Der Schäfer und die Schlange ist ein Märchen. Es stand in Ludwig Bechsteins Deutsches Märchenbuch nur in frühen Auflagen.

Inhalt Einen armen Schäfersbub zieht es immer zu einem einsamen Stein mit einer Quelle und einem Birnbaum. Er meidet Gesellschaft. Eine silberweiße Schlange zeigt sich, wenn er Flöte spielt. Am Sonntag Trinitatis offenbart sie sich als verzauberte Prinzessin, die er durch drei Küsse von ihr erlöst. Im Dorf vermisst man ihn.

Herkunft Bechstein vermerkt nur „Mündlich.“Ludwig Bechstein: Sämtliche Märchen. Vollständige Ausgabe der Märchen Bechsteins nach der Ausgabe letzter Hand unter Berücksichtigung der Erstdrucke. Mit 187 Illustrationen von Ludwig Richter. Albatros Verlag, Mannheim 2011, ISBN 978-3-538-07617-4, S. 397. Der Stil lässt auf Wilhelmine Mylius schließen.Werner Bellmann: Bechstein, Ludwig. In: Enzyklopädie des Märchens. Band 2. Walter de Gruyter, Berlin/New York 1979, ISBN 3-11-007580-6, S. 15–19. Die Prinzessin ist „unermeßlich reich an Perlen- und Goldschätzen“, wie in Die Perlenkönigin. Trinitatis ist ein Kirchenfest, der Schlangenkuss ein Sagenmotiv, vgl. Bechsteins Die Schlange mit dem goldnen Schlüssel, Grimms Deutsche Sagen.

Literatur Ludwig Bechstein: Sämtliche Märchen. Vollständige Ausgabe der Märchen Bechsteins nach der Ausgabe letzter Hand unter Berücksichtigung der Erstdrucke. Mit 187 Illustrationen von Ludwig Richter. Albatros Verlag, Mannheim 2011, ISBN 978-3-538-07617-4, S. 397–399.

Einzelnachweise

Weblinks Bechsteins Der Schäfer und die Schlange, 1847 Der Schäfer und die Schlange gelesen mit Musik (40:15) (YouTube)

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