havanna mit den Schwerpunkten Moderner Tanz, Choreografie und Afrokubanische Folklore. 1996 kam Mercedes Miriam nach Wien und trat dem Serapions Ensemble bei. 2003 arbeitete sie mit der Butoh-Tanzcompagnie Ariadone unter der Leitung von Carlotta Ikeda in Bordeaux zusammen. Neben ihrer Bühnenkarriere schloss sie 2012 ein Diplomstudium in Romanistik, Literaturwissenschaft an der Universität Wien ab, gefolgt von einem Promotionsstudium in Romanistik, Sprachwissenschaft, das sie 2017 beendete. Seit 2024 studiert sie Theater-, Film- und Medienwissenschaft und ist als Dozentin für Bewegungslehre an verschiedenen Schauspielschulen in Wien tätig. Darüber hinaus arbeitet sie im Bereich Transkription und Übersetzung für Kinofilme und kooperierte dabei unter anderem mit Produktionsfirmen wie Coop99 und KGP Filmproduktion. Für KGP war sie am Film Epicentro (2021) von Hubert Sauper beteiligt. Beide hatten 2015 Auftritte in der österreichischen Fernsehserie Altes Geld von David Schalko.

Im Alter von 23 Jahren zogen die Schwestern nach Österreich, wo sie am Serapionstheater im Wiener Odeon tätig wurden. Beide sind Mütter: Mercedes Miriam hat eine Tochter, die Schauspielerin Gabriela García Vargas, und Miriam Mercedes einen Sohn, Ignacio Vargas.

Ihre Zwillingsschwester Miriam Mercedes trat 1999 dem Serapions Ensemble bei. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit ist sie anerkannte Kung Fu-Pädagogin; 2008 wurde ihr in Volksrepublik China der 7. Grad des Kung Fu verliehen.

Theater Produktionen Eigene Produktionen 1985: Martirio (Martyrium) – Choreografie: Mercedes Miriam; Darstellerin: Miriam Mercedes Vargas Iribar;Teatro Mella, Havanna 1987: El vals del idiota (Der Walzer des Idioten) – Choreografie: Mercedes Miriam; Darstellerin: Miriam Mercedes Vargas Iribar; Teatro Mella, Havanna 1999: Los pasos perdidos (Die verlorenen Schritte) – Regie: Mercedes Miriam Vargas Iribar; Darsteller: Miriam Mercedes, Mercedes Miriam Vargas Iribar und José Antonio Rey García; Theater des Augenblicks, Wien

Am Theater Odeon (Erwin Piplits und Ulrike Kaufmann) 1996: Seltsame Unruhe (Gemeinschaftsproduktion mit Wiener Festwochen) 1999: Marie Magdeleine (Auftragsarbeit OsterKlang) 1999: Marco Polo (Auftragsarbeit Neue Oper Wien) 1999: Nemo, Nemo Loqvitvr 2000: Ni más, ni menos 2001: Nunaki 2002: Ciao Mama 2002: Persephone 2004: Serapion, mon amour 2005: Xenos 2007: Com di com com 2008: Alcione – mit Lorenz Duftschmid. Regie: Philipp Harnoncourt 2009: Follow Me – Masque of Temperaments – mit Lorenz Duftschmid 2009: School of Night. Choreographie: Jose Antonio Rey Garcia 2010: Engel aus Feuer – mit Philipp Harnoncourt 2011: Voilà. Choreographie: Jose Antonio Rey Garcia 2013: P a R a D i S o. Choreographie: Jose Antonio Rey Garcia 2015: Anagó. Choreographie: Jose Antonio Rey Garcia / Serapions Ensemble 2016: … am Abend der Avantgarde – nach Enuma Elisch von Anna Achmatowa. Choreographie: Jose Antonio Rey Garcia / Serapions Ensemble 2017: Das Rauschen der Flügel – Fidèles d’amour 1. Choreographie: Jose Antonio Rey Garcia / SerapionsEnsemble Elisabeth Ritonja: „Der steinige Weg der Erkenntnis“. European Cultural News, 7. Februar 2017. 2017: Rebellion – Fidèles d’amour 2. Choreographie: Jose Antonio Rey Garcia / Serapions Ensemble 2018: Der Ruf – Fidèles d’amour 3. Choreographie: Jose Antonio Rey Garcia / Serapions Ensemble 2018: Fidèles d’amour – Die Trilogie. Choreographie: Jose Antonio Rey Garcia / Serapions Ensemble (Max Kaufmann) 2019/2022: Lamento Allegro. Choreographie: Jose Antonio Rey Garcia / Serapions Ensemble 2021/2022: Koom Posh. Choreographie: Jose Antonio Rey Garcia / Serapions Ensemble 2023/2024: Salto Vitale Alice – mit Kristine Tornquist und Jury Everhartz Die Puppe – mit Kristine Tornquist und Jury Everhartz 2024/2025: Modus Vivendi

Unter der Regie von Jacqueline Kornmüller 2026: Der Böse Geist (eigener Text), Ganymed Areal, Otto Wagner Areal. mini|299x299px|International Theatre Drama Festival BPAT, Miriam Mercedes und Mercedes Miriam Vargas Iribar-Peking, China, 2025 2025: Einladung zum International Theatre Drama Festival BPAT in Peking, China, mit Kormüllers Inszenierung von Das große Heft. 2025: Blitz und Donner. Uraufführung von Jacqueline Kornmüller, mit Texten von Milena Michiko Flašar zu Briefen von Johann Strauss an Olga Smirnitskaja, begleitet von Musik von Johanna Doderer und Johann Strauss.Blitz und Donner, auf wennessoweitist.com 2024: Das große Heft – Bühnenadaption von Ágota Kristóf, in der beide in den Hauptrollen als Zwillingsbrüder auf der Bühne stehen und die titelgebenden Figuren zum Leben erwecken.Edith Wolf Perez: „Jacqueline Kornmüller inszeniert ‚Das Große Heft‘ im Odeon“. tanz.at, 21. April 2024.Margarete Affenzeller: „Selbsterziehung zu Hundesöhnen im Odeon-Theater: Das große Heft“. Der Standard, 19. April 2024Sara Schausberger: „Zwillinge des Krieges: Das große Heft“. Falter, Woche 17/2024, 23. April 2024.Almuth Spiegler: „„Das große Heft“: Theater, wie aus tiefem Traum gehoben“. Die Presse, 3. Mai 2024 2023: Ganymed Bridge – Zusammenarbeit mit der Regisseurin Jacqueline Kornmüller und dem Schauspieler, Dramaturgen und Produzenten Peter Wolf.Edith Wolf Perez: „"Ganymed Bridge" in den Museen“. tanz.at, 25. September 2023.

Auszeichnungen mini|Miriam Mercedes und Mercedes Miriam Vargas Iribar im von Jacqueline Kornmüller Das Große Heft. International Theatre Drama Festival BPAT in Peking (2025)|349x349px

Nominierung für den Nestroy-Theaterpreis (2024) in der Kategorie „Beste Off-Produktion“ für Das große Heft.„Das Große Heft – Nominierung Nestroypreis 2024“. Nestroypreis.at, Oktober 2024. Regie: Jacqueline Kornmüller. Best Actress Award beim International Theatre Drama Festival (BPAT) in Peking/China (2025) für die Rolle der Zwillinge in Das große Heft. Regie: Jacqueline Kornmüller.

Weblinks Teresa Schaur-Wünsch: „Die Magie der kubanischen Zwillinge: Die unglaubliche Geschichte von Miriam und Mercedes Vargas“. Die Presse, 18. April 2024

Einzelnachweise

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